Bundesamt fuer Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe veröffentlicht NINA 2.0

ninaEs ist knapp über ein ganzes Jahr her als wir zuletzt von NINA sprachen. NINA ist eine Warn-App des Bundes, die euch bei Gefahren informieren soll. NINA steht dabei für Notfall-Informations- und Nachrichten-App und die App ist für Android und iOS zu haben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat die App NINA als Teil des sogenannten Modularen Warnsystems (MoWaS) entwickelt, das seit 2013 in Betrieb ist. Die App soll die bereits angeschlossenen Warnmultiplikatoren (Rundfunk, Internet, Paging, Deutsche Bahn AG) ergänzen und bietet über Push-Benachrichtigungen Nachrichten zu aktuellen Warnungen.

Schaut man sich die Bewertungen der bisherigen App an, so darf man festhalten: die iOS-App war wohl weniger gut (zwei Sterne) als die Android-App mit 3,6 Sternen Benutzerbewertung. Nun hat man erst einmal nachgearbeitet und die vormals nur eine Webseite anzeigende App in ein natives Format mit neuem Design gebracht. Ferner können nun von euch die einzelnen Orte individuell ausgewählt und Unwetterwarnungen als Push-Benachrichtigung erhalten werden.

NINA soll dabei keine Konkurrenz zu bestehenden Apps darstellen, sondern Teil des „Modularen Warnsystems“ und damit eine Ergänzung der Warnung der Bevölkerung durch Bund, Länder und Kommunen. Könnt ihr ja bei Interesse und Bedarf mal ausprobieren. Katwarn übrigens ist offenbar in der letzten Zeit etwas übervorsichtig geworden, ich bekam recht viele Meldungen für meinen Standort, obwohl die Wetterlage so schlimm gar nicht war. Eine Erfahrung, die auch Mitautor Pascal Wuttke machte.

(danke Martin & Peter)

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

27 Kommentare

  1. Sowas sollte einfach automatisch in Google now integriert sein. Wer installiert sich schon eine extra App?

  2. Der Vorteil von NINA ist, dass sie letztendlich für ganz Deutschland gilt. Katwarn dagegen muss z.B. von Stadt oder Landkreis finanziert werden.
    Dennoch hat die App einen entscheidenden Nachteil! Sie ist abhängig von einer Internetverbindung und der Nähe zum Besitzer. Ist das Handy nachts im Flugmodus oder aus, so findet auch keine Warnung statt. Es fehlt immer noch (bzw. wieder…) am flächendeckenden Weckeffekt (z.B. Sirenen).
    Ich für meinen Teil bin absolut zufrieden mit der neuen Version. Sie läuft flüssig und stabil. Einstellungen sind ausreichend vorhanden und optisch macht sie was her. +1

  3. Sparbrötchen says:

    @An Dy
    > andy nachts im Flugmodus oder aus
    Was für eine Ironie des Schicksals, da macht man immer brav nachts sein Handy aus, um nicht im Schlaf vom WLAN oder Handynetz gegrillt zu werden und dann ist man der einzige, der bei einem Unfall wirklich verstrahlt wird, weil man den spannendsten Teil verschläft.

  4. Die Wetterwarnungen kommen auch nicht von den beiden App-Anbietern sondern vom Deutschen Wetterdienst, die haben im sogar eine eigene App (WarnWetter), die Anzahl der Warnungen ist ein Einstellungssache, wobei in den letzten Wochen einige Stufe 3 oder 4 (von 4) ausgelöst wurden. Man sah ja auch die folgen. Wetterwarnungen stellen beide Apps zur Verfügung, man kann die Stufe wählen ab der man gewarnt werden möchte.
    http://www.dwd.de/DE/wetter/schon_gewusst/warnmanagement/warnmanagement_node.html

    Allgemeine Warnungen von den Gefahrenabwehrbehörden werden von NINA und KatWarn übermittelt. Voraussetzung ist, das der Kreis oder das Bundesland angeschlossen ist.

    KatWarn wird kommerziell betrieben und verlangt von den angeschlossen Stellen Geld für die Bereitstellung, zusätzlich kann man sich dort per SMS für Postleitzahlen anmelden. Diese werden der auslösenden Stelle in Rechnung gestellt. Die Aktivierung der App ist kostenlos. Die auslösende Stelle kann aber nicht nach App und SMS unterscheiden. Eine Übersicht über die angeschlossen Stelle gibt es hier:
    https://www.katwarn.de/unterstuetzte-orte/

    NINA wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe betrieben. Es werden Meldungen die an das Modulare Warnsystem (MoWaS) an NINA übermittelt, wo man in der Version 2 endlich den Ort festlegen kann in dem einen die Meldung erreicht. Das System kann noch viel mehr bzw. soll noch mehr können in Zukunft, hier gibt es mehr dazu:
    http://www.bbk.bund.de/DE/AufgabenundAusstattung/Krisenmanagement/WarnungderBevoelkerung/MoWaS/ModularesWarnsystem_node.html
    Auch hier sei gesagt nicht jeder Kreis/Kreisfreie Stadt ist an das System angeschlossen.

