Bundeskartellamt untersagt Facebook die Zusammenführung von Nutzerdaten aus verschiedenen Quellen

Das Social Network Facebook hat in Deutschland eine Schlappe hinnehmen müssen. Das Bundeskartellamt untersagt dem Unternehmen nämlich die Zusammenführung von Nutzerdaten aus verschiedenen Quellen. Nach den Geschäftsbedingungen von Facebook können Nutzer das soziale Netzwerk bislang nur unter der Voraussetzung nutzen, dass Facebook auch außerhalb der Facebook-Seite Daten über den Nutzer im Internet oder auf Smartphone-Apps sammelt und dem Facebook-Nutzerkonto zuordnet. Alle auf Facebook selbst, den konzerneigenen Diensten wie z.B. WhatsApp und Instagram sowie den auf Drittwebseiten gesammelten Daten können mit dem Facebook-Nutzerkonto zusammengeführt werden. Das sieht das Bundeskartellamt als verbotene Handlung an:

Künftig dürfen die zum Facebook-Konzern gehörenden Dienste wie WhatsApp und Instagram die Daten zwar weiterhin sammeln. Eine Zuordnung der Daten zum Nutzerkonto bei Facebook ist aber nur noch mit freiwilliger Einwilligung des Nutzers möglich. Wenn die Einwilligung nicht erteilt wird, müssen die Daten bei den anderen Diensten verbleiben und dürfen nicht kombiniert mit den Facebook-Daten verarbeitet werden. Eine Sammlung und Zuordnung von Daten von Drittwebseiten zum Facebook-Nutzerkonto ist in der Zukunft ebenfalls nur noch dann möglich, wenn der Nutzer freiwillig in die Zuordnung zum Facebook-Nutzerkonto einwilligt.

Die Entscheidung des Bundeskartellamtes ist noch nicht rechtskräftig. Facebook hat die Möglichkeit innerhalb eines Monats Beschwerde gegen die Entscheidung einzulegen, über die dann das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheiden würde. Facebook selber hat sich auch schon geäußert.

Die dienstübergreifende Nutzung von Informationen trage dazu bei, diese zu verbessern und die Sicherheit der Menschen zu schützen. Man passe das Facebook-Erlebnis jeder Person so an, dass es für Anwender einzigartig ist, und man verwende dazu eine Vielzahl von Informationen – einschließlich der Informationen, die Nutzer in Ihrem Profil angeben, Nachrichten, die Nutzer mögen oder teilen. Die Verwendung von Informationen über die Facebook-Dienste hinweg, trage auch dazu bei, die Sicherheit der Menschen zu schützen, z.B. durch die Identifizierung von missbräuchlichem Verhalten und die Deaktivierung von Konten im Zusammenhang mit Terrorismus, Kinderausbeutung und Wahlintervention über Facebook und Instagram.

Jeden Tag interagieren Menschen mit Unternehmen, die Daten auf ähnliche Weise verbinden und nutzen. Und all dies sollte – und ist – ein legitimer Schwerpunkt für Regulierungsbehörden und politische Entscheidungsträger auf der ganzen Welt sein. Doch das Bundeskartellamt versucht, einen unkonventionellen Standard für ein einzelnes Unternehmen umzusetzen, so Facebook. Man sei zwar populär, aber eben nicht dominant:

Popularität ist keine Dominanz. Das Bundeskartellamt hat in einer eigenen Umfrage festgestellt, dass über 40% der Social Media-Nutzer in Deutschland nicht einmal Facebook nutzen. Wir stehen in Deutschland in einem harten Wettbewerb, doch das Bundeskartellamt findet es irrelevant, dass unsere Apps direkt mit YouTube, Snapchat, Twitter und anderen konkurrieren.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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36 Kommentare

  1. mblaster4711 says:

    Ich finde die Entscheidung des Bundeskartellamtes gut.

    Denn ich verstehe es nicht, wie die Dienstübergreifende Nutzung der Infos dazu beitragen soll die Sicherheit zu verbessern?
    Das ist doch nur eine faule Ausrede um unter der Marke Facebook die Daten von Instagram und WhatsApp zusammen zu fassen um noch „besser“ Nutzerprofile zu erstellen.

