MediaMarkt und Saturn gehören beide zum Mutterkonzern Ceconomy. Letzterer stand schon vor der Corona-Krise auf wackligen Beinen, muss nun aber weitere Verluste hinnehmen. Als Konsequenz plant man die Entlassung von ca. 3.500 Mitarbeitern. Dabei soll auch die Entschlackung der Verwaltung im Vordergrund stehen. So führe man nun eine einheitliche Organisationsstruktur für Media Markt und Saturn ein.
In Österreich sind Media Markt und Saturn ja bereits verschmolzen. Nun könnte man so einen Schritt auf lange Sicht auch in Deutschland für möglich halten, da ohnehin bereits die Prozesse im Hintergrund vereinheitlicht werden. Die neue Organisation solle laut Ceconomy die Standardisierung von Prozessen vereinfachen und die Effizienz in den Landesgesellschaften erhöhen. Darüber hinaus werden regionale Ländercluster gebildet und bestimmte Länder organisatorisch zusammengelegt.
Europaweit geht man da ebenfalls ans Werk: In jedem der derzeit rund 1.000 Stores werde eine Standardorganisation eingeführt, die von einem Chief Customer Officer geleitet werde. Dabei sei auch ein Ziel, das Kundenerlebnis stärker in den Fokus zu nehmen und zu verbessern. Die Märkte an sich werden von administrativen Aufgaben entlastet, um sich stärker auf die Kunden auszurichten.
Mitarbeiter werden eine neue Mitarbeiter-App erhalten, die unter anderem Informationen zu Produktverfügbarkeiten und Mitbewerberpreisen, sowie Coupons und Video-Produktinformationen beinhaltet. Das soll ebenfalls für Kunden von Vorteil sein. Gleichzeitig werde man nun 14 defizitäre Märkte dauerhaft zu schließen. Die Zahl der europäischen Märkte könne sich in den kommenden Monaten darüber hinaus gehend nochmals leicht verringern.
Der Abbau der genannten 3.500 Vollzeitstellen werde laut Ceconomy vorwiegend im europäischen Ausland stattfinden. Man erwartet insgesamt durch die Tranformationsprozesse Einsparungen von über 100 Mio. Euro im Jahr. Diese werden mehrheitlich ab dem Geschäftsjahr 2022/23 wirksam werden.