    Daneben gibt es noch einen neunen Anbieter BIWAPP (http://www.biwapp.de).

    BIWAPP und NINA (http://warnung.bund.de) bieten die Warnungen auch auf Websites an.

  5. Warnt die App auch, wenn Millionen von Menschen illegal die Deutsche Grenze überqueren wollen?

  6. Warum nutzt Deutschland nicht die Broadcasts im GSMNetz/per SMS ? Warum brauch eich eine extra App?

  7. @Mo: Ja das frage ich mich auch. GSM Broadcasts wie sie z.B. in den USA eingesetzt werden sind da eigentlich besser. Das Problem ist wohl dass es nie Gesetzliche Rahmenbedingungen für GSM Broadcasts hier gab. Kein Gesetz dafür = keine Realisierung. Soll gerüchteweise wohl auch Handys hier auf den Markt geben die sogar GSM Broadcasts ausgeschaltet haben.

  8. @Kalle
    Genau dies ist auch mein Gedanke. Wenn Warnungen nur jene Erreichen die eine bestimmte App vorinstalliert haben wird es kaum Menschen erreichen. Gleiches Spiel war doch hier vor wenigen Jahren beim Sturm in NRW als die Warnungen lediglich über das klassische Radio verstreut wurden.

    Es wird Zeit dass bei solchen Dingen mit Google und Apple zusammengearbeitet wird, damit die Meldungen direkt über Google Now & Co an die Leute verteilt werden die sich in dem betroffenen Gebiet befinden.

  9. @Kalle / Leif Sikorski
    Genausowenig hat jeder Google Now aktiv.

  10. Ebberhard says:

    Zu dumm nur das in den 90ern der größte Teil der 80000 Sirenen in der BRD demontiert wurde. Ihr wisst ja wer das veranlasst hat, oder? Das System war einfach und sehr effizient. Sämtliche Versuche mit Benachrichtigungen per SMS, DAB, RDS…. schlugen mehr oder weniger fehl. Die Systeme sind einfach viel zu anfällig. Eine gute E57 funktioniert selbst dann noch, wenn alle Handynetze zusammengebrochen sind. Einige Kommunen haben das erkannt und montieren neuerdings elektronische Hochleistungssirenen. Damit sind nicht nur Alarme möglich, sondern auch Durchsagen. Diese Handy-App ist eine nette Spielerei, die aber im echten Katastrophenfall versagen wird. Wer sich darauf verlässt, ist verlassen.

  11. > Warnt die App auch, wenn Millionen von Menschen illegal
    > die Deutsche Grenze überqueren wollen?

    Habt ihr Typen eigentlich auch noch andere Hobbies als zu jedem unpassenden Thema bzw. am Thema vorbei sinnbefreite Nazisprüche zu machen?

  12. @Jörg
    Was ist für dich bitte ein „Nazispruch“?? Überlege mal, was und wer ein Nazi ist, läufst wahrscheinlich gerade selbst mit einer schwarz-rot-gelben Flagge rum, jubbelst den Fussballspielern hinterher und versteckst deine Heimat zwischen den „Fussballerischen Jahreszeiten“ im Keller und hast Angst selbst als „Nazi“ abgestempelt zu werden.. „Nazispruch“ = „ich liebe ‚Deutscheland'“….. Ich halte es nicht aus….

    @Topic
    ‚Warnapps‘ werden nie den Effekt haben wie Sirenen, Ankündigungen in Radio und/oder TV. Selbst per Facebook oder Twitter würden die Informationen schneller und in größeren Mengen an die Nation gebracht werden als per Single-App.. Nur leider werden sich die Zeiten dahin ändern, dass sich die Verantwortlichen nur auf diese Art der Informationsweitergabe stützen. Demnach muss jeder Säugling zukünftig mit einem zusätzlichen Betriebssystem und Appstore geboren werden.
    Information nur den wenigen, die ihr Profil veröffentlichen.. *thumbup*

  13. Wie lange es wohl dauert, bis zur Finanzierung dezente Werbung eingesetzt wird 🙂

  14. Ja, das ist ein Nazispruch. Weil es bestimmten Volksgruppen das Recht abspricht zu flüchten vor Kriegen oder anderen Katastrophen …..

    Wenn es Deutsche wären, dann würde es alles in Ordnung sein?

