Corona-Warn-App bekommt ein wichtiges Update

Nach intensiver Überprüfung durch die Entwickler der Corona-Warn-App steht fest: Die App hat mit beiden Betriebssystemen, Android und iOS, immer funktioniert. Sie hat stets automatisch anonyme Codes mit anderen Nutzern ausgetauscht. Auch die Liste der positiv Getesteten wurde aktualisiert und es erfolgten Warnungen – allerdings nicht immer automatisch im Hintergrund, sondern wenn die App geöffnet wurde.

Für diese Einschränkungen gibt es eine Lösung. Während für Android-Nutzer ein Update bereits seit einigen Tagen zur Verfügung steht, ist seit dem heutigen Samstag auch ein Update für die App im Apple Store verfügbar. iPhone-Nutzer müssen für die vollständige Aktivierung des Updates die App einmal aufrufen. Dies gilt auch dann, wenn ein Smartphone über längere Zeit ausgeschaltet war.

Die Gründe für die vorübergehenden Einschränkungen bei der automatischen Hintergrundaktualisierung waren unterschiedlich:

1. Beim Betriebssystem Android war die Ursache der Energiesparmodus, der bei einigen Geräten die Hintergrundaktualisierung stark eingeschränkt, wenn nicht gar deaktiviert haben könnte.
2. Das Betriebssystem iOS führte die Hintergrundaktualisierung nicht immer regelmäßig durch (das Problem geht auf den sog. „Scheduler“ zurück und ist bei Apple in Arbeit).

In beiden Fällen konnten die Nutzer als Zwischenlösung selbst eine Aktualisierung herbeiführen, indem sie die App einmal am Tag öffnen und damit den Abgleich mit dem Server auslösen. In Android-Systemen hat die App nun einen zusätzlichen Schieberegler, der die dauerhafte Aktivierung der Hintergrundaktualisierung für die Nutzer vereinfacht. Für iOS hat das Entwicklerteam heute einen Weg gefunden, die betriebssystembedingten Einschränkungen zu umgehen, bis Apple das Systemproblem selbst gelöst hat. Deshalb das Update der iOS-App.

Das Entwicklerteam intensiviert nun weitere Testprozesse rund um die App, um rechtzeitig festzustellen, ob weitere Einschränkungen der Funktion auftreten können.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

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57 Kommentare

  1. Hersteller wie Samsung und Huawei bauen allerlei Extrakram in ihre Roms, und eben teilweise auch aggressive „Background Killer“, die gnadenlos im Hintergrund laufende Apps nach einiger Zeit deaktivieren, um Akku zu schonen. Große Messenger wie WhatsApp stehen häufig von Haus aus auf einer Allow List, weil der Normalanwender sowieso nicht in irgendwelche verschachtelten Einstellungsmenüs guckt.
    Geräte mit (nahezu) Stock-Android hatten hier keine Probleme, denn die Corona-App benutzt, wie von Google vorgesehen, FCM für Pushnachrichten. Dies ist die einzige Möglichkeit, Geräte aus dem „Doze“-Modus verlässlich aufzuwecken. Das Android-eigene Akkumanagement ist mMn mittlerweile sehr gut, aber einigen Herstellern reicht das wohl nicht. Siehe dazu z.B. https://dontkillmyapp.com/

  2. Wolfgang D. says:

    Schön schnell reagiert und veröffentlicht.

  3. Gouryella says:

    Ich kann die Kritik an der Corona-Warn-App zumindest soweit nachvollziehen, dass die Kommunikation durch die Entwickler und die politisch Verantwortlichen durchaus besser sein könnte. Was die technische Seite betrifft, darf man aber nicht vergessen, dass das OpenSource-Projekt innerhalb weniger Wochen quasi aus dem Boden gestampft wurde, während andere Projekte Monate oder Jahre im Alpha- oder Betastadium verbringen.

    Dass es da im Nachgang einige Update geben muss, um die App mit Bugfixes und anderen Verbesserungen zu versorgen, war da doch schon vorher klar. Das ist halt so, so funktioniert OpenSource-Entwicklung nunmal auch. Manche Reaktionen aus der Opposition und von anderen Vertretern finde ich da in der Hinsicht schon teilweise echt übertrieben. Letztlich entwickeln an den Apps immer auch nur Menschen und magische Kräfte sind denen noch nicht zu Teil geworden.

    • Der politisch verantwortliche in erster Reihe ist Jens Spahn und Jens Spahn hat von Anfang an nur geschwurbelt. Hätte er Rückgrat, dann würde er spätestens jetzt seinen Rücktritt erklären. Aber er hat kein Rückgrat, denn die Diäten sind üppig und bis 2021 gesichert.

      • Verallgemeinernder Bullshit.

      • Rücktritt, nur weil es es nun einen Fehler mit der App gab?
        Die Apps in anderen Ländern hatten ähnliche Schwierigkeiten.
        Finde ich völlig überzogen deine Meinung.
        Typische Stammtisch Parolen.

