Sie gilt für viele als Erfolg, wenn auch einer, der teuer erkauft wurde. Nach letzten Informationen soll sie bislang 150 Millionen Euro gekostet haben. Mitte Juni feierte die Corona-Warn-App ihren zweiten Geburtstag. Laut Spiegel-Informationen laufen die Verträge Ende des Jahres aus.
Doch das Gesundheitsministerium habe entschieden, zumindest eine Option zur Verlängerung des Vertrags bis Mai zu ziehen. Es sei das Ziel des Gesundheitsministeriums, diese Laufzeit »komplett und letztmalig bis zum 31. Mai 2023 auszuschöpfen«, sagte ein Ministeriumssprecher dem Spiegel.
Offen bleibe nun, wie es danach weitergeht, denn die ursprünglichen Verträge für die Warn-App wurden im Jahr 2020 für jeweils ein Jahr geschlossen, mit einer zweimaligen Verlängerungsoption. Damit endet die maximale Laufzeit für den aktuellen Vertrag Ende Mai 2023.
Doch nicht einmal das sei sicher, heißt es. Alles werde gerade noch auf seine »vergaberechtlichen und haushalterischen Erfordernisse« geprüft, so der Ministeriumssprecher.
Verantwortlich für die App ist das Robert Koch-Institut, der Betrieb und die Entwicklung wird von Deutscher Telekom und SAP gestemmt. Das generelle Ende der App? Wird wohl so sein, andere Vorschläge wurden verworfen. Aber wer weiß, vielleicht wird die App ja auch anderweitig „umentwickelt“ – die Installationsbasis dürfte noch passen.
