Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hält derzeit seinen digitalen „Deutschen IT-Sicherheitskongress“ ab. Da hat man dann auch etwas eingeführt, über das wir schon in der Vergangenheit berichteten. So sollen Hersteller sich ja für ein Gütesiegel auszeichnen können. Jenes IT-Sicherheitskennzeichen kann seit Ende 2021 beantragt werden und heute wurde das erste dann verliehen. Das erste IT-Sicherheitskennzeichen ging an den Mail-Anbieter mail.de. Dessen Onlineauftritt sieht zwar aus wie aus dem letzten Jahrtausend, aber der Anbieter hat sich offenbar freiwillig verpflichtet, die Anforderungen des BSI einzuhalten. Allerdings ist dieses Siegel auch keine Garantie für (geprüfte) Sicherheit.
Wenn Fax eine Webseite wäre. https://t.co/LgCckNL5rZ pic.twitter.com/9CHC3Mjvtp
— Carsten Knobloch (@caschy) February 1, 2022
In Zukunft werden noch mehr Gütesiegel zu finden sein, Smart Home, Smart TV, Router und Co. werden vielleicht auch damit werben. Das Kennzeichen kann beispielsweise auf der Verpackung eines Routers zu finden sein – das Etikett des IT-Sicherheitskennzeichens enthält einen Link und einen QR-Code, den Nutzer scannen können. Darüber gelangen sie auf eine Webseite des BSI mit aktuellen Sicherheitsinformationen zum Produkt. Laut BSI könnte jenes Kennzeichen durch steigendes Informationsbedürfnis einen Kaufanreiz schaffen.
Ebenfalls im Gespräch auf dem Kongress: Bundesinnenministerin Nancy Faeser sprach darüber, dass die Bundesregierung dafür sorgen wolle, dass Hersteller künftig für Schäden haften sollen, die beispielsweise durch (fahrlässige) Sicherheitslücken entstanden sind.
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.