  2. Dann kommt die Abfrage zur freiwilligen Einwilligung der Zusammenführung der Daten einfach in die neuen AGB’s von Facebook / WhatsApp / Instagram. Und wer die nicht bestätigt kann diese Sachen halt nicht mehr nutzen…. 😀

  3. Wer von uns kann denn jemals überprüfen, ob Facebook sich auch daran hält?
    Es wird NIE dazu kommen, dass deutsche Ermittler mit entsprechendem Fachpersonal, gleich welcher Institution, die Serverfarmen von FB auf eben solche Verknüpfungen durchsuchen dürfen. Nur so ließe sich Un-/Schuld beweisen. Klar, im Zweifel für den Angeklagten. Aber wo kein Kläger, da kein Richter. Und die Strafen, die wehtun, hat bisher nur der EUGH ausgesprochen. Die deutschen Klagen und Strafen sind für US Unternehmen, die ganz andere Sanktionen gewöhnt sind, doch ein Witz.
    Ich behaupte daher: Facebook wird sich offiziell an dieses Urteil halten, praktisch aber nichts am bisherigen Gebaren ändern. War doch auch abzusehen.

    • Das ist zwar nur eine vollkommen haltlose Annahme, wird aber wohl genau so auch sein.

      • Vollkommen Korrekt.

        Meine Annahme beruht darauf, dass ich beim besten Willen keine Idee habe, wie die deutsche Regierung ausreichend Druck aufbauen könnte, genau diese Einsicht zu erwirken um mögliche Verstöße zu ahnden. Da sich hier die Katze in den Schwanz beißt, ist sicher jede Risikoanalyse seitens FB teurer, als die vermutlich nie zu erwartende Strafzahlung.

  4. Naja, ich sehe das alles ein wenig strikter/konsequenter. Jeder User sollte mittlerweile im Jahre 2019 wissen, dass Facebook Daten im großen Umfang sammelt und auch davon lebt. Wenn ich mich dort anmelde, dann akzeptiere ich die Datensammlerei. Ich appelliere da auch ein wenig an die Selbstverantwortung/Eigenverantwortung. Es besteht ja keine Facebook-Pflicht oder ein Facebook-Zwang. Soll heißen: Ich kann ja auch einfach von den Facebook-Plattformen (Facebook, Instagram, WhatsApp) fernbleiben.

    Das Problem bei meiner Argumentation ist nur, dass jetzt wieder einige Leute um die Ecke kommen und sagen werden „Was ist das für eine Argumentation? Es besteht ja ein gesellschaftlicher Druck, dass man das nutzt! Man kann von den Plattformen nicht fernbleiben!……bla bla bla“.

    Versteht mich nicht falsch, damit möchte ich den Datensammel-Wahnsinn nicht schön-reden, aber mir geht es tierisch auf die Nerven, dass man versucht den User schützend an die Hand zu nehmen, indem man den Unternehmen mit Gesetzen etwas verbietet oder etwas reguliert. Der User kann sich auch selbst davor schützen – nicht nutzen.

    Jeder der sich bei Facebook anmelden kann, hat auch die Möglichkeit sich dort NICHT anzumelden!

    Und wie gesagt, damit möchte ich das Thema nicht schön-reden, denn auch ich sehe das sehr kritisch. Aber das Thema „Selbstverantwortung/Eigenverantwortung“ sollte dabei auch eine Rolle spielen. Man sollte sich nicht immer auf Gesetze/Regulierungen/Verbote verlassen, man kann das Gehirn auch mal selbst einschalten um sich selbst davor zu schützen.

    • @Denis da hast du absolut recht.

    • Wie wäre es, wenn wir Gammelfleischverkauf legalisieren? Kann ja jeder selber dran riechen… muss ja keiner das günstige Fleisch kaufen, man kann ja auf das „Garantiert kein Gammelfleisch“-Fleisch sparen.
      Und Airbag-Zwang bei Neuwagen ist doch auch doof, kann doch jeder selbst entscheiden, sicher zu fahren. Dann braucht man sowas nicht. Wieso eigentlich so teure, komplizierte Zulassungen für Medikamente? Man muss ja nix nehmen, was man nicht kennt, entscheidet jeder selber.
      „Eigentverantwortung“ ist ganz toll, aber dabei von sich selbst auf andere zu schließen ist ziemlich doof.

