Brydge 11 Pro: Bluetooth-Tastatur für das iPad Pro ausprobiert

Brydge ist nicht neu auf dem Markt, neben Zubehör für das Surface und Chrome OS bietet man Zusatz-Tastaturen für das Apple iPad an, mittlerweile auch mit deutscher Tastaturbelegung. Ich habe mit Brydge Pro für das iPad Pro gearbeitet.

Ich nutze das iPad Pro mit 11 Zoll und verwende auf diesem die Beta von iOS 13, man ist ja Gefahrensucher. Des Weiteren macht iOS 13 das iPad produktiver. Wobei man halt sehen muss, was man genau arbeitet. Wer oft sehr komplexe Tasks erledigen muss, der muss seinen Weg finden. Bei mir ist es so, dass ich eben nicht alles mit dem iPad Pro abdecken möchte. Das liegt einfach daran, dass ich viele meiner täglich oft wiederkehrenden Tasks nicht zeitsparend auf einem iPad Pro ausführen kann. Ich habe es häufig versucht und arbeite immer daran, meinen Workflow zu optimieren. Doch wenn ich das MacBook in Griffnähe habe, arbeite ich lieber mit diesem – das liegt auch an der Bedienung über das Trackpad.

Brydge Pro will euch vergessen lassen, dass ihr vor einem Tablet sitzt. Die Tastatur ist sehr solide gefertigt und macht optisch und haptisch etwas her. Alles klasse. Das iPad Pro wird einfach eingesteckt, Brydge Pro über Bluetooth verbunden. Ihr habt ein normales, wenn auch kleineres, Tastatur-Layout mit einigen Funktionstasten. Besonderheit im Vergleich zum offiziellen Case von Apple: Die Brydge Pro verfügt über eine dreistufige Hintergrundbeleuchtung.

Nachdem ich Brydge Pro anklippte, hatte ich instant das Gefühl, als würde ich mit einem MacBook arbeiten. Natürlich in kleinerem Format – aber ihr hättet erleben müssen, wie oft ich versuchte, das nicht vorhandene Trackpad zu erhaschen.

Letzten Endes muss man sich auch ein wenig an die Tasten gewöhnen, denn diese sind mal ganz anders als beim MacBook. Anderer Mechanismus und auch wesentlich kleiner. Persönlich finde ich das Arbeitsgefühl besser als bei diesen dünnen Tastaturen, Brydge Pro gibt echtes Tastatur-Gefühl im Kleinformat.

Aufgeladen wird die Tastatur über USB-C, also genau wie das iPad. Im Notfall könnte man die Tastatur sogar kabelgebunden mit dem iPad Pro betreiben – was 2019 sicher nur selten der Fall sein sollte. Der Akku soll bis zu einem Jahr halten. Das konnte ich bisher logischerweise nicht überprüfen.

Was gut gefällt: Der Hersteller liefert eine magnetisch anklippbare Hülle für die Rückseite des iPad Pro mit, dies schützt euer wertvolles Tablet vor etwaigen Kratzern. Ebenfalls nicht zu verachten: Der Bereich für den Apple Pencil ist frei, ihr könnt diesen also ganz normal anklippen.

Man kann nicht viel Schlechtes über Brydge Pro sagen. Sucht man Kritikpunkte, dann müsste man vielleicht das Gewicht von 689 Gramm nennen. Die Tastatur ist nicht leicht und man muss dies ja immer noch zum iPad Pro addieren. Des Weiteren – aber das ist immer subjektiv und ich weiß, dass man nur begrenzt Platz hat – hätte man die Tasten etwas größer machen können. Vielleicht könnte ich noch etwas besser tippen, wenn man die freien Millimeter noch etwas anders genutzt hätte.

Letzten Endes ist Brydge Pro aber ein schönes Dritt-Keyboard, was sowohl arbeitstechnisch als auch optisch sehr gut abschneidet. Und wer will, der klippt sein iPad Pro einfach verkehrt herum herein und hat so einen Ständer für das iPad beim Schauen von Filmen oder Serien. Für Menschen, die wirklich mit dem iPad arbeiten, eine gute Hardware für Gelegenheitsarbeiter, ist das Paket vielleicht zu viel des Guten. Es listet beispielsweise bereits Media Markt sämtliche verfügbaren Modelle, wobei die 11″-Modelle jeweils 170 Euro und die 12,9″-Modelle jeweils 190 Euro kosten.

In Kurzform: Super Verarbeitung, tolle Erweiterung für das iPad Pro für Produktive – Tasten hätten mir etwas größer besser gefallen und das Gewicht muss man beachten.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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18 Kommentare

  1. Kannst du was dazu sagen, inwiefern das Display von der Halterung stark „gequetscht“ wird? Das taucht öfter im Netz auf, dass da evtl. zu viel Druck auf dem Display ist? Ich finde die Bridge Pro durchaus interessant. Aber das genannte Thema lässt mich noch misstrauisch zurück…

  2. Der Preis erstaunt mich ein wenig. Da ist man meiner Meinung nach mit dem originalen Keyboard besser bedient. Ich lese keine Vorteile heraus. Da hat man auch kein Bluetooth und keinen Akku.

