Bus und Bahn: Einheitlicher eTarif NRW kommt

Neues aus Nordrhein-Westfalen. Da wurde der „eTarif NRW“ abgenickt. Mit dem landesweit einheitlichen elektronischen Tarif soll Bus- und Bahnfahren in Nordrhein-Westfalen einfacher werden. In einer gemeinsamen Absichtserklärung haben sich die Verkehrsverbünde verständigt, den neuen eTarif NRW gemeinsam umzusetzen. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Einführung des eTarif NRW laut Pressemitteilung mit insgesamt 100 Millionen Euro.

Mit dem eTarif NRW checkt der Fahrgast via Smartphone bei Einstieg in Bus oder Bahn ein und beim Aussteigen selbst oder automatisiert wieder aus. Der Ticketpreis für die Fahrt berechnet sich ganz einfach aus einem fixen Grundpreis und den Luftlinienkilometern zwischen Start und Ziel und wird über die jeweilige Mobilitäts-App des Kunden abgerechnet.

Kenntnisse über die einzelnen Tarife in Nordrhein-Westfalen sind nicht mehr erforderlich, um ein gültiges Ticket zu kaufen. Mit einer Preisobergrenze wird sichergestellt, dass Bus- und Bahnfahren in Nordrhein-Westfalen mit dem eTarif NRW in der Einführungsphase nie mehr als 30 Euro in 24 Stunden kostet. Das ist besonders bei längeren Fahrten quer durch Nordrhein-Westfalen ein Vorteil. Als Beispiel das „Schöner Tag Ticket NRW Single“: kostet sonst 31 Euro und gilt nur von 9 bis 3 Uhr.

Schon Ende 2021 bieten die Verbünde und Tarifgemeinschaften den eTarif NRW flächendeckend in ganz Nordrhein-Westfalen an. Die genaue Preisstruktur werden die Verbünde und Tarifgemeinschaften zeitnah erarbeiten.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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31 Kommentare

  1. „Schon Ende 2021“. Ein Trauerspiel. Schon sind noch 12 Monate!

    • Tobias Friede says:

      genau daran hab ich auch gedacht ….
      „Schon 2021“ ist schon peinlich genug.

      Der ÖP(N)V in Deutschland ist und bleibt mies ….
      Wenn ich da schon wieder die Preiserhöhungen ab 2021 bei uns in Braunschweig sehe….
      Die wollen ernsthaft 2,90€ für ein 90 Minuten Ticket im Stadtgebiet haben. Das sind 30 Cent mehr.

      Ich hab den Kundenservice gefragt ob die das ernst meinen oder sich verschrieben haben.
      Begründet wurde das damit das man jez ja dafür auch ein Tagesticket kaufen kann, das wäre günstiger mit 5,60€
      Aber ganz ehrlich wann fahre ich denn mal mehr als 2x am Tag? Idr. fahre ich entweder hin und zurück oder sogar nur eine Richtung und wann anders wieder zurück.
      Somit bezahle ich fast 3€ eine die Einfache fahrt und 6€ für einmal hin und zurück. Wie möchte man mit solchen Preisen die Leute vom Auto in den ÖPNV locken wenn dieser dann auch noch im vergleich zum Auto mehr als doppelt so lange benötigt um mich zum Ziel zu bringen?

      Ich brauche z.B. mit dem Auto 20-30 Minuten zur Arbeit, je nach Verkehrslage. Mit dem Fahrrad fahre ich 30-45 Minuten je nach Motivation. Mit dem Bus brauchte ich 62 Minuten + 5-10 Minuten Fußweg.

      ÖPNV ist also weder finanziell noch von der Geschwindigkeit her attraktiv und dann muss ich auch noch 2x umsteigen was auch nicht so geil ist.

      • Hallo Tobias , aufßerhalb der wirklich großen Städte ist ÖPNV leider oft ein Trauerspiel. Schwieriger noch für leute wie mich die auf Grund eines handycaps keinen Führerschein bekommen oder auch nicht radfahren können. Können zwar u. U. den nahverkehr vergünstigt oder kostenfrei nutzen , was nützt das aber wenn z. B. in Tagesrandlagen oder Außenbezirken nix mehr färht ? Statt Taktungen zu verdichten schafft man dann größere Fahrzeuge wie Gelekbusse an – besser wäre mehr normalgroße Fahrzeuge mit dichterer Taktung. Aber das koste ja Geld und vor allem mehr personal. Dabei wäre es doch gut mehr Arbeitsplätze gerade im kommunalen Sektor zu schaffen -das nützt allen.

        • Martin Deger says:

          Bei zu geringer Bevölkerungsdichte ist ÖPNV einfach nicht mehr effizient, und auch nicht umweltfreundlich. Ein Dieselbus mit drei Fahrgästen kostet sehr viel und hat einen hohen Ausstoß an CO2 und lokalen Abgasen (pro Fahrgast). Im ländlichen Raum wichtig sind daher gute P&R-Angebote, Fahrradboxen an Bahnhöfen, etc.