      • @Harry:
        Ai Ai Ai……mit unrealistischen Überspitzungen zu argumentieren ist natürlich immer problematisch, da der von dir gezogene Vergleich völlig am Hinken ist. Bei Gesetzen/Verboten/Vorschriften bei den genannten Themen wie Fleisch, Medikamente und Airbags geht es um dein Leben. Würde man es nicht machen, könnten viele Menschen ihr Leben daran verlieren. Das sehe ich bei Facebook aber nicht lol.

        Wenn ich deiner Argumentation jetzt folgen würde, dann sagst du ja indirekt „Wenn wir es schon bei Fleisch, Medikamente und Airbags machen, dann müssen wir es bei allen Dingen so umsetzen!“, aber genau diese Argumentation ist ja blödsinnig – sorry, nicht böse auffassen bitte. Der Staat kann dich doch nicht vor allen Dingen schützen oder bewahren. Ab einem gewissen Punkt ist der logische Menschenverstand auch einfach notwendig und hilfreich.

        Ich muss da immer an die Supermarkt-Parkplatz-Schilder denken mit der Aufschrift „Lassen Sie ihre Handtasche nicht im Auto, sie könnte gestohlen werden!“. Wenn ich einer Person schon sagen muss dass die teuren Wertsachen nicht im Auto bleiben sollten aufgrund der Diebstahlgefahr, dann sieht es mit der Menschheit echt übel aus. Es gibt Dinge, die sollte man von sich aus schon wissen/umsetzen. Wie gesagt, der logische Menschenverstand.

        Es gibt ja nicht nur „Schwarz und Weiß“. Es gibt Situationen und Dinge wo so ein Handeln notwendig ist, und halt auch andere Situationen und Dinge wo es nicht notwendig ist, von daher hinkt dein Vergleich.

        Der Datensammel-Wahnsinn durch/von Facebook ist seit vielen Jahren bekannt. Sich jetzt hinzustellen und zu sagen „Der Staat muss mich davor schützen, sonst laufe ich ins offene Messer!“ ist natürlich schon ein wenig blauäugig, da du ja spätestens JETZT aus deiner Eigeninitiative heraus deine Accounts löschen kannst bei Facebook/Instagram/WhatsApp, um die Plattformen nicht mehr aktiv mit deinen Daten zu füttern.

    • Moment mal. Facebook hat definitiv gelogen.

      Z.B. bei der Übernahme von Whatsapp hatte Facebook der EU gegenüber erklärt, es sei nicht möglich, einen automatischen Abgleich zwischen den eigenen Nutzerprofilen und den Benutzerkonten von WhatsApp vorzunehmen.

      Klar, du kannst dich auf den Standpunkt stellen: Jeder, der Facebook / WhatsApp / Instagram benutzt, ist selber schuld. Und jeder sollte wissen, dass Facebook lügt, betrügt und seine User ausspioniert.

      Aber sollte man deshalb Facebook dieses betrügerische Verhalten durchgehen lassen?

      • @Jan:
        Nein, bei deinen genannten Punkten gebe ich dir völlig Recht und „Ja“, in der Hinsicht sollte man vorgehen. Aber wie gesagt, du als Nutzer weißt es ja jetzt. Was hält dich davon ab, JETZT deine Accounts dort zu löschen? Willst du warten bis der Staat irgendwas reguliert? Spätestens jetzt kann man doch gehen.

    • Nein. Facebook hat gelogen. Und dieses betrügerische und gesetzeswidrige Verhalten muss unterbunden werden. Ganz egal, ob man den Opfern (Usern) Naivität unterstellen kann.

      • Muss nicht sein, dass Facebook hier gelogen hat. Wie du selber schon schreibst: __Bei der Übernahme von WhatsApp__ hat FB erklärt, dass der Datenabgleich nicht möglich wäre.
        Das ist 1. vollkommen normal, wenn man eine komplett fremde Firma mit fremden Programmen und Daten aufkauft und 2. schon eine Weile her. Und in dieser Weile könnten ja die Programmierer durchaus schon fleißig gewesen sein und an dem Thema gearbeitet haben.

        Nur mal so als Denkanstoß…….

    • Ich stimme dir voll und ganz zu, was die Eigenverantwortung betrifft.

