Buddyguard Flare: Kickstarter-Projekt will Euer Haus absichern

Buddyguard Flare ist ein aktuelles Kickstarter-Projekt, das die Überwachung des eigenen Zuhauses intelligent überwachen will. Kein typisches Alarmanlagen-System mit Code-Eingaben oder anderem Firlefanz, Buddyguard Flare erkennt freundliche Besucher nämlich selbstständig. Das System besteht aus einem kleinen Gerät mit gerade einmal 11 cm Durchmesser und einer Höhe von 2,5 cm. Dennoch ist das kleine Gerät mit allerhand Technik ausgestattet, die eine komplette Überwachung ermöglicht.

Folgende Komponenten befinden sich in dem Gerät:

* HD-Kamera: Eine FullHD-Kamera wird für die Gesichtserkennung genutzt und fertigt im Falle eines Vorkommnisses Aufnahmen an.
* Bewegungssensor: Bewegung wird durch einen Infrarot-Sensor erkannt.
* Beschleunigungssensor: Erkennt, wenn das Gerät bewegt wird und kann entsprechend reagieren.
* Temperatursensor: Erkennt plötzliche Temperaturveränderungen im Raum.
* Mikrofon: Erkennt Geräusche, die für Einbrüche typisch sind und nimmt Sprachbefehle entgegen.
* Lautsprecher: Gibt Geräusche aus, die eine Anwesenheit vortäuschen (Gespräche, Geschirrklappern).
* Sirene: Gibt den Alarm aus, wenn jemand Unbefugtes das Haus betritt.
* WLAN-Modul: Hält Flare mit der Buddyguard Cloud in Verbindung
* 3G-Modul: Übernimmt die Netzverbindung, wenn das WLAN ausfällt.
* Akkus: Lithium-Ionen-Akkus können komplett das System steuern oder als Notfall-Backup bei Unterbrechung der Stromversorgung dienen.

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Mit diesen Komponenten möchte Buddyguard die Heimüberwachung so bequem wie nur möglich gestalten. Die Installation ist in 10 Minuten abgeschlossen, bedient wird das Gerät mittels Smartphone-App. Mit der App wird auch festgelegt, wer das Haus betreten darf, ohne dass ein Alarm ausgelöst wird. Im Falle eines Alarms wird der Besitzer informiert. Kommt keine Reaktion, werden andere Kontakte versucht zu erreichen. Schlägt auch dies fehl, kann Flare auch die Polizei informieren und selbst regen Lärm verursachen. Die Eindringlinge werden dabei natürlich aufgenommen.

Das Zugangssystem basiert auf Gesichtserkennung, sobald ein bekanntes Gesicht zu Hause ist, schaltet sich die Kamera des Gerätes ab, wird auch mechanisch verschlossen, im Sinne der Privatsphäre. Ebenso könne sich Haustiere ungestört bewegen und lösen keinen Alarm aus. Die Gesichtserkennung ist aber nicht die einzige Methode, um Flare mitzuteilen, dass man zu Hause ist. Dies funktioniert auch mittels Stimme oder dem Standort des Smartphones.

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Die gesammelten Daten von Flare werden in der Cloud gespeichert. Um die Sicherheit soll man sich keine Gedanken machen müssen, Buddyguard verspricht eine Verschlüsselung der Daten nach hohem Standard, wie er auch von Banken genutzt wird. Bei Bedarf können auch mehrere Flares in einer Wohnung eingesetzt werden, Buddyguard empfiehlt zumindest bei mehreren Stockwerken.

Insgesamt wirkt Buddyguards Flare sehr durchdacht und ist preislich auch durchaus attraktiv, wenn über die Kickstarter-Kampagne erworben. Zu dem Gerät selbst, das es sogar noch in Early Bird-Varianten gibt, werden unter 200 Euro fällig, für den Versand kommen für Crowdfunding-Verhältnisse geschmeidige 5 Euro dazu. Das Projekt läuft noch 18 Tage, das Finanzierungsziel ist noch nicht erreicht, rund 13.000 Euro fehlen noch auf die benötigten 80.000 Euro. Falls Ihr Euer Haus modern absichern wollt, bietet Euch Buddyguard Flare vielleicht genau das Richtige. Die Kickstarter-Kampagne findet Ihr an dieser Stelle.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

12 Kommentare

  1. Zu 90% Komponenten, die in jedem Smartphone drin sind. Wozu dann ein extra Gerät und nicht einfach ne App für ein altes Smartphone aus der Schublade?

