Chrome App Launcher integriert Kontaktsuche: die Infiltration des Desktops

Seit einiger Zeit bietet Google Chrome einen App Launcher an. Über dieses Startmenü, welches unter Windows und OS X lauffähig ist, lassen sich Chrome-Apps starten. Diese können mittlerweile on- sowie offline funktionieren.

Chrome

Wie der Launcher arbeitet, beschrieb ich hier und wie man die jeweiligen Packaged Apps verstehen muss, ist hier niedergeschrieben. Neuster Streich der Chrome-Macher? Man integriert in die Suche des Launchers auch noch die Suche nach Kontakten, schon bald sollen sich so direkt Mails verschicken lassen. Mutige dürfen innerhalb von Chromium unter chrome://flags den Punkt „enable-people-search“ aktivieren, um die Suche zu testen.

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Meine Meinung: Google infiltriert den Desktop. Immer mehr Google-Tools wandern so gefühlt auf den Desktop, wobei ein Großteil der Nutzung weiterhin nur online möglich ist. Und warum das Ganze? Der Masterplan ist natürlich, ChromeOS den Menschen schmackhaft zu machen. Man gewöhnt den Menschen lokale Apps ab, drängt sie zu Apps, die packaged On- sowie Offline-Funktionalitäten abbilden. Entsprechende Bandbreiten und gute Apps in der Zukunft vorausgesetzt, könnte ChromeOS für viele interessant sein.

Günstige Geräte gibt es ja bekanntlich schon und ein durchschnittlicher Benutzer wird wohl seine meisten Arbeiten mit einem ChromeOS-Gerät der 300 Dollar-Klasse abbilden können. Sicherlich – viele werden Google Chrome, den App Launcher und die Integration in OS X und Windows als Trojaner bezeichnen – aber die Sache ist einfach: man muss einfach arbeiten, besser sein als die Mitbewerber, damit ich Kunden auf meine Seiten ziehe. Für normale Benutzer dürfte momentan wohl Microsoft Windows 8, beziehungsweise Windows 8.1 das System sein, welches allem hinterher läuft. Alle andere machen meiner Meinung nach mehr.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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3 Kommentare

  1. trojanisches pferd trifft es ganz gut. für mich ist diese integration von den vielen diensten ein grund chrome den rücken zu kehren. bin seit längerem wieder mit firefox unterwegs, da mir der eingeschlagene weg langsam zu aufdringlich wird. möchte nicht so viele daten google antrauen – bzw. das vertrauen in google ist weg – seit eingen monaten.

  2. nachtrag: diese integration von persönlichen informationen macht es immer kritischer den browser im büro zu installieren. anders ist es am privaten rechner, wo menschen ohnehin ihre gmail-postfach nutzen …

  3. Naja, wer sich Chrome installiert, der muss sich halt bewusst sein, dass auf seinem Rechner auch noch ein wenig abgespecktes ChromeOS parallel läuft. Ist aber eigentlich nichts Neues.

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