  15. Die Windows Phone/Mobile Nutzer werden dann natürlich von der Flutwelle verschluckt.. mal wieder typisch..

  16. Damals im kalten Krieg war doch alles gut geregelt. An jeder Ecke eine Sirene die vier eindeutige Signale geben konnte. Katastrophenalarm -> Radio einschalten, Fliegeralarm -> ab in den Keller, ABC-Alarm -> beten. Und natürlich Entwarnung.
    Im Jahre 1992 hat dann der Bund die Sirenen durch ein satellitengestütztes Warnsystem „SatWaS“ ersetzt. Eine äußerst dumme Entscheidung, wie sich im Nachhinein gezeigt hat. Der Bund hat damals die Sirenen an die Kommunen „verschenkt“. Einige Städte und Kreise haben das Sirenensystem weiterhin gepflegt, andere haben die Sirenen demontiert.
    Sirenen haben einfach einen viel höheren „Weckeffekt“, als andere Systeme. Da der Bund aber für den Wiederaufbau des Sirenensystems weit über 100 Millionen Euro aufwenden müsste, ist er mit seinem „SatWaS“ zufrieden. Nebenbei werden dann noch APPs produziert, die dem Bürger Sicherheit vorgauckeln.
    Ist aber im Prinzip auch egal, weil in den 1990er Jahren, der gesamte Katastrophenschutz zurück gebaut wurde. Was nutzt eine Alarmierung, wenn Niemand weiß was zu tun ist und keine Hilfe kommt.

  17. @Mo SMS, Telefon oder Radio taugen nicht zur Alarmierung. Stell dir vor du willst in Ruhe schlafen und schaltest dein Handy und das Telefon aus. Und schon hast du den dritten Weltkrieg verpasst. Es gab mal die Idee über DCF77 zu alarmieren. Uhren und Wecker würden dann Alarm geben. Allerdings ist das DCF77 Signal nicht immer einwandfrei empfangbar. Zudem muss man immer eine DCF77 „fähige“ Uhr parat haben. Die nächste „geniale“ Idee war es Feuermelder für die Alarmierung zu „missbrauchen“. Jetzt stell dir mal vor du schläfst und dein Feuermelder geht an. Erster Gedanke FEUER, raus aus der Bude. Und schon läufst du in die Störfall-Giftwolke aus dem Chemiewerk von nebenan, vor der dich der Feuermelder warnen wollte. Kurz und gut, diese ganzen Hightec Systeme sind einfach nur Scheiße. Sirenen haben einfach den höchsten Weckeffekt.

  18. @Endzeit

    Imo gehen in Japan die Handys die Strom haben selbst dann auf Alarm für Erdbeben wenn sie im (Soft)Off sind. Habe ich mal in einer Doku zu dem Thema gesehen, kann es aber nicht verifizieren. Soll in der Firmware verankert sein.

    Dann erreicht SMS alle die die Strom haben, auch Nachts. Das ist allemal besser als die üblichen wege und würde als zusätzliche Maßnahme mehr Menschen erreichen.

    Man mag sich nur eine nächtliche Sturmflut vorstellen. Wer hört da radio oder nutzt die App?

  19. > wahrscheinlich gerade selbst mit einer schwarz-rot-gelben Flagge rum

    Nein.

  20. Moin, wie entferne ich eine vormals hinzugefügte Stadt?

    Danke

  21. aaah… Stadt nach rechts schieben, selbst gefunden.

  22. Statt Geld in die Appentwicklung zu pumpen, sollten die zuständigen Vollpfosten von Politik und Verwaltung mit dem Geld lieber die Sirenen wieder aufbauen. Wie gut Warnungen per Handynetz und Internet funktioniert haben, konnten wir in den letzten Wochen ja sehr gut beobachten. Zur Erinnerung: Es gab Tote.

  23. Nina ist nicht so toll.

    Wenn man seinen Wohnort etwa im nördlichen Bereich des Bundeslandes hat, bekommt man auch eine Alarmmeldung, weil im weit entfernten südlichen Bereich des Bundeslandes etwas passiert – auch wenn dies überhaupt keine Auswirkungen auf den eigenen Ort hat.

    Diese Warnungen kann man also nicht ernst nehmen!

  24. @Kalle: ‚Wenn Millionen von Menschen illegal die Deutsche Grenze überqueren wollen‘
    merkt man sofort, dass man aufhören muss, im bequemen Sessel zu sitzen, aufstehen und helfen und die Gesetzeslage ändern muss, die ja jetzt klar erwiesen ‚Legales‘ falsch definiert hat – denk/spür ich als 2. Weltkrieg noch erlebt/angelebt habender …

  25. @Dennis: Nicht *die* Windows Phone-Nutzer, sondern *der*.

    SCNR

  26. @ Kalle 20. Juni 2016 um 22:54 Uhr
    >Warnt die App auch, wenn Millionen von Menschen illegal die Deutsche Grenze überqueren wollen?<
    Die App warnt weder vor Flüchtlingen oder Asylbewerbern – noch vor Menschen, die mit dumpfen Fragen Ängste wecken wollen …

  27. Die App hat bei mir wo Hochwasser war null komma null getaugt. Es hat zwar beim öffnen der App gemeldet, oh es wird kritisch, aber das bringt mir auch rein gar nix. Das sehe ich dann selber, dass das Wasser von allen Seiten in die Wohnung drängt. Ich setz weiter auf WarnWetter. Da gibt es wenigsten richtig aussagend und vorallem für meinen Ort zutreffenede Warnungen und nicht irgendwo im Bundesland.