      Personenbezogene Daten sind nur mittlerweile ein Gut, mit dem Gewinne erwirtschaftet werden können. Und der Handel mit diesem Gut ist noch nicht ausreichend regelmentiert im Sinne des Verbraucher- bzw. Datenschutzes. Es ist doch noch überhaupt nicht klar, wie sich diese Daten missbrauchen lassen können. Sei es „nur“ zur Monetarisierung wie Google und Facebook es machen – was noch relativ harmlos wäre, wenn es dabei bleibt – oder wenn sich gewisse Institutionen mit meist drei Großbuchstaben diese Daten beschaffen. Da spielen so viele Faktoren eine Rolle, die überhaupt nicht einschätzbar sind.
      Wenn wir verlässliche Demokratien hätten, dann wäre das alles eventuell nur ein halb so großes Problem. Aber wir wissen ja, was Lobbyismus bisher schon angestellt hat.

      Man überlege sich, die Lobbyisten der Krankenkassen „überreden“ die Regierung zu einem Gesundheitssystem wie in den USA. Dann handeln die Krankenkassen profitorientiert und nicht im Sinne eines Sozialstaates. Die Preise für denjenigen, der sich versichern lassen möchte, werden dann ähnlich eines Rankings bei der Kfz-Versicherung berechnet. Um da Kostenverursacher auszuschließen, könnte die Krankenkasse dann plötzlich Daten von Facebook zu Versicherten kaufen. Nur mal so als Beispiel. (Ui, guck mal, der geht mindestens 1x/Woche Fastfood essen. Das macht 2% Aufschlag.)

      Da kann man nicht allein auf Eigenverantwortung hoffen. Das gibt der technische Fortschritt einfach nicht her, weil niemand einen Rückschritt machen möchte oder gar kann. Und Scriptblocker oder freie Betriebssysteme für diverse Geräte kann und will auch nicht jeder nutzen. Und die Leute, die das machen, müssen auch irgendwie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Die wenigsten können das mit Open Source und kostenloser Software wie LineageOS. Und wenn die Nutzer das nicht bezahlen wollen, müssen die Leute auch was anderes arbeiten. Abgesehen davon, das es angesichts des Geldes, das mit Daten zu machen ist, wohl früher oder später jeder ideologische Ansatz zunehmend verblasst.

      Und die Folge könnte sein, dass Behörden sich benachteiligt sehen und den Überwachungsapparat ausbauen wollen – und dann sicher auch werden. Da die allerdings nicht am schnöden Mamon interessiert sind, ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis die gesammelten Daten irgendwann gegen ihre Besitzer verwendet werden.

      Letztlich ist das wie beim Rauchen. Es fehlt die unmittelbare negative Konsequenz. Deshalb muss es auch gesetzliche Rahmenbedingungen für den „Datenhandel“ geben. Und den Anfang bei Facebook und Co zu machen, ist nur die logische Konsequenz. Und auch das wird schwer, bei dermaßen weichen Versuchen. Haben die Anhörungen vor dem EUGH eigentlich schon Konsequenzen für FB gehabt?

  5. Facebook sammelt nicht nur Daten von Nutzern, die bei Ihren DIensten angemeldet sind. Es reicht, dass man Webseiten mit dem Facebook Plugin ansteuert und schon wird gesammelt. Hat man dann noch den Standort im Browser aktiviert und jemand anderes hat die Adresse per Kontakteimport an Facebook übermittelt ist man zugeordnet und verfolgbar ohne jemals einen dieser Dienste aktiv genutzt zu haben.

    • @Mike:
      Da hast du absolut Recht. So sieht es ja auch mit dem Telefonnummern-Upload bei WhatsApp aus, selbst bei Nutzern die diesen Messenger nicht nutzen – auch das sehe ich kritisch. Aber mit meiner Argumentation beziehe ich mich auf die aktive Nutzung der Plattformen, da es ja bei diesem Thema um die Zusammenführung dieser Dienste geht. Bei der aktiven Nutzung fallen halt mehr Daten an, da man das „Tier“ ja bewusst/aktiv/gezielt/gewollt am Füttern ist mit Daten.

    • Leider richtig. Deswegen unterbinde ich das Plugin durch ein entsprechendes AddON in Chrome.

