Chrome OS: Neuer Anstrich und günstigere Chromebooks

Der geneigte Leser weiss: ich bin Google-Fan. Aber: das Chromebook fand ich persönlich einfach nur Quark – bzw. semi-gut. Das kann ich nur auf mich beziehen. Das Chromebook und das dazugehörige Chrome OS bieten mir die komplette Fülle des Webs. Das ist klasse, für mich allerdings nicht ausreichend, da ich den „Luxus“ lokal installierter Programme schätze. Fakt: es gibt nicht alles als Web-Dienst und das wird es in absehbarer Zeit auch nicht geben.

Es mag Menschen geben, auf die passt das Chromebook wie der sprichwörtliche Arsch auf den Eimer. Aber: ich kenne nur zwei Personen (hallo Martin & Thorsten!), die ein Chromebook nutzen. Der eine programmiert, der andere macht SEO-Gedöns. Wie auch immer: ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass im Hause Google das Chromebook als Erfolg angesehen wird. Es ist wahrscheinlich das in Hardware geschlagene Buzz. Deswegen hat man sich gleich dazu aufgerafft, ein neues Chromebook auf den Markt zu werfen. Des Weiteren bekommt das Chrome OS einen frischen Anstrich:

So sieht der Spaß also in Zukunft aus, wer aktuelle Chrome-Versionen benutzt, der wird das sicherlich grob kennen. Neues Login & eine frische Ansicht der installierten Web-Apps. Neben den Neuerungen sind die alten Books (bislang nicht hierzulande) günstiger geworden, so schlägt zum Beispiel das Samsung- oder das Acer-Chromebook, die ich hier im Blog schon vorgestellt habe, mit umgerechnet 230 Euronen zu Buche. Ein anständiger Preis für die Hardware, wirklich.

Das neue Chromebook wird ebenfalls von Samsung sein, ist allerdings ohne UMTS. Bei den Spezifikationen bleibt alles beim alten: 12.1 Zoll großes, mattes Display mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln, 16 GB interner Speicher, Intel Atom Dual Core, 2 x USB 2.0 und 4-1 Kartenleser. Hier mal Googles neuer Spot zum Chromebook:

Chromebooks. Ich glaube bislang nicht an einen Erfolg. Ihr etwa?

Auch zum Thema: netbooknews, Google Blog, Read write Web.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

19 Kommentare

  1. Ich hätte gedacht, dass gerade Du als fulltime-Blogger ein solches Gerät benutzen würdest. ICh war kurz am überlegen, ob ich ein solches Book holen sollte, aber wenn man dauernd auf Internet angewiesen ist – in den meisten Fällen – bringt es mir nichts. In den Orten wo ich mich herumtreibe ist die UMTS Abdeckung ziemlich schlecht. Ebenso stören mich, genau wie es dich stört, dass es kaum lokale Anwendungen gibt.

    Für only-Webfreaks, so denke ich, sind die Chromebooks sicher eine nette Alternative. Aber auch nur, wenn die Akkulaufzeit für unterwegs stimmt (hast du da irgendwelche Zahlen für mich?). Wer (regelmäßig) Live-Reports bloggt / twittert etc. ist mit so einem Gerät gut bestückt.

  2. Booooom …. ohje …

  3. Gerade fürs Bloggen ist das Ding ungut. Ich will schnell Bilder verkleinern, bearbeiten und und und. Ohne diese zu einem Webdienst zu laden. Das bekomme ich nicht in den Flow.

  4. Oh. Stimmt. Ich war gerade nur aufs reine „texten“ versteift. Bildbearbeitung via WordPress und Co. würde im Notfall ja auch gehen, aber wohl wesentlich eingeschränkter…. Das stimmt wohl.

  5. Bei mir (Raum Frankfurt, DSL 1&1) ist der Clip nicht zu sehen, Youtube ist seit heute morgen nicht erreichbar.

    Gehts jemandem genauso?

  6. Hmm, die vorgestellten Screens sind seit ca. 2 Wochen Realität oder ich habe das, was du als Zukunftsmusik vorgestellt hast, nicht verstanden.
    Ich mag das Teil. Womöglich, weil ich kein Tab habe und somit Couchtwittern, -surfen usw. erst durch das Chromebook möglich gemacht wird.
    Unerklärlich finde ich jedoch, dass aus der Hardware nicht mehr rausgeholt werden kann bzw. darin nicht mehr investiert wurde, ruckelndes Websitescrollen und stockende Videos passen so gar nicht in die heutige Zeit.

