Cloudspeicher MEGA: 217.500 mutmaßliche Copyright-Verstöße

Der Cloudspeicher MEGA scheint für viele Benutzer interessant zu sein. Satte 50 Gigabyte Speicherplatz bekommt der normale Nutzer kostenlos spendiert. Bislang existieren Apps für Windows und Android, die die Verwaltung des Speichers möglich machen, ferner gibt es die Möglichkeit, im Browser zu agieren. Neun Monate nach dem Start gibt es nun einige Zahlen von MEGA-Gründer Kim Schmitz.

mega

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In den letzten neun Monaten wurden insgesamt über 435 Millionen Dateien in den Cloudspeicher übertragen, doch das Angebot lockt natürlich nicht nur Menschen an, die das Angebot legal nutzen. 0,05 Prozent mutmaßliche Copyright-Verstöße wurden bislang gemeldet, angesichts der MEGA-Vorgeschichte könnte die Dunkelziffer natürlich um einiges höher sein.

MEGA als reiner Cloudspeicher soll nicht das letzte Husarenstück gewesen sein, ein sicherer Messenger und ein E-Mail-Dienst soll sich ebenfalls in der Planung befinden. Auch hier könnte sich die Megaupload-Vorgeschichte als Bremse herausstellen.

Meine Meinung: MEGA hat einiges, was die Nutzung attraktiv macht. Vernünftiges Webinterface und ansprechende Up- und Downloadgeschwindigkeiten. Dennoch kommt für mich derzeit eine ernsthafte Nutzung des Dienstes für wichtige oder sensible Daten nicht infrage.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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21 Kommentare

  1. Bjørn Max Ph.D. says:

    Ich würde einfach mal behaupten jeder Filehoster hat mit dem Problem der Copyright Verstöße zu tun, doch bei Mega fällt einem wie im Artikel schon erwähnt Megaupload wieder ein.

  2. „Dennoch kommt für mich derzeit eine ernsthafte Nutzung des Dienstes für wichtige oder sensible Daten nicht infrage.“

    Geht mir genauso .. allerdings kommt dafür überhaupt kein Anbieter in Frage. Mega nur halt noch weniger als die anderen 😉 Ich hab meine eigene Minicloud durch meinen Pi umgesetzt.

  3. Also ich nutze Skydrive und deswegen liegen meine Daten nich bei Mega aber ganz ehrlich ich traue Kim Schmitz noch am ehesten meine Daten an. Ich kann verstehen wenn man Mega aufgrund fehlender Apps Programme Funktionen etc nicht nutzt wie ich ja auch. Aber wegen Kim Schmitz sicher nicht weil er hat ja selber ein großes Interesse, dass meine Daten sicher sind.

  4. mercatura-it says:

    Interessanter Artikel – Mir war gar nicht bewusst, dass soviele Copyright Verstöße bei MEGA stattgefunden haben.

  5. Letztens (vor ein paar Wochen) bekam ich einen MEGA-Link zum Download von Dateien. Von einem „vernünftigen“ oder auch nur „nutzbaren“ Webinterface habe ich dabei nichts gesehen, nur eine riesige Java- oder Flashspielerei ohne vernünftige Downloadfunktion und mit vielen Bugs. Oder gibt es zwei UIs?

  6. Ganz ehrlich: auf einschlägigen Download-Verzeichnissen habe ich NOCH NIE auch nur einen Link entdeckt, der auf MEGA verwies.
    Depositfile, Rapidgator, Uploaded etc. sind doch die Hoster, auf die permanet verwiesen wird.

    Ich finde MEGA gut, da liegen Backups meiner Daten (Filme, Musik, Fotos, …) in sicherer, verschlüsselter Form – und keiner kann mitlesen 🙂

  7. @Sebastian
    Bei mir ist alles bestens, funktioniert einwandfrei und schnell.
    Ich gehe mittlerweile über die Chrome-Extension rein, ist aber gefühlt kein Unterschied zum Zugang über Webinterface.

  8. 217500 Verstöße – naja, das ist jetzt halt die BILD-Schlagzeile?

    0.05% hört sich seriöser an und das ist eigentlich keine Meldung wert … die Zahlen dürften bei allen anderen ähnlich sein

  9. @Manfred hab ich mir auch gedacht

  10. Hi Caschy, ich finde die öffentlichen Verstöße dagegen auch nicht unbedingt so nennenswert. Ich hatte hier auch schon darüber berichtet: http://www.freizeitcafe.info/die-graue-eminenz-begluckt-uns-in-2-tagen-wieder-kim-com-kommt/#more-10647
    und kam letztendlich zum gleichen Ergebnis wie Du. Liebe Grüße aus Bochum,der Chris vom Bloggerherz/Freizeitcafe

  11. 2 Dinge sind dabei schade,

    bei Mega find ich schade, dass nichts aus den Plänen wurde MU Lifetime Member zu entschädigen.

    Hier finde ich es mittlerweilen schade, dass nicht mehr auf technische Fakten draufankommt, sondern wohl um möglichst viele Bildüberschriften bis Ende Jahr zu sammeln.

  12. Ich nutze MEGA gerne für Backups. Kenne kein anderer Anbieter der mir 50GB zur Verfügung steht. Ist super für Datenbank Backups etc.

  13. besucherpete says:

    @Manfred: Als normaler User hat man ja im Grunde keine Möglichkeit, diese Zahlen zu überprüfen, aber nach meinen langjährigen Erfahrungen dürfte 0,05% eher den Anteil der legalen Dateien bei den einschlägigen Hostern treffen.

    @Max:Schau Dir mal Box.net an, da gibt es auch immer wieder mal die Möglichkeit, 50 GB zu bekommen. Insbesondere die Möglichkeit, Dateien per E-Mai dort abzulegen, finde ich äußerst interessant. Sowas vermisse ich bei anderen „großen“ bzw. bekannten Anbietern wie etwa Dropbox.

  14. Kim Schmitz aka Kim Dotcom aka Mr. Megaupload hat mit seinem neuen Dienst Probleme mit Copyrightverletzungen?

    Is nich wahr…..

  15. @besucherpete Mega eignet sich doch überhaupt nicht dazu illegale Dateien im Internet zu verbreiten, weil die Anzahl der Klicks auf einen freigegebenen Link stark beschränkt sind also find ich die Zahlen sehr realistisch.

  16. Es gibt auch iOS Apps warum wird Windowd und Android erwähnt und iOS nicht?

  17. @Max: box.net bietet 50gb. hab da noch paar accounts, aber nutze es irgendwie nicht…

  18. Euer Beitrag ist für mich haltlos nennt mir einen alternativen Anbieter der dass bietet was Mega und ich steig ein.

  19. bei box.net gibts leider nur 10 GB umsonst, oder wie kommt man an 50gb dauerhaft ? war das ne einmalige Aktion ? wäre interessiert..

  20. Für die privaten Daten: alternativ eine Synology NAS an den heimischen Router hängen und private Cloud mit beinahe unbegrenztem Speicher nutzen.
    Kostet ein paar Euro Investition – macht aber so herrlich unabhängig und ist vergleichsweise sicher. .)

  21. Ich habe immer noch nicht herausgefunden, warum Wuala so selten erwähnt wird, wenn es um „sicheren“ Cloudspeicher geht. Die Daten werden vor dem Upload verschlüsselt, das Passwort verlässt nie den eigenen PC. Wuala wurde an einer TH entwickelt. Einziger Wermutstropfen: Die Implementierung des Verschlüsselungs-Algorithmus ist nicht open source.

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