Chrome OS: nun mehr als ein Browser

Mitte März berichtete ich davon, dass Googles Chrome OS einen Window-Manager bekommt. Aura heißt er und er soll dafür sorgen, dass das System einfacher zu nutzen ist – sich vielleicht nach Betriebssystem und nicht nur nach Browser anfühlt. Nun ja, was soll ich sagen? In der aktuellen Developer-Version ist nun Aura fester Bestandteil von Chrome OS und Google hat damit zumindest optisch ein System ins Rennen geschickt, dass an ein Betriebssystem für die Massen erinnert, inklusive Taskbar und Co.

Wie immer ist der Spaß webbasiert, auch wenn viele Apps mittlerweile Offline-Support bieten. Es ist interessant zu beobachten, was in der Technikwelt passiert, gerade in Hinblick auf Chrome OS und Android. Android und Linux haben vor gar nicht langer Zeit wieder den Weg zueinander gefunden. Freund Linus hatte vor kurzem den Kernel 3.3 freigegeben. Das Update integriert ein paar Android-Subsysteme, sodass sich Android-Kernel und Main Branch wieder annähern.

Tja, was ich immer predige: nicht das Linux, welches wir für gewöhnlich als Linux kennen wird den Durchbruch auf dem Desktop schaffen, es sind Dinger wie Android, die irgendwann vielleicht Microsoft & Co Konkurrenz machen. Ach so, Chrome OS: mit Fenster-Manager schon recht klasse, oder? (via)

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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23 Kommentare

  1. Ich glaube eher, dass Linux einen Durchbruch erleben wird, wenn M$ wackelt. Etwa weil sie eine schrottige Windowsversion veröffentlichen und darauf beharren…..
    Wer hat da „Windows 8“ gesagt?

  2. Gefällt mir richtig gut, habs grad auf meinem Chromebook angeschaut…

    Sieht besser als Windows aus, find ich!

  3. @m3adow
    ich denke dass wird Apple wieder einmal mehr merken als Linux 🙂

  4. @Pietz
    lol und was verwendet Apple? Auch nichts anderes wie ein aufgebohrtes Unix mit Profi Support ;p
    Außerdem ists doch auch völlig egal welches System zum Einsatz kommt… am Ende entscheidet doch die Usability und die Kompatibilität zu dem System, was am meisten eingesetzt wird.. was dank Windows 7 64 bit (total verbugt) und dem Windows 8 Ribbon (Alias hochauflösendes Windows 3.11 :p) wohl über kurz oder Lang nicht mehr an M$ geht ^^
    Zocken war oft noch ein Thema, aber das macht doch Heute fast jeder Per Konsole und Ob ich Office nun auf nem Cloud OS, Mac, Linux oder Windows starte interessiert mich doch nicht ^^

  5. Was ist denn das Linux, wie wir es kennen? Für mich ist es ein Sammelbegriff von vielen erfolgreichen Betriebssystemen – egal ob im Serverbereich oder ob man Android betrachtet. Oder eben Chrome OS.

  6. Dann gibt es bestimmt auch bald ein paar native Apps. Wahrscheinlich wohl vorerst nicht von Google sondern durch die Community.
    Dropbox wäre ein gutes Beispiel dafür das nativ besser wäre.

  7. Christoph B. says:

    Linux setzt sich erst durch wenn es Spiele und Programme zb von Adobe unterstützt.

  8. @Sebastian: Das „wir“ steht in dem Fall für die breite Masse. Besonders kluge und computererfahrene Menschen wie du sind da natürlich nicht einbezogen.

  9. Mike Lowrey says:

    Linux ist ein Kernel – da ist egal ob der in Android steckt, in meinem Toaster oder Kühlschrank.

    Linux hat bereits Erfolg – dafür braucht es kein Desktop OS auf Basis von Linux.

  10. Gartenzwerg says:

    Wer an meiner Uni „Linux“ sagt, ist ein Nerd und wird auch so behandelt. Immer diese Kulturwissenschaftler mit ihren Volumenlizenzen von Microsoft!