  6. Ich sehe es ähnlich wie einer meiner Vorredner: Wem es nicht passt, wie ein Anbieter die Daten verarbeitet, muss diesen Anbieter ja nicht nutzen. Wer einen Dienst anbietet, bestimmt die Regeln der Nutzung – so einfach kann das Leben sein. Aber stattdessen müssen sich Behörden und Gerichte mit solchen Dingen auseinander setzen, um dem „mündigen Bürger“, der nicht müde wird, bei vielen Gelegenheiten darauf hinzuweisen, ein solcher zu sein, das Mitdenken und die Eigenverantwortung immer mehr abzunehmen. Aber gut, offenbar haben wir hierzulande keine drängenderen Sorgen …

    • @Chris R.
      >>Wer einen Dienst anbietet, bestimmt die Regeln der Nutzung – so einfach kann das Leben sein.

      Das ist so natürlich kompletter Blödsinn. Der Anbieter entscheidet die Regeln der Nutzung nur im Rahmen der Gesetze!

      Sonst könnte ich eine Webseite bauen, wo ich irgendein Produkt auf Vorkasse verkaufe. Da ich diesen Dienst anbiete darf ich selbst entscheiden was passiert. In die AGBs schreibe ich also rein, das ich das Produkt nicht liefern werde oder nur wenn ich Lust habe. Alle Käufer gucken dann in die Röhre, weil sie sind ja selbst Schuld…

      Und das Sammeln von Daten, selbst wenn man gar nicht bei Facebook angemeldet ist, in meinen Augen echt kriminell.

      • Natürlich habe ich gemeint, dass der Anbieter die Regeln bestimmen kann im Rahmen der geltenden Gesetze. Ich denke, das sollte klar sein, insofern sind die hier konstruierten Beispiele völlig überspitzt und nicht hilfreich.

    • Neo-Liberalismus funktioniert prächtig, weg mit den hemmenden Regeln! Machen wir es wie die USA, da läuft ja bekanntlich alles besser.

    • Dann erläutere mal wie ich als nicht Facebook Nutzer mich dagegen wehren kann, das deren Apps die Telefonbücher der Smartphones ausspionieren, wo Freunde von mir mein Name, Adresse, Telefonnummer, Email usw. drin stehen haben. Ich bin gespannt…

      • @Rene:
        Da gebe ich dir völlig Recht. Aber es ist immer noch ein Unterschied ob Facebook deine Daten beim Surfen sammelt (ohne Account) ODER ob Facebook deine Daten beim Surfen sammelt und du Facebook noch täglich mit sauvielen Postings/Fotos und anderen Daten/Informationen aktiv und bewusst fütterst. Soll heißen: Du hast ja schon einen Einfluss darauf, wie viel Daten Facebook von dir bekommt. Es geht ja auch um die Menge an Informationen/Daten die gesammelt werden.

        Aber wie gesagt, das was du ansprichst, das halte ich auf für bedenklich, da man sich in deiner genannten Situation nicht für Facebook entschieden hat bzw. sich nicht bei Facebook registriert hat.

      • Auch, wenn das hier vermutlich keiner hören will, aber auch in diesem Punkt könnte das Leben so einfach sein: Wenn du nicht möchtest, dass deine Daten irgendwem bekannt werden, darfst du sie schlicht und ergreifend nicht weitergeben. In dem Moment, wo du deine Daten weitergibst, verlierst du die Kontrolle darüber, was damit geschieht. Du kannst nie sicher sein, dass die Person die Daten nur für die Zwecke nutzt, für die du sie dieser Person eigentlich gegeben hast. Das liegt aber in der Natur der Sache und lässt sich auch durch gesetzliche Regelungen nicht verhindern.

  7. Und was bedeutet das für google und seine verschiedenen Dienste? Ist es da nicht genauso?

  8. Von Weizäcker says:

    Nach dem 11.September 2001 hat das amerikanische Pentagon Überlegungen für ein „Lifelog-Project“ gestartet!

    In diesem Lifelog sollte über Menschen alles zufinden sein, was er macht, wo er Urlaub macht, was er gerne liest, ect.pp….. Kurzum: Man wollte alles über Alle wissen.

    Ende 2003 hat man diese Überlegungen – obwohl schon ziemlich weit fortgeschritten – wieder verworfen und diese Projekt nicht weiterverfolgt. Die Mitarbeiter waren im Januar 2004 stark verwundert, warum es auf einmal fallen gelassen wurde!?!