        • Ein Fehler? Da war schon noch einiges mehr als nur ein Fehler.

          • Ein Fehler verursacht durch Apple – und Spahn soll den Kopf hinhalten? Sorry – schwachsinn.

            • Nicht ein Fehler! Eine ganze Reihe von Fehlleistungen. Ganz aktuell denkt Jens Spahn über verpflichtende Corona Tests für Reiserückkehrer nach. Die Sommerferien sind bald vorüber und jetzt erst wird darüber nachgedacht? Wirklich? Darüber hätte man sich Gedanken machen sollen bevor die Reisebeschränkungen gelockert wurden.

              Und das Geschwurbel von Masken nützen nichts, Masken nützen doch etwas, Masken Schaden jedenfalls nicht, wir haben keine Masken, wir brauchen Masken, jetzt kommt die Maskenpflicht aber leider gibt es keine ein Schal reicht aus, usw.

              Dazu Organspende, Impflicht gegen Masern und so weiter… Was kommt als nächste?

              • Siehste Mal, so unterschiedlich sind die Auffassungen – ich finde die Impfpflicht gegen Masern gut und sinnvoll.

                • Ich bin halt gegen eine Impflicht, das bedeutet aber noch lange nicht das ich gegen Impfungen im allgemeinen bin wenn Sie auf freiwilliger Basis geschehen. Hiervon ausgenommen sind natürlich Reiseimpfungen um bei Rückkehr niemand ohne Impfung zu gefährden.

                  Man muss halt differenzieren.

                  • Ich hab nirgendwo angedeutet, dass du gegen Impfungen allgemein bist. Ich habe gesagt ich bin für die Masernimpfpflicht – und ja, ganz explizit, dass es verpflichtend ist.

              • Ich hoffe eine Impfpflicht für Youtubevideos, eine Posting-Beschränkung für Foren und ein Maulkorb für alle Attilas Xaver Jebsens. Ich kann dich verstehen, dass du Sorgen hase. Die Empfehlungs-Algorithmen sind darauf eingestellt dir Angst zu machen, weil du dann eher drauf klickst. Ich hab die Erfahrung gemacht, wenn man sich von der Youtube-Filterblase fernhält und nicht auf die Leute hört, die dauernd sagen, dass man von anderen manipuliert wird, dann wird das Leben viel entspannter und man kann wieder anfangen wissenschaftlich zu denken und anderen Menschen zu vertrauen.

            • Onkel Wanja says:

              Ihr Merkel-Jüger*innen seid einfach nur so drollig.

      • Lol. Was für ein Quatsch.

      • Möchtest du die Verantwortung übernehmen, ob Millionen Deutsche sterben oder nicht? Ob du ein paar Milliarden Steuergelder sinnlos ausgibst oder nicht? Ob Menschen, auf die du dich verlassen musst, ihren Job richtig machen?

        Wenn dir jetzt der Job des Jens Spahn angeboten würde, würdest du ihn annehmen?

        • Nein. Ganz bestimmt nicht. Aber anmerken, wenn etwas nicht passt oder unstimmig ist, darf ja gestattet sein. Auch wenn das vielen nicht gefallen mag.

          • Sicher. Nur ist hier die Sachlage bei weitem nicht so klar wie bei z.B. Scheuer und seiner Maut. Wir befanden uns in einem Zustand, den keiner beurteilen konnte. Wir sind im Vergleich zu den anderen Ländern gut durchgekommen. Man darf sicher kritisieren, dass nicht alles richtig gelaufen ist, dass man den Lockdown anderes hätte gestalten können oder weniger Geld für die App hätte ausgeben können. Und man sollte sich im Klaren sein, das Jens Spahn generell eine große Verantwortung trägt, die sich in dieser Krise noch deutlich erhöht hat.

      • Onken Wanja says:

        Warum soll denn der Jens zurücktreten, er hat doch nichts gemacht? Genau wie die Kanzlerin, wollte er die Krise wohl aussitzen. Als dann alles eskalierte, weil die Medien einen Massenhysterie losgetreten haben, wurde in großer Hektik überreagiert. Tja, nun haben wir unsere Wirtschaft ruiniert, tragen Masken die eh nicht helfen und unsere Enkel werden noch für die „Corona-Geschenke“ zahlen, die unsere Kanzlerin an die schon vor Corona maroden EU-Nachbarn verteilt. Aber 40% der Wähler sind mit der Politik der Union und immerhin 17% mit der der SPD zufrieden. Macht also 57% für die Regierung. Also nicht jammern, das Volk will es so haben. Ich würde ja Rot/Rot/Grün bevorzugen, mit einer Kanzler-Troika aus Habeck, Kühnert und Hennig-Wellsow. Dann bekommt dieses Land endlich was es braucht.

        • Dir ist schon bewusst, dass fast alle Länder ähnlich reagiert haben wie Deutschland? Ist das jetzt Teil einer riesigen Weltverschwörung um die Wirtschaft lahmzulegen oder was? Ein paar Länder haben nicht so konsequent reagiert – die findest du jetzt bei den Infektionszahlen ganz oben – USA, Brasilien, Indien um nur ein paar Beispiele zu nennen. Meinst du denen wird es zukünftig besser gehen?