  7. Moment mal. Das klingt irgendwie nicht so, als gäbe es die neue ChromeOS-Version auch auf alten Geräten…?

    Edit: ok, bei toms3n klingt es dann doch wieder so – dann war das wohl nur „falsch verstanden“.

  8. Für mich wäre es auch nichts aber meinen Eltern würde ich beispielsweise solch ein Gerät hinstellen. Allerdings wäre denen dann wieder das Display zu klein weshalb ich das ganze in einer kleinen wohnzimmerfähigen Box besser finden würde.

    Die Wartungsfreiheit und der direkt Zugriff auf das Web ohne irgendetwas anderes drumherum ist halt für manche Anwendungsfälle schon etwas feines.

  9. Ja für meine Eltern oder als zweitOS für den Laptop meiner Freundin, die auf dem Teil eh meist nur Chrome anwirft um dann zu surfen, an sich perfekt… aber das Ökosystem drumherum ist irgendwie noch nich so toll

  10. markulatura says:

    gibt es denn keine Möglichkeit, da irgendein OS fraufzubügeln? Kann ja nicht so schwer sein eigentlich.

  11. Also Chrome OS ist schon nicht schlecht, das ist auch auf jeden Fall für was ältere Leute. Da es einfach zu bedienen ist und es noch keine wirklichen Viren Probleme gibt 🙂

  12. Für die 230€ nicht schlecht. Kann man ja immer noch ein anderes Betriebssystem installieren

  13. Bei den 230€ sind aber die MwSt noch nicht mitberechnet? Kommt mir so wenig vor

  14. Ich find’s gut. Bei mir läuft eh nur 24/7 der Browser, und ich ärger mich eigentlich stetig über die Redundanz, die ich durch das fette OS (Win7) zu verwalten habe, obwohl ich es nicht nutze.

    Wenn es wirklich nur EUR 230,- kostet, dann schenk‘ ich es mir wohl zu Weihnachten…

  15. Hab nen Chromebook. Ich persöhnlich finde den alten Login Screen schöner, hatte mehr Style (Boah, ich hasse dieses Grau ._.)
    Naja, meiner Mum gefällt das Chromebook, da sie eh nie andere Programme benutzt, PDF usw kann Chrome ja von haus aus.

  16. Am Anfang hatte ich mich ziemlich auf die ersten Geräte gefreut, nachdem die Preise bekannt wurden ist dies schnell verflogen. Mittlerweile glaube ich nicht mehr an einen Erfolg, obwohl ich das Konzept immer noch interessant finde…

  17. Also, wenn ich das aus den Kommentaren richtig herauslese, dann sind alle begeistert, die browsende Schwestern und ältere Eltern/Großeltern haben, nach dem Motto „die brauchen eh‘ nicht mehr und die können auch nichts kaputtmachen an dem Teil“. Ich fürchte aber, dass das nicht Googles Ansatz war und sie bestimmt nicht nur diese Zielgruppe im Kopf hatten.

    Für mich ist das Ganze ein dermaßener Rohrkrepierer, dass mir die Worte fehlen. Ein ‚runtergekrüppeltes System, bei dem sich ambitionierte User eigentlich nur die Frage stellen „da kann man doch sicher auch ein anderes OS aufspielen, oder?“

    Es ist anno 2011 immer noch ein Trugschluss, dass alles online erledigt werden kann. Denn wenn das Netz nicht funktioniert, dann kann man so ein Chromebook eigentlich nur als Frühstücksbrettchen benutzen. Abgesehen davon, man will auch nicht alles online erledigen…

  18. @Martin: Jep, denk ich auch. Vor allem da Google spezielle reduzierte Preise für Schulen usw hat.
    Ich benutze das CB meistens wenn ich mal kurz Emails gucken will vor der Schule, startet wesentlich schneller als Windows.

    Was ich aber auch finde, dass es wie perfekt auf ältere Menschen (Oma, Opa) aber auch für sehr Junge Menschen zugeschnitten ist. Diese können sich dort austoben ohne sich einen Virus zu fangen; Und Omas bzws Opas brauchen wohl nicht komplette Office Suiten, wenn sie nur mal kurz per Webcam ihre Enkel sehen wollen oder eine E-Mail schreiben wollen…

  19. Und wo bekomme ich das Chromebook für 230 Euro? Weil mein Arsch passt auf den Chromebook-Eimer, zumindest glaube ich das 😉