Celsius Network: Krypto-Darlehnensgeber meldet Konkurs an

Im Krypto-Bereich sieht es derzeit noch schlechter aus, als im Aktienmarkt: Die Kurse brechen ein. Wer in die Spekulationsobjekte investiert hat, beobachtet sicherlich aktuell genau die Entwicklungen. Nun gibt es einen herben Schlag: Celsius Network, ein Krypto-Darlehnensgeber, ist pleite. Die Entwicklung hatte sich schon im Juni abgezeichnet, als das Unternehmen die Bestände seiner Anleger eingefroren hatte.

So berichtet das Wall Street Journal, dass Celsius Network einen Antrag nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts in New York gestellt habe. Zuvor hatte man sich als einer der größten Krypto-Verleiher am Markt etabliert. Jetzt sind offenbar Schulden in Milliardenhöhe zusammen gekommen. Das Geschäftsmodell war bisher, Krypto-Bestände von Anlegern anzunehmen und dafür feste Verzinsungen zu offerieren. Gleichzeitig verlieh man die so erhaltenen Coins gegen einen Obolus an Großinvestoren.

Der Crash im Krypto-Markt brachte Celsius Network dann in die Schräglage. Die versprochenen Renditen waren offenbar zu hoch, die eigenen Margen zu gering. Und die Hoffnung auf Wachstum platzte wegen der Krise. Celsius ist da nicht das einzige, betroffene Unternehmen. Vor kurzem musste etwa auch der Konkurrent Voyager Digital Konkurs anmelden. Gegründet wurde Celsius 2017. Ob nun noch eine Sanierung möglich sein wird, ist sicherlich fraglich. Nach Chapter 11 ist Celsius zunächst vor seinen Gläubigern geschützt, muss jetzt aber ein tragfähiges Konzept für die Zukunft erarbeiten.

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7 Kommentare

  1. Tja, wer glaubt, Renditen von bis zu 17% gibt’s im Kryptoumfeld risikofrei, der irrt halt. Das ist in anderen Märkten (Staats- oder Unternehmensanleihen) auch nicht anders. Da kriegt man auch nur für Junkbonds mehr als 10% Zinsen. Gier frisst Hirn. Gut so, wenn sich der Investmentsektor Kryptowährungen (eigentlich nur Bitcoin, der Rest sind Sh*tcoins) von diesen Glücksrittern entledigt. Langfristing kann sich Bitcoin dann zu einem seriösen Investment entwickeln, denn Bitcoin ist digitales Gold.

  2. Auch wenn die hodl Truppe was von Freiheit, Unabhängigkeit etc. faselte, sieht man immer deutlicher was für ein Zockersystem sich gebildet hatte.
    Und wie so üblich in solchen Systemen, werden die letzten die nicht rechtzeitig abspringen, von den Hunden gefressen.

    Das durch die Zockerei Unmengen an Energie verschwendet wird und Hardware verknappt, ist die eigentliche Sauerei in der Geschichte.
    Mit den Anlegern habe ich kein Mitleid. Wer sein Geld ins Casino trägt, trägt auch die Verluste.

    • Zockersysteme, Scams & Co hast du in jedem Geldsystem, egal ob Fiat, Gold oder sonst was. Dies hat nichts mit dem eigentlichen Gut zu tun sondern mit Menschen die andere abziehen wollen und denen die zu leichtgläubig sind.

  3. Sebastian says:

    Zunächst hat man sich das geld der Anleger selbst in die Tasche gelegt

  4. Schade um Bitwala…. haben massiv mit dem Ertagskonto geworben und es als besseres Sparbuch beworben. Habe da tatsächlich auch mal ein Jahr bei Celsius angelegt, bis ich aber nach der Wirecard Geschichte mal nachgelesen habe, wo meine Bitcoins hin wandern.
    Habe dann die Reißleine 2021 gezogen und alle Bitcoins wieder zurück in meine Wallet geholt, weil ich mir schon dachte, das sowas passiert.

    Dumm aber für die Leute, die auf das Marketing reingefallen sind und ihre Bitcoins jetzt eingefroren sind.
    Und schade um Bitwala, weil sie einer von wenigen sind, mit einem absolut Gratis Girokonto mit Visa Debit.
    Hoffentlich gehen die nicht auch mit Celsius unter alleine schon wegen dem Rufschaden.

  5. Das Sterben beginnt………
    Als hätte man es nicht kommen sehen 😉

  6. A) Altcoins haben 0 mit Bitcoin zu tun
    B) Das Bitcoin Netzwerk läuft seit über 12 Jahren ununterbrochen.
    C) wer Firmen oder anderen Beteiligten Bitcoin leiht hat nichts verstanden
    D) not your keys not your coins !

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