Commodore C64 in Neuauflage

1982 erblickte er das Licht der Welt und war bis Ende der 80er gefühlt in jedem zweiten Haushalt anzutreffen. Der C64, auch liebevoll Brotkasten genannt, war für eine ganze Generation der Einstieg in die Computerwelt. Diejenigen von euch, die zuviel Kohle haben, die können sich bald Retro-Feedling erkaufen. Der große alte Name Commodore huscht mal wieder durch die News. Bereits im März haben die Jungs angekündigt, den Commodore aufleben zu lassen – in neuen Design und mit „aktueller“ Atom-CPU. Danach wurde es wieder still und man hörte nichts, wahrscheinlich wollte niemand den Hobel kaufen, warum auch?

Um jetzt noch ein wenig Buzz zu erzeugen, will man nun die Hardware in „alte“ originalgetreue Gehäuse stopfen. So wird man einen Intel Atom D525 mit 1,80 GHz verbauen, der von 2 GB Arbeitsspeicher und einer NVIDIA ION-Grafik unterstützt wird. Auf dem System ein angepasstes Linux und ein C64-Emulator. Auch Windows kann man als System auf der Festplatte installerein. Preise stehen noch nicht fest. Nicht einmal ich würde mir diese Kiste besorgen, selbst wenn sie spottbillig wäre. Ein Retro-Feeling will bei mir in keiner Weise aufkommen, bei euch etwa?  Ach so: ihr könnt auch noch C64-Spiele online daddeln 🙂

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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31 Kommentare

  1. Mein C64 steht noch im Zimmer <3
    Schön aufgemotzt mit VGA Wandler, Interne Lautsprecher, Integrierten Resetknopf, Wahl zwischen 4 Systemen (SpeedDOS etc.).
    Nur meine 1541-II mag langsam nedmehr 🙁
    Zum Glück hab ich das Wichtigste auf Datasette.

    Das Original Feeling hat man mit dem Brotkasten mit Atom CPU nicht, würde es nichtmal geschenkt wollen.

  2. Also wenn ich Retro-Feeling haben möchte, hole ich mir meinen originalen C64 vom Dachboden. Das Teil läuft sogar noch. Nur die Software auf den ganzen 5 1/4 Zoll Disketten ist mittlerweile dahin.

  3. Das ist meiner! Welche Wonne… 😉

  4. Nach Caschy’s Artikel hole ich mir meinen guten alten C64 inkl. Datasette und Floppy Drive mal wieder über Weihnachten vom Dachboden … jetzt werde ich gleich richtig sentimental … 😉

  5. Wenn ich das Retrofeeling des C64 haben möchte, gehe ich zum Schrank im Büro, und hole mir einen originalen C64 da heraus. 🙂

  6. Commodore C64 … – ja, das war’n noch Zeiten, damals. Die meisten Leute haben das Ding ja als Spielzeug verwendet. Für mich war es ein wichtiges Werkzeug für meine Arbeit mit einem Luftimmissionsmesswagen. Damit wurden die Messdaten der Luftanalysatoren erfasst und auf der dazugehörigen Datassette aufgezeichnet. Auch die Datenerfassungssoftware war auf einer handelsüblichen 30 Minuten Tonbandcassette gespeichert: Nach der Ladezeit von knapp 20 Minuten und dem anschließenden, ebenso lange währenden Verify konnte es auch schon losgehen – vorausgesetzt, Verify meldete keinen Fehler. In dem Fall hieß es zurück zum Start, und das Spielchen wiederholen.

    Angefangen bin ich bei der Luftschadstoffmesserei aber mit einem Vorgänger des Brotkastens, einem Commodore VC20. Als „Monitor“ kam dafür ein kleiner portabler Schwarz-Weiß-Fernseher zum Einsatz, der sein Bildsignal über einen Video/HF-Wandler erhielt. Als wir dann den C64 erhielten, war das der ultimative Quantensprung – damals, in den guten, alten Zeiten. Mit der nächsten Aufrüstung gab’s dann den ersten XT-PC – mit zwei eingebauten 360kb Floppy-Laufwerken: Eines für die Datenerfassungssoftware (selbstgestrickt natürlich; mit GW-Basic) und eines für die Datenaufzeichnung. Die Kids, die heute über ihre PCs mit ihren „lahmen 3 GHz“ CPUs maulen und denen bereits eine 2 TB Platte nicht mehr groß genug ist, die haben keinen blassen Schimmer davon, wie das damals alles einmal angefangen hat.

    Was die geplante Retro-Auflage angeht, halte ich davon ebensoviel, wie von der Behauptung, der VW-Beetle sei der Nachfolger des VW-Käfers: Nur ein „Käfer“ ist ein „Käfer“ … – Jeder Versuch einer Retro-Auflage ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.

    Eigentlich hatte ich heute aber einfach einmal Danke sagen wollen. Ab und zu schaue ich in deinem Blog vorbei, und habe dabei schon viele interessante Tipps und Anregungen mitgenommen, auf die ich sonst wohl nicht so ohne weiteres gekommen wäre.

    Ich wünsche dir ein paar schöne Feiertage und alles Gute für das neue Jahr 2011.

  7. Im Vergleich zum alten (modernen) Desing ist das aktuelle (originale) aber viel besser geeignet um „Retrofeeling“ zu erzeugen. Wenn der dann noch nen normalen TV-Ausgang hat… aber brauchen tue ich ihn auch nicht. 😉

  8. C64 disks gratis!! Meine Mutter entrümpelt gerade meine alte Bude und zum wegwerfen sind die doch zu schade 🙂

    mfg

    falk

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