      • Gefühlt gibt es beim ÖPNV eine Schlechtpreisgarantiert. Mit den Bus in die Stadt (Aachen) und zurück mindestens 5,20€/Person. Mit den Auto maximal 2€/Stunde im teuersten Parkhaus.

    • In 12 Monaten finde ich das für deutsche Verhältnisse schon sportlich. Mich würde es nicht überraschen, wenn im Okt 2021 es heißt, wegen einer neuen Pandemie wird es erst 2022 soweit sein. siehe eGesundheitskarte.

  2. Wie wird das getracked? GPS? Na dann prost Mahlzeit.

    • Vermutlich einfach über die jeweilige Haltestelle/den Bahnhof beim Ein- und Auschecken? Das Fahrzeug weiß ja über Leitsysteme und Fahrgastinformationssysteme, wo es ist. So funktioniert es jedenfalls in den Niederlanden. Datenschutz-Dieter muss sich also wohl eher keine Sorgen machen.

    • Martin Deger says:

      Es gab einen Versuch mit der App von FTQ Lab. Habe sie nur einmal eingesetzt. Könnte aber sein, dass diese App oder eine ähnlich App dann auch genutzt werden soll. Prinzipiell aber eine gute Sache; soweit ich weiß, wird der Standort nicht an den Server übertragen, sondern nur lokal genutzt.

      • Habe genau die App monatelang getestet und war absolut begeistert. Lief fehlerfrei und erinnert auch ans auschecken, wenn manes mal vergesst.

  3. Ich dachte, das tritt sofort in kraft.

  4. Selbst wenn man nichts für Bus und Bahn zahlen müsste (wenn man das zB generell über Steuern macht ala GEZ) werde ich leider weiterhin mit dem (e)Auto fahren wenn ich mit dem Auto 15 Minuten und mit den öffentlichen teilweise über ne Stunde brauche (wenn überhaupt was kommt).

    • so ist es, mal abgesehen davon die stille im auto, keine komischen gerüche oder je nach gegend auch „dunkle“ gestalten, welchen man zu keiner tageszeit begegnen möchte.

  5. Hm, verstehe die Innovation gar nicht – das geht mit dem Next Ticket bereits jetzt: https://www.nextticket.de

    Das ist zwar noch in der Beta, funktioniert bei mir aber einwandfrei…

  6. Warum setzt man das Geld nicht ein, um kostenlosen ÖPNV wie in Luxemburg einzuführen?

  7. Ingo Podolak says:

    Die Frage wäre auch warum führt man so etwas nicht gleich Deutschlandweit ein ?
    Ich meide den ÖPNV wie der Teufel die Kirsche aber gelegentlich muss man dann doch mal, vor allem wenn man mal in einer fremden Stadt ist, jedes mal neue APP, Anmelden und Rätzeln welchen Tarif ich brauche.
    Da ist es ein Unding das in Deutschland gefühlt jedes Dorf eine eigene App und Kostenstruktur hat.
    Für Ausländische Touristen völlig undurchsichtig.
    Zum glück gibt es inzwischen an vielen Stellen Leihroller, da hat man zwar auch 3-4 verschiedene Anbieter aber da sind die Kosten klar erkennbar und man sieht noch ein wenig von der Stadt.

  8. Personendaten werden ans Inkasso und Scoring geschickt. Steht in den AGBs. Find ich frech

  9. Warum denn dieses generelle ÖPNV-Bashing in den Kommentaren? Ja, es ist nicht alles gut und gibt viel Verbesserungspotential, aber im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern in denen ich bisher war, würde ich den ÖPNV in Deutschland als sehr gut funktionierend bewerten. Mehrere Apps, Tarife und Accounts? So what, da gebe ich meine Daten deutlich lieber weiter als bei Facebook, Google und Konsorten und die meisten Apps zeigen mir auch die benötigten Tickets.

  10. Wenn die App die Kosten aufgrund der Position beim Ein- und Auschecken bewertet sollte es doch ein leichtes sein seine Kosten zu „optimieren“ mittels Fake-GPS oder?
    Wenn man de Nahverkehr häufiger nutzt macht es schnell sowieso Sinn gleich auf ein Jahresticket zu setzen. In München (M-Zone) zahlt man so zB weniger als eine Tankladung kostet für einen Monat fahren. Finde ich völlig in Ordnung.

  11. An sich vllt gar nicht schlecht, aber das Ziel in NRW sollte eigentlich sein mit den vorhandenen Tickets ohne großen Aufpreis (derzeit knapp 7€) in den jeweils anderen Verbund fahren zu „dürfen“. Außerdem gibt es doch ein NRW-Ticket für 25€
    zur Preispolitik wurde öffentlich noch nichts kommuniziert

  12. Solange die Preise für eine einfache Strecke von maximal 25km nicht unter 2 Euro sind ist ÖPNV der letzte Dreck! Da fahre ich lieber mit dem Auto. Anstatt 13 Euro für hin und Rückfahrt zu zählen

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