Corning Gorilla Glass 5 vorgestellt, übersteht Stürze in 4 von 5 Fällen

artikel_corningCorning Gorilla Glass, die Wahrscheinlichkeit, dass Euer aktuelles Smartphone damit ausgestattet ist, ist gar nicht so gering. Natürlich wird auch im Bereich des Displayglases immer weiter entwickelt, vor allem gegen Kratzer und Stürze soll das Smartphone resistent sein. Mit Corning Gorilla Glass 5 scheint hier ein relativ großer Sprung gelungen zu sein, das neue Glas wird so gefertigt, dass es Stürze aus 1,6 Meter Höhe übersteht. Zumindest in 80 Prozent der Fälle. Gleichzeitig werden aber Eigenschaften wie Transparenz und Touchfähigkeit beibehalten. Für die 4,5 Milliarden Geräte, in denen Gorilla Glass bisher verbaut wurde, spielt das keine Rolle, aber noch dieses Jahr soll die neue Displayabdeckung in Geräten verfügbar sein.

gorillaglass5

Schöne Entwicklung, gerade die Sturzhöhe, die hier in vielen Fällen überstanden wird, ist einmal nicht weltfremd gewählt. 1,6 Meter, das dürfte tatsächlich die meisten Situationen abdecken, in denen ein Smartphone normalerweise zu Bruch geht. Ausgeschlossen ist das zwar auch mit Gorilla Glass 5 nicht, aber die Wahrscheinlichkeit, das Ganze mit unbeschadetem Display zu überstehen, ist doch relativ hoch.

Mir selbst ist seit 20 Jahren exakt ein Handy-Display durch einen Sturz beschädigt worden und ich kann nicht einmal sagen, ob das Glück oder einfach nur ein gesunder Umgang mit technisch hochwertigen Geräten ist. Allerdings sieht man leider auch sehr oft, wie verbreitet das Problem Displaybruch ist. Insofern klasse, dass hier weiter entwickelt wird.

Mit dem Moto X Force gibt es ja bereits ein „sturzsicheres“ Smartphones, allerdings nicht mit Corning Gorilla Glass 5. Interessant wäre hier ein direkter Vergleich der beiden Abdeckungen, gerade was Transparenz und Toucheigenschaften angeht.

(Quelle: Corning)

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

13 Kommentare

  1. DocHobbit says:

    „übersteht Stürze in 4 von 5 Fällen“ geniales Wortspiel, war das Absicht?

  2. Ich wette wir werden mehr von dem 5. Fall lesen und hören, als von den ersten 4 😀

  3. Bei mir ist es leider immer so: Wechsel auf ein neues Gerät, innerhalb kürzester Zeit Display Bruch. Seit 2013 hatte ich 4 Displays geschrottet, glücklicherweise gut versichert und noch nicht rausgeworfen 🙂

  4. Alexander says:

    Und zerkratzt trotzdem in der leeren und saubere Hosentasche nach wenigen Wochen, da auch 0,0005mm große Sand- und Staubkörner aus Granit und anderen Materialien noch immer härter sind als das Glas und auch als diese ganzen schafen(als wenn das was ausmachen würde, wenns umd die Härte geht und das Messer weicher als das Glas ist) und spitzen Stahlklingen, Schlüssel und Schraubenzieher aus den Testvideos …

    Mein robustestes Telefon war mein iPhone 4 damals. Edelstahlrahmen und erstaunlich fallsicheres Glas. Das war mir sicher 20x aus der Hand gefallen und einige Male auch beim Mountainbike fahren auf die Straße. Mehr als einige Schrammen hatte es nicht.

  5. Wenn ich die PR-Lügen über dieses Gorilla-Wunderglas schon lese, muss ich lachen.

    Chemisch vorgespanntes Alumosilikatglas. Bei 400 Grad C mit Kaliumsalz besprüht, damit Natrium- durch Kalium-Ionen ersetzt werden, wodurch die Oberflächenspannung steigt. Was wie eine Neuheit klingt, ist uralt.

    In der DDR waren die meisten Gastronomie-Gläser sogenannte „Superfest“ Gläser. Sie hielten 5x so lange. Man konnte sie auf Beton fallen lassen und sie gingen nicht kaputt. Einfach mal unter „Ceverit“ oder „Superfest“ googlen. Bei eBay sind sie richtig teuer heute. Gorilla-Gläser aus der maroden Planwirtschaft. Als man noch versuchte, Produkte zu produzieren, die länger hielten als die Gewährleistungzeit. Die westdeutsche Firma, die das Glaswerk und die Patente kauft, produzierte fortan wieder leicht zerbrechliche Gläser. Mehr Umsatz = mehr Profit = mehr Müll.

    http://m.youtube.com/watch?v=HM6kBrXTeNM

  6. Wen die Geschichte der Superfest-Gläser interessiert, wird hier fündig:

    http://www.glasmuseum-weisswasser.de/neuste_nachrichten_23_2011.pdf

  7. Danke, sehr interessant die Geschichte der Superfest-Gläser aus der DDR!

  8. Es ist zudem besser sich vorher als nachher Gedanken über einen Displayschutz zu machen:

    Jedes neues Phone bekommt zeitgleich eine 9H Glas-Panzerfolie (0,3mm dünn). Beim Sturz bricht im Extremfall erst die Panzerfolie und nimmt dadurch viel Energie auf. Die Phones selbst ist seitdem immer heil geblieben, obwohl schon zig mal auf den Asphalt gefallen.

  9. Ich bin zu den Ungläubigen gewechselt. Bis auf mein Galaxy S2 ist jedes Display mit „neuem Gorilla Glass“ irgendwann in den Arsch gegangen und wenn es ein unverschuldeter Spannungsriss war – den ich dann aus meiner Tasche zahlen durfte.

    Wunder geschehen. We will see.

  10. KeyserSoze says:

    @Matze

    hatten die SuperDupa Ost Gläser auch die Eigenschaften
    hohe Transparenz und Touchfähigkeit ,wohl kaum …

  11. Die Gruppe der Greifwerkzeuglegastheniker scheint angesichts fortdauernder Entwicklung dieser Displaygläser ja beachtlich zu sein. Werden auch schon Messer entwickelt die sich beim Fallen entschärfen o.ä?

  12. Glas hat nicht „die Eigenschaft der Touchfähigkeit“. Da Glas ein perfekter Isolator ist, stört es kapazitive Sensoren generell nicht.

    Und ja, es war transparent. Wenn du dir mal die „Dicke“ dieser Gläser anschaust, dürfte auch dir klarwerden, dass für Displays keine besondere Lichtdurchlässigkeit nötig ist.

    Im Übrigen spielt die Transparenz bei Gläsern für deren Lichtdurchlässigkeit nur eine untergeordnete Rolle, weil die Lichtbrechung der viel stärkere Effekt ist, der zum Helligkeitsverlust führt. Die Gläser müssen also entspiegelt werden. Hohe Transparenz braucht man nur bei Anwendungen wie Lichtwellenleitern. Aber da „guckt“ man auch nicht durch 0,5 mm dünne Gläser, sondern durch kilometerlange.

    Und zum Schluss noch der Hinweis, dass Gorillaglas und das Superfest-Glas identisch ist. Alumosilikatglas bei 400 Grad C mit Kaliumsalz behandelt. Nur der Markenname ist unterschiedlich. Und auch nur der ist geschützt. Das Verfahren ist inzwischen patentfrei.

    Kurz: Du hast zwar von Physik und Chemie keinerlei Ahnung, aber hast wenigsten eine eigene Meinung. Aber die interessiert keinen.