  11. Aura sieht aus wie Windows.

  12. hm… nach den ersten blicken auf windows 8 werd‘ ich mich über kurz oder lang komplett auf linux einschießen… windows 7 is eigentlich ok für mich, bevormundet mich aber dann doch zuviel und der trojaner und virenmüll nervt auf dauer ungemein… einzig coreldraw würd ich vermissen (und nein – inkscape is nich so meins) chrome-os macht wenig sinn, solang man nich die möglichkeit hat (in einer entsprechenden geschwindigkeit) allways-on zu sein… deswegen tendiere ich richtung debian… irgendein buntu wird sich schon finden 🙂

  13. So gern ich Andorid und Open Source mag:

    Ich glaube nicht, dass ich mit einem Linux schneller Arbeiten kann, als mit einem Windows. Auch nicht in den nächsten 10 Jahren. Immerhin kann ich jetzt noch mit Windows XP besser/produktiver arbeiten als mit jedem Linux und das ist auch schon ~10 Jahre alt.

    Und diese 10 Jahre verschaffen M$ die Möglichkeit 3 Versionszyklen durch zu bringen. Wenn sie es in dieser Zeit nicht schaffen, das bisherige Windows 7 zu überbieten und besser zu machen, dann werfe ich mal wieder einen Blick auf die Linux Welt.

    Bis wirklich kein Windows Freund. Ich hasse es mit M$ Produkten zu entwickeln. Aber im Linux mit der Konsole rum zu machen ist noch viel schrecklicher. Nur weil die Linux Entwickler es nicht schaffen alle Funktionen auf einen GUI zu packen.

  14. Man Leute, seht doch mal nen bissle mehr über den Tellerrand!
    Wenn ChromeOS die breite Masse erreichen sollte dann wird es genauso Ziel von Viren-/Trojanern werden!
    Windows hat schon nen bissle mehr zu bieten als nur DirectX-/OpenGL Spiele mit Monsterdetails. Windows 7 x64 läuft sowas von stabil bei mir wo XP mir wahrscheinlich 100 mal den BSOD gezeigt hätte (ähnlich mit FCs unter Eclair).

    Der Vorteil der Konkurrenz für uns alle, jeder bekommt was er braucht und die Firmen strengen sich an es uns Recht zu machen! 😉

  15. Wozu brauche ich denn einen Fenstermanager auf einem Chromebook? Ergibt doch gar keinen Sinn für mich. Hat das einen praktischen Nutzen oder muss ich dann blos einen Klick mehr machen, bis ich den Browser oben habe?

  16. Habe den Sinn von ChromeOS immernoch nicht verstanden.
    Besonders lightweight ist es garnicht und man benutzt vorallem Browser Apps? Und was ist wenn man nicht dauerhaft online sein kann? (mit Laptop unterwegs)
    Lieber ein Debian Netinstall mit LXDE oder E17.

  17. @Novo: muss man vielleicht ausprobiert haben… Manche Dinge erschließen sich einem erst, wenn man sie mal tatsächlich genutzt hat.

  18. @Novo: Die Zukunft sieht doch eh so aus, dass man irgendwann von überall irgendwie ins Netz kommt. Ist doch mit Smartphones heute schon zum großen Teil der Fall… Cloud Computing ist halt das Stichwort.

    Chrome OS soll gar keine Konkurrenz zu Windows oder ähnlichen Systemen sein.

  19. Apple ist für mich das bessere Linux

  20. @passsy
    Man kommt mit vielen Linux Distrys (z.B. Ubuntu) auch gut ohne Konsole aus, aber vieles geht über die Konsole halt schneller als über die GUI, bis ich z.B. unter Ubuntu den Softwaremanager gestartet habe sind viele Programme per Konsole bereits installiert und selbst per Software GUI Manager geht es schneller als die Software unter Windows z.B. von Chip Online herunterzuladen und zu installieren. Das meiste was ich unter Linux über die GUI mache ist den Tankmanager (top da schön schlank) und das Administrieren meines Linux Servers (Dockstar) per ssh. Software deren (Paket)Name ich kenne installiere ich auch per apt-get aber ansonsten geht das meiste per GUI und dank der schlichten aber hilfreichen Gnome 3 GUI arbeite ich in manchen Szenarien (z.B. wenn ich mit mehreren Anwendungen arbeite) auch schneller als unter Windows. Aber wer sich nicht um-gewöhnen will und vor allem wer nicht auf seine „Windows Software“ (Spiele, „Professionelle Software“) verzichten will/kann der ist bei Windows einfach besser aufgehoben.

  21. Toll, wenn man nur eine Office-Suite und Browser benötigt. Nutze Linux schon lange als Dualboot Alternative zu Windows, Chrome OS scheint hier konsequent auf das Terminal und Server-Funktionen zu verzichten, der eingeschlagene Weg gefällt mir.

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