    • Ne. Ich hab das originale auch. Das Brydge ist fester und hat quasi zig Winkel. auf dem Schoß arbeite ich wesentlich besser damit. Ist aber mein subjektives Empfinden.

  3. Wieso die Beta von iOS 13? Auf meinem iPad Pro 11″ läuft die 1. Beta von iPadOS (bis auf hier und da eine Sprachvermischung Deutsch/Englisch) ohne jegliche Probleme, ich möchte die damit verbesserten Möglichkeiten absolut nicht mehr missen. Apple ist da endlich auf dem absolut richtigen Weg.
    Die getestete Tastatur wäre mir einfach zu schwer.

  4. Hans-Dieter Wüterich says:

    Wie verhält es sich mit der Standfestigkeit bei größerem Öffnungswinkel?
    Ab wann fällt das iPad auf den Rücken?
    Oder kann man das iPad nicht soweit nach hinten kappen, daß es umkippt?

    Ich verwende für mein iPad das Logitech Slim Folio (nur ein Winkel) und das Logitech Slim Combo (stufenlose Winkel, aber trotzdem zu wenig gegenüber einem Notebook). Die Tastaturen sind bei gut bei den Logitech Teilen.
    Beim Combo ist sie leicht zu entfernt werden und beleuchtet.
    Das Folio funktioniert dafür gut auf dem Schoß, was mit dem Combo unmöglich ist.

    • Kornelius says:

      Ich benutze das Keyboard seit ca einer Woche. Die Winkel sind zum Arbeiten alle spitze, erst kurz vor dem finalen Winkel (beides flach auf dem Tisch) kippt die Tastatur. Ansonsten ist die freie Winkelwahl super gelöst und ist die deutlich bessere alternative zu den aktuellen Lösungen.

  5. War es nicht so, dass das 12.9 iPad mit der hier besprochenen Tastatur dann schwerer ist als das entsprechende MacBook Pro? Das finde ich ein absolutes k.o. Kriterium! Am flexibelsten und elegantesten finde ich immer noch die Variante iPad mit regulärer Hülle + magic keyboard mit canopy!

    • Nicht ganz. Die Combo iPad Pro 12.9“ und Brydge Pro ist knapp 50 Gramm leichter als das MacBook Pro 13“.

    • Hans-Dieter Wüterich says:

      Jeder benötigt seine eigene Lösung die für ihn am besten passt.

      Ich hatte ja die Fragen gestellt, ab welchem Winkel das iPad dann auf den Rücken fällt. Und Kornelius schrieb, dass dies erst kurz vor 180° Öffnungswinkel passiert.
      Damit das iPad nicht schon bei 100°-130° nach hinten fällt, braucht es genügend Gegengewicht und das muss dann wohl oder übel in der Tastatur untergebracht werden.

      Das Canopy ist toll, aber damit hat man wieder eine Stütze hinter dem iPad und ein extra Päckchen. Funktioniert nicht auf dem Schoß und man kann es nicht einfach zuklappen und ein Teil in den Rucksack stecken, man muss wieder iPad runter nehmen und zuklappen, Canopy zuklappen und beides im Rucksack verstauen. Und das Magic Keyboard hat AFAIK keine Beleuchtung.

      Daher ist es super dass es soviel Möglichkeiten gibt die man kaufen/nutzen kann.

  6. Peter Pan says:

    Hat man mit dieser Tastatur genau das gleiche Problem wie mit dem Vorgänger das man nicht von unten das Dock hochziehen kann, da der untere Rand hinter der Tastatur verschwindet? Dann ist wieder Multitasking nicht wirklich nutzbar….

    • Kornelius says:

      Es ist tatsächlich ein wenig knapp bemessen das Dock hochzuziehen. Mit ein wenig Übung klappt dies bei mir aber recht gut. Zudem gibt es oben Links auf der Tastatur eine Shortkey um direkt auf den Hauptbildschirm zurückzukehren bzw. wenn man ihn doppelt klickt alle seine offenen Tabs zu sehen. Daher empfinde ich das ganze als nicht all zu stöhnend.

  7. Welche Variante ist denn empfehlenswert wenn man auch n Backcover braucht – das iPad sollte dabei noch möglichst schmal bleiben… die Lösung von Logitech scheint etwas „bulky“?

  8. Öhm, die Gewichtsangabe stimmt nicht so ganz. 690g wiegt die große Version fürs 12er, die 11er, um die es ja oben geht, wiegt „nur“ 550g.

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