Canonical konnte ersten Smartphone-Partner für Ubuntu Touch gewinnen

Auch wenn Canonical mit seinem ambitionierten Crowdfunding-Projekt Edge scheiterte, kann das Unternehmen auf der Suche nach Hardware-Partnern einen ersten Erfolg vermelden. Mark Shuttleworth, Gründer von Canonical, teilt mit, dass der Status dadurch von Konzept auf Fertigung gewechselt sei. Der Hersteller wird leider nicht genannt, man befindet sich aber auch noch in Verhandlungen mit weiteren potentiellen Partnern, die Ubuntu Touch auf Smartphones ausliefern sollen.

ubuntu-touch

Große Wege will man bei Canonical auf dem mobilen Markt beschreiten. Ubuntu Touch soll kein Nischenprodukt werden, sondern täglich von vielen Menschen genutzt werden. Dies will man durch strategische Partnerschaften, zum Beispiel mit großen sozialen Netzwerken, erreichen. Man ist sich bei Canonical bewusst, dass es nicht einfach sei, sich gegen Android, iOS, Windows Phone und Firefox OS durchzusetzen.

Eine weitere große Chance für Ubuntu Touch sieht Shuttleworth in der Offenheit und Flexibilität des Systems. Entwickler können ihre Apps einfach anpassen, auch wenn man bei Canonical sehr gut weiß, dass dies nur geschieht, wenn sich das System durchsetzt. Und das wird auch der Knackpunkt sein, der berühmte Teufelskreis, den auch Windows Phone zu spüren bekam. Keine Apps, keine Verbreitung, keine Verbreitung, keine Apps. Canonical wird dies sicher nicht unterschätzen, man darf aber wohl gespannt sein, wie man sich als Big Player auf dem nahezu gesättigten Smartphone-Markt durchsetzen will.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

8 Kommentare

  1. Wenn es Geräte mit Docking-Station und vollständigem Ubuntu gibt, erscheint mir das System mehr, als konkurrenzfähig. Mindestens einen meiner Rechner könnte ich damit komplett ersetzen … und als Dual-Boot mit Android müsste man auch auf keine Apps verzichten.

  2. Werde es mir definitiv anschauen. Zumindest wenn die Version mit dem vollständigen Ubuntu auf dem Markt ist und wenn es genügend Apps gibt, wird es Android bei mir ablösen.

  3. Ich nutze fast ausschließlich Ubuntu und bin auch absoluter FAN! Ich sehe dem Ubuntu-Phone spannend entgegen, das Problem ist meiner Meinung nach, dass Canonical mit der Sache seiner Zeit voraus ist -> siehe Ubuntu-Edge.
    Dem Endnutzer geht es zu schnell. Plötzlich nur noch ein Gerät für Telefon und PC? 😀
    Sowas muss über 1-2 Jahre eingeführt werden, damit sich der „Pöbel“ daran gewöhnen kann.
    Das Edge ist auch mangels Marketing so gnadenlos untergegangen. 600 Euro und man weiß nicht genau was man dafür bekommt. Die hätten erst mal ein paar Tausend irgendwo verkaufen müssen….. „die Community heiß machen“…..

  4. UND:
    eine Dockingstation mit HDMI-, Audio- und USB-Anschluss hätte gleich mitgeliefert werden müssen. 😀

  5. Wenn dann noch eine x86 CPU verbaut ist, sind alle Linux Programme voll nutzbar und man trägt seinen PC in der Hosentasche, das wird in meinen Augen der große Vorteil.

  6. Das wäre auf jeden Fall nochmals ein Pluspunkt. Ich versuche eigentlich bis auf Matlab(für UNI) ausschließlich Open Source zu verwenden. Dann spielt das auch keine Rolle…..

  7. Mich interessiert das System auch sehr. Leider wird es im High-End-Bereich liegen (muss es wohl auch, bei den Anforderungen). da fehlt mir die Kohle. Deshalb wird mein nächstes Smartphone erstmal wieder Android sein. Falls die Sache mal günstiger wird, bin ich sofort dabei.

  8. coriandreas says:

    Bei der Nelson Mandela Trauerfeier hat selbst Barack Obama betont, wie wichtig Ubuntu sei ;-)))