    Überhaupt zweifele ich den Sinn von leicht zerstörbaren Alarmanlagen an. Ne Rolle Alufolie oder die Dusche machen das Ding doch in Sekunden unbrauchbar.

  2. Bis Du das Ding gefunden hast, wenn Du überhaupt weißt, dass das in der Wohnung steht wird es zu spät sein und Dein Bild in der Cloud. Die Kontakte wurden sicher auch schon benachrichtigt. Nettes Gimmick… erinnert mich irgendwie an das Teil von amazon.

  3. Gefällt mir :-), wenn ich keine sonstigen Sensoren brauche eine wirklich coole Sache!!

  4. Herr Hauser says:

    Die NSA freut sich für diesen Spion im eigenen Heim.

  5. Matze, dann häng Dir doch Dein Handy an die Zimmerdecke…

  6. @Sascha:
    Weißt du ob das Ding Infrarotlicht hat für brauchbare Aufnahmen im Dunkeln? Wenn nicht, ist das Ding nur halb so viel wert.

  7. Statistisch betrachtet wird im Schnitt im Winter und abends zwischen 17 und 21 Uhr eingebrochen. Also wenn es dunkel ist.
    Und ich glaube eine IR-Funktionalität bei der Kamera hätten die im Video schon erwähnt.
    Das mit den Home-Sounds halte ich auch für Blödsinn, weil man sofort hört, dass das aus nem winzigen Lautsprecher kommt.
    Meiner Meinung nach ist das Teil eher unbrauchbar.

    Da empfehle ich als Ausweichprodukt eher eine Samsung SmartCam für knapp 120 eur. Wie hat WiFi, 1080-IR-Kamera, Lautsprecher&Mic, Bewegungsmelder, eine ausgereifte App zum Steuern und für Push-Mitteilungen usw.

    In dem Video suggerieren sie auch, dass man kein Stromkabel braucht. Und „so you don’t have to constantly check your smartphone for security alerts“ – wer sowas in nem PR-Video als Argument anführt outet sich schon als nerviger Blabla-Phrasendrescher der sich keine Sekunde lang Gedanken darüber gemacht hat, was er in dem Video eigentlich sagen möchte.

  8. Doppelpost,

    wie man den FAQs entnehmen kann, hat es doch eine IR-Kamera. 🙂

  9. Auf Facebook hat die Polizei letztens ein Überwachungsvideo veröffentlicht. Auf dem Video erkennt man gestochen scharf junge Männer die tagsüber in ein Haus einbrechen. Trotz super Bildqualität wurden die Täter weder identifiziert noch gefasst. Sicherheit wird nur vorgegaukelt. Mal davon ab, würde ich in ein Haus einbrechen wollen, hätte ich einen breitbandigen Störsender (aus China für unter 100€) dabei um WLAN und 3G lahmzulegen und ne Lightbomb (z.B. 100W LED) bzw. nen breitflächigen 1W Laser um Überwachungskameras lahmzulegen. Die Einbrecher gehen sicher auch mit der Zeit und rüsten auf.

    Wer Angst vor Einbrechern hat, braucht nicht solch ein Spielzeug, sondern professionelle Tür- und Fenster-Absicherung, einen sicheren Tresor und eine Hausratversicherung.

  10. Patrick:
    Das ist doch immer so, dass Unternehmen mit der Dummheit der Leute ihr Geschäft machen.

    Ob Fingerabdruck-Sensoren, Smartphone-Schließsysteme oder Alarm/Kamera-Sicherheitssysteme, es handelt sich immer um teures Schlangenöl, das mehr Nachteile als Vorteile, und schon gar nicht die versprochene Sicherheit bietet (im besten Fall Pseudo-Sicherheit, in der Regel schwerwiegende Sicherheitslücken, die überhautpt erst durch den Einsatz entstehen).

    Aber um das zu verstehen, bräuchte es halt ein gewisses technisches und sicherheitsspezifisches Grundwissen sowie kritisches Denken. Darüber verfügt die Masse nicht, es reicht vielmehr wenn es ein ansprechendes Design hat und ein paar schöne Benachrichtigungen an eine Smartphone-App sendet.