    All dies könnt Ihr heute noch bei wired nachlesen – hier ist der Link dazu: https://www.wired.com/2004/02/pentagon-kills-lifelog-project/

    Dieser Artikel endet mit der Meinung eines Mitarbeiters, der da sagt, „dass er sich ziemlich sicher ist, dass dieses Projekt unter einem anderem Name fortgeführt wird“!

    Datum der Publikation: 4. Februar 2004

    Datum der Gründung von Facebook Inc.: 4. Februar 2004
    Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Facebook

    Ein (schlauer) Schelm, wer böses dabei denkt!

    • Warum muss ich da gerade an Venom denken?

      Ich muss gestehen, wenngleich der Publikationstermin mit dem der Gründung von FB übereinstimmt, als einziger Anhaltspunkt etwas weit her geholt ist, so würde es mich nicht wundern. Siehe eben Venom. Und irgend ein Film war da noch, bei dem es auch sowas gab, meine ich.
      Werde mir den verlinkten Artikel noch durchlesen. Bin neugierig.

  9. FB will doch Insti und WA und FBM zusammenlegen das doch ein alter Hut eine App für alle drei Dienste und voll mit Werbung.

    Alles im Namen wird ja besser für dich weil dann kannst du jemand von FB eine Nachricht an WA schicken auch wenn dieser kein aktives FB-Konto hat..

    Ich hab schon lange kein FB und Wa mehr. Und bin noch nicht gestorben und mein Leben geht wunderbar ohne weiter.

    Allein schon die AGb Änderung von WA mit dem „Kinderschutz“ war nu mehr als lächerlich.. „Ja ich bin 16“ ganz tolle Idee!!!

  10. Komische Sichtweise …

    Facebook: „Das Bundeskartellamt hat in einer eigenen Umfrage festgestellt, dass über 40% der Social Media-Nutzer in Deutschland nicht einmal Facebook nutzen“
    Bundeskartellamt: „Facebook erzielt bei sozialen Netzwerken in Deutschland einen Nutzeranteil von über 90%“

    Facebook: „Die Verwendung von Informationen über die Facebook-Dienste hinweg, trage auch dazu bei, die Sicherheit der Menschen zu schützen“
    Ich: „Ja genau., AUCH. Auch heißt aber das der Hauptgrund ein anderer ist“

    • Du weißt doch genau, dass das nur Juristen-Blabla der Facebook-Juristen ist, um in diesem Fall die eigene Marktmacht herunterzuspielen, weil es hier gerade passt. Seinen Shareholdern erzählt Facebook ganz was anderes. Und das wissen natürlich auch die Kartellbehörden.

  11. Und wie immer stell ich mir die drei Fragen:
    Wer kontrolliert das wie und wie hoch sind die Strafen?
    Siehe StreamOn

  12. Staatliche Regulierung ist NICHT gut!
    Die beste Regulierung ist das Verhalten der (potentiellen) Nutzer.
    Freier Markt ist gut!
    Wenn Facebook es geschafft hat, mehrere Dienste sich anzueignen, soll Facebook auch damit machen dürfen, was sie wollen!
    Niemand hat das Recht zu verlangen einen Dienst nutzen zu dürfen und dann noch Ansprüche zu stellen.
    Der Anbieter hat AGBs, und wem die nicht gefallen, der soll fern bleiben!
    Es steht Jedem Frei alternative Dienste zu verwenden oder ganz zu verzichten!
    Wer sich abhängig macht ist selbst schuld!

    Es ist zu begrüßen, dass die plattformübergreifende Kommunikation ermöglicht werden soll. Es wäre noch besser gewesen, wenn JEDER Dienst einheitliche offene Schnittstellen zur Verfügung stellen würde (z.B. XMPP) so dass NIemand gezwungen ist den gleichen Anbieter wie sein gegenüber verwenden zu müssen. Leider liegt das wahrscheinlich noch in weiter Ferne, aber bis da hin ist es sehr angenehm und praktisch, wenn Instagram-Nutzer mit Nutzern von WhatsApp kommunizieren können werden, ohne zwingend eine weitere zusätzliche Anwendung installieren zu müssen.

    • Wolfgang D. says:

      @Andreas_Va „Staatliche Regulierung ist NICHT gut!“
      Sagte die kleine Maus, die sich für eine große Katze hielt – bis sie gefressen wurde.
      Mit der Forderung nach einheitlichen Schnittstellen zur unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit widersprichst du dir gleich selber.

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