  4. Die App hat den Steuerzahler (wir alle) bis zum ersten Release Kosten von ~20.000.000 Euro verursacht. Ein stolzer Betrag für eine verbuggte App.

    Ich hab auf verschiedenen (Android)Geräten schon mehr als einen Fehlercode angezeigt bekommen, trotz korrekter Aktivierung von Bluetooth und Ausnahmen für den Stromsparmodus.

    Am häufigsten war der Fehler (sinngemäß) Konnte API nicht erreichen, Fehler 10

    Hmm…

    • Lass mich raten: Android 6?

      Das ist dann ein Fehler im Google Exposure Notification Framework, der mit Version 1.5 dessen zusammen mit der CWA 1.1.1 behoben ist.

    • Roger Bergamt says:

      Ja, die SAPisten habe ordentlich zugegriffen.Ein APP-Entwicker hatte kürzlich vorgerechnet das die Entwicklung einer solchen APP mit 250.000 EUR schon üppig möglich wäre.

      • Bei den Kosten sehe ich das ähnlich.
        Schöne Finanzspritze für die Telekom und SAP war das.

      • Der Entwickler stemmt die Infrastruktur (vermutlich AWS?) und schafft auch die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen alleine? Es geht ja nicht nur um App …

        250k finde ich da zu wenig. 20 Mil. aber deutlich zu viel.

      • Das würde dann sicher so aussehen, wie bei der App für Liechtenstein (war hier ja auch schon Thema).
        Das Startup dahinter wollte doch auch alles besser, schneller und schöner machen, als SAP+Telekom … „Schon bald verfügbar“, also schneller waren die schonmal nicht.

      • Und der wollte selber schon ordentlich abgegriffen. Ich hab gerechnet, ich würde es für 150.000 € schaffen.

    • Die App gilt letztlich aber weltweit als mindestens einer der besten und andere Entwickler anderer Länder hatten das Problem offenbar auch nicht früher auf dem Schirm. Wenn ein Projekt in derartig kurzer Zeit gestemmt werden muss, kommt es eben zu Fehlern. Dazu kommt, dass jede Klitsche nicht in der Lage ist ein Projekt zu stemmen, das eine gewaltige Infrastruktur und große Entwicklerteams mit viel Erfahrung benötigen. Dafür kommen hierzulande kaum andere infrage, man hätte ein ausländisches Unternehmen nehmen müssen. Angesichts der Kosten der Pandemie, ist der preis sowieso nicht erheblich. An die Wirtschaftsförderung glaube ich aber auch. Ein Träumer mag sogar daran geglaubt haben, dass so etwas kostenfrei entwickelt wird als Beitrag zur Gesellschaft und nicht, um besonders hart zuzugreifen. Bisher scheint die App auch kein besonders großer Erfolg zu sein, trotz vieler Installationen. Die versendeten Warnungen sind ja sehr überschaubar. Da scheint vieles an den Klippen der Realität zu zerschellen. Mal sehen, ob sie sich bei steigenden Infektionen doch noch als hilfreich herausstellt.

      • Man kann ja mal die ganzen Kurzarbeiter fragen, ob sie gerne auf noch mehr Gehalt verzichten würden, so als Dienst an der Gesellschaft.

        Ist schon eine echt schräge Vorstellung, dass jemand 2 Monate umsonst arbeitet und für seinen Lebensunterhalt H4 beantragt.

        Wenn man sich die ganzen Künstler anschaut, dann ist es ja scheinbar schon abwegig wegen Corona nichts zu arbeiten und dann noch H4 zu beantragen.

        • So ist das offensichtlich nicht gemeint. Hier geht es darum, dass deutsche Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen könnten. In einer Krisensituation, die alle betrifft. Unternehmen, nicht Individuen. Und so abwegig ist das nicht. Einzelner Unternehmen haben in allen möglichen Ländern Masken gespendet, Medikamente oder Desinfektionsmittel. So stehen Unternehmen eher als besonders gierig denn als besonders verantwortungslos in der Krise da.

          • Wie misstrauisch wohl ausnahmslos alle wären, wenn SAP und die Telekom die App quasi verschenkt hätten?

  5. danke für den Beitrag hier… kurz und bündig alles erklärt. Leider verkürzen viele Medien die Meldung zum Thema oft und offensichtlich auch gerne. Gut, dass es Meldungen wie diese gibt. Ein guter Grund, diese zu teilen.

  6. Wo ist eigentlich Martin Deger?

  7. Kurz und schmerzlos erklärt, gut zum Teilen. Danke – mir ist beim Lesen anderer Beiträge zu dem Thema heute fast schon die Galle hochgekommen 😉

  8. Nach dem Update der App (iOS) sehe ich nach dem Start einen weißen Bildschirm, sonst nix…

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