  11. Stimmt Babs, deswegen lasst uns unsere Schlüssel von außen ins Schloss stecken und umpaja singen. Natürlich hätte ich noch ne Alternative.Weil Alarm System und Kamera Sicherheitssysteme. Was wissen denn schon Banken, Institute und Co von Sicherheit. Weil wer Ahnung hat wie Du und ein sicherheitsspezifisches Grundwissen kombiniert mit kritischen Denken, der hält Einbrecher mit Hilfe von jogischen Fliegen von ihren Taten ab.

    Du hast schon mal im Ansatz nicht begriffen worum es bei Sicherheitssystemen geht. Es geht nie darum, den Einbruch zu verhindern. Je nachdem wie Hoch der Profit des Unternehmers Einbrecher ist, setzt er nämlich entsprechend ansteigend mehr Zeit und Mühe ein, seiner Beute habhaft zu werden. Die Achse Arbeitseinsatz, Risiko und Profit müssen für einen Täter im richtigen Verhältnis liegen. Selbst in Ford Knox kann eingebrochen werden.

    Moderne Sicherheitskonzepte wollen den Einbruch verlangamen und den Arbeitsaufwand des Täters soweit erhöhen, dass er sich trollt und ein leichteres Objekt aussucht, bei dem Aufwand, Risiko und Gewinn im besseren Verhältniss stehen. Wenn Dein Haus mit Kameras und Alarmsystemen gesichert ist, dass deines Nachbarn nicht, dann geht er zum Nachbarn. Wenn Deine Haustür offen steht, die Deines Nachbarn nicht, kommt er zu Dir.

    Alarmnachrichten/Meldungen per SMS aufs Handy haben den Zweck, tatsächlich zu überprüfen ob ein Täter in Deiner Wohnung ist und ggf. die Polizei zu verständigen. Also das was ein professioneller Wachschutz auch macht, wenn man seine richtige Anlage über die routet. Die Polizei kommt in dem Fall sogar mehr als zügig. Selbst schon ausprobiert.

    Einbruchshemmende Türen und Fenster, eine gescheite Alarmanlage mit Glasbruchsensoren an den Scheiben und Eingängen, dazu noch ein paar Bewegungssensoren im inneren der Wohnung samt Kamera und man hat schon mal was sehr ordentliches aufgebaut. Je nach Talent kann man das als Sicherheitskonzept für 100ßde Euro oder privat für ein paar hundert aufbauen.

    Das obige Produkt ist in sich schlüssig und Co, kann aber natürlich nicht für sich allein stehen sondern nur in einer Sicherheitsarchitektur eingebettet werden. Ich finde es ein wenig überteuert, es gibt bereits Alarmsysteme für um die 120 Euro inkl. Telefoneinheit und Lautsprecher/Mikrofon plus noch ein paar Sensoren für die Fenster und Türen. Letzlich hilft ein Gerät hier nix. Man braucht definitv mehrere von den UFOS. Was mich interessieren würde, wie hoch ist die Fehlerquote. Weil das Tiere herumrennen können ohne Fehlarme auszulösen erstaunt mich.

    p.s.: Man könnte auch bei den überbordenden Wohnungseinbrüchen auch einfach mal wieder die Grenze zu machen. Jeder aus dem Sicherheitsumfeld weiß, dass die Mehrzahl der Einbrüche mittlerweile aufs Konto von professionellen Zigeunerbanden geht. Ja, nix Osteuropa. Die Ethnien sind durchaus bekannt, bevor hier wieder einige in Schnappatmung verfallen.

  12. @Roelf,

    „[…] Man könnte auch bei den überbordenden Wohnungseinbrüchen auch einfach mal wieder die Grenze zu machen. Jeder aus dem Sicherheitsumfeld weiß, dass die Mehrzahl der Einbrüche mittlerweile aufs Konto von professionellen Zigeunerbanden geht. Ja, nix Osteuropa. Die Ethnien sind durchaus bekannt, bevor hier wieder einige in Schnappatmung verfallen.“

    >> Wie wärs, wenn wir dich auch gleich mit abschieben? Es ist schließlich nur Zufall, dass du hier geboren bist und nicht in Rumänien.

    „[…] Jeder aus dem Sicherheitsumfeld weiß […]“

    Dann wissen die Leute aus dem Umfeld scheinbar nicht sehr viel. Statistisch gesehen sind 50% der Einbrecher, die überführt werden, deutsche Staatsbürger.

    Aber was erwarte ich – jeder aus dem Nichtsicherheitsumfeld weiß ja, dass Leute aus dem Sicherheitsumfeld (meistens) ein bisschen stumpf sind. 😉