Bundesnetzagentur schiebt Ping-Anrufen den Kostenansage-Riegel vor

Es ist eine komische Masche, die viele schon einmal erlebt haben dürften. Man wird von einer unbekannten Nummer angerufen, oftmals klingelt es sogar nur so kurz, dass man es gar nicht mitbekommt. Wer nun unachtsam zurückruft, kann sich unter Umständen eine hohe Mobilfunkrechung erhalten, wenn die Gespräche ins Ausland gehen – was sie meist tun. Die Vorgehensweise der Ping-Anrufe ist gesetzeswidrig, verstoßen wird gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.

Die Bundesnetzagentur hat Mobilfunknetzbetreiber und Mobilfunkanbieter nun dazu aufgefordert, Preisansagen vor Anrufe in 22 Länder zu schalten. So soll verhindert werden, dass der Nutzer unbeabsichtigt eine teure Nummer anwählt. Für die Umsetzung der Anordnung haben die Anbieter bis zum 15. Januar 2018 Zeit.

Folgende Ländervorwahlen sind von der Anordnung betroffen:

Burundi (00257); Tschad (00235); Serbien (00381); Seychellen (00248);Tunesien (00216); Elfenbeinküste (00225); Guinea (00224); Sudan (00249); Marokko (00212); Tansania (00255); Benin (00229); Mali (00223); Uganda (00256); Madagaskar (00261); Albanien (00355); Bosnien-Herzegowina (00387); Somalia (00252); Liberia (00231); Malediven (00960); Jemen (00967); Mazedonien (00389); Sierra Leone (00232); Global Mobile Satellite System (00881)

Zudem können betroffene Nutzer die Ping-Anrufe auch weiterhin auf dieser Seite melden. Im Oktober gingen rund 30.000 Beschwerden bei der Bundesnetzagentur ein, im November kamen noch einmal 20.000 neue hinzu. Durchaus ein nerviges Thema, wenn die eigene Nummer einmal in die entsprechenden Kreise entglitten ist.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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15 Kommentare

  1. Senegal fehlt. Hab neulich solch einen Anruf erhalten

  2. Mit der Beschwerde ist es ja gut und schön. Aber am 20.11. bekam ich dann eine Mail von Rumitel-dort21 (at) bnetza (dot) de – ohne Klarnamen – mit dem Betreff „Ihre Beschwerde xxxxxxxxxx“.
    Auf den ersten Blick war das für mich Spam. Dann klingelte es aber doch noch (bnetza.de) und ich habe die Mail gelesen.
    —— %< ——
    in obiger Angelegenheit kommen wir auf Ihre Beschwerde vom 25.02.2017 über belästigende Anrufversuche unter der Rufnummer …….
    —— %< ——

    Während das Bundesnetzamt eine Beschwerde bearbeitet, zeugen andere Menschen Kinder 😉

  3. @Jones: Da fehlt einiges. Aus eigener Erfahrung vor Ort weiß ich zumindest, dass im Niger und Burkina Faso gerade entsprechende „Strukturen“ geschaffen werden, um an diesem „Geschäft“ auch teilhaben zu können. Und ich denke das sind nicht die einzigen Länder in Westafrika, die sich was von Nigeria abschauen.. Und die machen das ja auch echt gut, schade dass die viele Energie nicht besser genutzt wird. Aber naja, irgendwo auch nachvollziehbar.

  4. Und was passiert, wenn die Länder der Anordnung nicht nachkommen? Was hat den Adobe BRD hier für einen Einfluss außerhalb der eigenen 4 Wände. Andere Dinge kann man außerhalb der EU nur schwer beeinflussen, aber hier soll das funktionieren?

  5. Jetzt müssen die Leute schon vor Blödheit geschützt werden.
    Das sieht man doch das so eine Nummer aus dem Ausland kommt.

    • Karl-Peter Schmidt says:

      Tja, sind nicht alle Menschen so „begütert“ wie Sie! Ihre Arroganz wird irgendwann einmal zum Bumerang für Sie.

  6. Das hat mit Blödheit nicht viel zu tun. Sonst wäre die Masche nicht so erfolgreich. Denn nicht jeder achtet auf den ersten Blick auf das Pluszeichen und vermutet vielleicht einen entschuldigenden Anruf aus Würselen. Abgesehen davon ist das höchstgradig nervig.

    @leachismus: Die Länder sollen das auch nicht die Kostenansage schalten, sondern unsere Mobilfunkanbieter…

  7. Ups! Ich verkaufe ein „das“…

  8. @Tom: Ich frage mich auch, wer unbekannte Nummern einfach so zurückruft. Aber da das Leute machen werden andere angerufen. Natürlich rufe ich nicht zurück, aber die Anrufe nerven einfach. Wenn man damit kein Geld mehr machen kann, dann habe ich auch Ruhe.

  9. @leachimus: nicht die betroffenen Länder müssen tätig werden, sondern die deutschen Netzbetreiber müssen die Gebührenwarnung technisch umsetzen

  10. Ich hatte vor Jahren mal Probleme mit solchen anrufen. Da reichte Sogar die Nummern sperren in der Fritzbox nicht mehr aus. Nach 50 war Schluss. Zum Schluss kamen die aus allen möglichen Ländern. Angefangen hat es mit einem Anruf der sich als UPS ausgab und mir eine Sendung zukommen lassen wollte. Ich hatte nichts bestellt aber meine Straße hatten sie zu dem Zeitpunkt dann schon. Da geht es auch um weichkochen. Die wollen deine Daten. Also lächerlich machen würde ich mich über sowas nicht. Das ist ein ernstes und großes Problem. Diese Anrufe dienen dazu um heraus zu finden ob die Nummer aktiv ist. Danach geht es weiter. Es gibt Leute die entnervt dann sogar ihre Kontodaten heraus gegeben haben, nur um wieder ihre Ruhe zu haben.

  11. Die Thematik ist schon ein ernstes Problem.
    Und nebenbei bemerkt, gibt es auch Leute die regelmäßig Anrufe aus dem Ausland bekommen, auch von Nummern die zu dem Zeitpunkt noch nicht in ihrem Handy eingespeichert waren. Von daher ist das nicht so abwegig, dass da viele zurück rufen.

    Mal ganz davon abgesehen, dass selbst einige seriöse große Firmen öfter mal mit einer ausländischen Callcenter Nummer durchklingeln.

  12. Hier macht Apple nen guten Job. Bei unbekannten Nummern wird die Stadt bzw. das Land angezeigt. Neben obiger liste weiß ich daher bsp. das +387 für Bosnien und Herzegowina steht. 😀

  13. @Ole macht mein günstiges Android Smartphone auch. Nicht revolutionäres dabei.

  14. Jo, mein olles Honor 6 auch. Aber die teure Fritz!Box mit Fritz!Fon natürlich nicht…

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