Caschys Blog

Cisco WebEx Desk Camera: Teure aber potente Webcam ausprobiert

Vor etwas weniger als zwei Jahren – genauer gesagt am 1. April 2020 – habe ich meinen Arbeitgeber gewechselt. Das Vorhaben fiel mitten in den Beginn der Pandemie mit Lockdowns und so weiter. In der ganzen Zeit bin ich nicht mehr als 10 Mal im Büro gewesen. Alles findet per Videotelefonie und virtueller Zusammenarbeit statt. Bei vielen Menschen – insofern möglich – verschob sich der Arbeitsmittelpunkt in die heimischen Gefilde, was den Markt für Konferenz-Tools und Webcams boomen ließ. Cisco ist schon länger am Markt tätig und man hat mit WebEx auch eine eigene Lösung für Videokonferenzen am Start. Dazu gibt es auch eine Webcam, die ich euch heute vorstellen möchte. Ich hatte Gelegenheit, die Cisco WebEx Desk Camera auszuprobieren.

Technische Daten der Kamera

Wenn ihr die Kamera erwerbt, bekommt ihr eine Kartonbox, in der die Kamera selbst, ein USB-A-zu-USB-C-Kabel, ein USB-C-zu-USB-C-Kabel und etwas Papierkram verstaut sind. Die Kamera selbst ist sehr gut verarbeitet. Der genutzte Kunststoff fühlt sich keinesfalls billig an und hat eine ordentliche Textur. Am Kopf ist der Schriftzug von Cisco aufgedruckt worden und im „Nacken“ des Gerätes hat man den USB-C-Anschluss platziert.

An der Unterseite findet man den Fuß, der klappbar ist und dazu genutzt werden kann, um die Webcam wie üblich auf den Monitor aufzusetzen und entsprechend abzustützen. Die genaue Ausrichtung der Kamera ist ein Klacks, da die Scharniere entsprechend flexibel, aber doch steif genug sind.

Wer die Kamera auf einem Stativ betreiben möchte, kann das auch tun, denn ein passendes Gewinde wurde ebenfalls verbaut.

Die Kamera selbst ist zertifiziert für Windows Hello und besitzt entsprechende Sensorik, die man hinter der Verglasung jedoch kaum sieht. Wirklich sichtbar sind nur das Lock für das Mikrofon, die Kameralinse selbst und das mechanische Cover, das ihr – wenn es mal wirklich privat zugehen soll – über die Kamera schieben könnt. Wenn die Webcam aktiv ist, zeigt euch eine kleine LED allerdings auch den Status an.

Zur Webcam gibt es auch eine Software, mit der sich allerlei anstellen lässt. So könnt ihr dort Bildeinstellungen zur Farbe, Sättigung und mehr vornehmen, aber auch wichtige Videooptionen wie die Auflösung, die Bildwiederholrate oder etwa den Aufnahmewinkel festlegen. Funktioniert alles fehlerfrei, braucht man aber nicht häufiger als ein- oder zweimal für das initiale Setup.

Die Kamera als solche ist bei mir innerhalb von Microsoft Teams, Zoom und WebEx im Einsatz, wobei ersteres täglich genutzt wird und gut mit der Kamera harmoniert. Die Videoauflösung ist dabei hervorragend und auch die Farben werden originalgetreu wiedergegeben. Was mir auch gut gefällt, ist die Tatsache, wie die Kamera mit Gegenlicht umgeht. Sie kann dieses gut kompensieren und erzeugt ein natürliches Bild, ohne zu helle Flecken darzustellen. Bei billigen Modellen hat man dann ab und an das Phänomen, dass das Bild viel zu hell ist, ausgebrannte Bereiche hervortreten und die Bildqualität generell deutlich leidet. Ist hier nicht der Fall und generell macht die Kamera einen sehr guten Job.

In puncto Audio kann man ebenfalls nicht meckern. Die Mikrofone sind für eine Webcam sehr ordentlich, können mit denen eines Headsets aber logischerweise nicht mithalten. Generell nutze ich das Kameramikrofon sowieso fast nie, da immer ein Headset auf meinem Kopf sitzt. Wer jedoch eher frei unterwegs sein möchte, kann die eingebauten Mikrofone gut nutzen.

Ein Fazit zur WebEx Desk Cam? Die Kamera gefällt mir sehr gut und steht der Konkurrenz in nichts nach. Ich würde im direkten Vergleich zur Brio von Logitech sogar behaupten wollen, dass die Kamera besser abschneidet und mit dem mechanischen Kamera-Cover auch noch ein zusätzliches Privacy-Feature vorzuweisen hat.

Ansonsten sind die beiden Konkurrenten auf Augenhöhe. Auch preislich liegen beide bei knapp 140 Euro. Doch man muss ja nicht unbedingt zu 4K-Modellen greifen. Gute Modelle sind auch im zweistelligen Preissegment zu finden, da entscheiden euer Portemonnaie und eure Ansprüche am Ende. Mit der Cisco-Webcam macht man aber sicher keinen Fehler.

 

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