Browser: Chrome vorne, Firefox gewinnt hinzu

Schaut man sich die zahlen des Portals Netmarketshare an, dann kommt man zur Erkenntnis: In Sachen Google Chrome ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, denn der Browser kann weiterhin Boden gutmachen und liegt momentan bei 56,43 Prozent. Abwärts dagegen geht es für den Internet Explorer in seiner klassischen Form. Ein Fall, den Microsofts neuer Browser, Microsoft Edge, auch nicht abfedern kann. Dieser dümpelt seit Monaten in der 5 Prozent-Zone herum – und ein Auf ist in keiner Weise zu erkennen. Die, die vom Internet Explorer abwandern, greifen offenbar nicht zu Microsoft Edge, stattdessen wird laut der Zahlen tatsächlich zu Google Chrome oder dem Mozilla Firefox gegriffen.

Letzterer gewinnt in den letzten Monaten laut Netmarketshare auf dem Desktop hinzu. Stand man im August 2016 bei schmalen 7,69 Prozent, so sind es im Dezember 2016 schon wieder 12,22 Prozent gewesen. Die hier eingebundene Grafik zeigt dabei den Zeitraum von Februar bis Dezember 2016. Auch Safari ist vertreten, kann sich auf dem Desktop noch 3,47 Prozent sichern – andere Browser teilen sich noch die letzten 1,7 Prozent.

Die Maschinen von Netmarketshare tracken nach eigenen Angaben pro Monat um 40.000 Seiten mit ungefähr 160 Millionen unique Visits und geben dementsprechend diese Statistiken raus.

Zu bedenken ist hier auf jeden Fall, dass nicht alles komplett so stimmen kann. Viele Firmenrechner laufen über Proxys oder verschleiern über andere Tools ihr System oder den Browser. Muss man also auch im Hinterkopf behalten, es ist recht allgemein.

Und bei uns? Schauen wir uns einmal generell Windows an. Gemessen sind nicht die Zahlen von 35.000 Feedlesern, die hier täglich lesen, sondern die reinen Besucherzahlen. Auch hier liegt Google Chrome weit vorne, sichert sich 47,27 Prozent. Danach findet man direkt den Firefox mit 33,27 Prozent – ein gewaltiger Unterschied zu den Netmarketshare-Zahlen. Weiter hinten folgt bei uns der klassische Internet Explorer mir 9,57 Prozent, während Edge auf 7,25 Prozent kommt. Der Rest ist mit 2,64 Prozent vertreten, darunter Opera mit 1,91 Prozent. macOS-Nutzer sind anders unterwegs, hier setzen rund 58 Prozent auf Safari, 9,5 Prozent auf Firefox – den Rest greift sich Chrome. Opera liegt unter einem Prozent.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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17 Kommentare

  1. Bitte, da ich Chrome zuletzt vor 4 Jahren anschaute:

    1. Kann bei Chrome endlich Anlegen Cache auf Massenspeicher praktisch deaktiviert werden?

    2. Ist mit Chrome Nutzung einer mehrere tausend Bookmarks umfassenden Bookmarkbibliothek möglich?

    Vielen Dank.

  2. Bin mittlerweile auch vom Firefox zu Vivaldi (nutzt ebenfalls die Chrome Engine) gewechselt da sich meiner Meinung nach Firefox schon seit einer Weile in eine Richtung entwickelt welche nicht mehr den – ich nenne es mal – fortgeschrittenen Anwender im Fokus hat. Es ist meiner Einschätzung nach der falsche Weg immer mehr und mehr sinnvolle Funktionen zu verstecken, und nur noch über Umwege erreichbar zu machen.

  3. Ich war jahrelang Chome Nutzer. Seit mir aber bekannt ist das Google die Chronik zur Auswerung verwendet (Jaja, nur an Nutzer die das natürlich ausdrücklich vorher erlaubt haben, blah blah) nutze ich Privat den Firefox. Auf Arbeit und auf meinem schmalbrüstigen Windows Tablet (Lenovo Yoga Tab 2) nutze ich den Edge Browser. Man kann sagen was man möchte, aber der Edge hat auf schwachen Geräten eine unheimlich gute Performance. Da bleibt mit Chrome oder Firefox der Spaß auf der Strecke, weil es hakt und ruckelt.

  4. @Kleingeldprinz
    Bevor Du solche Nebelgranaten wirfst sollte man schon dabei schreiben, dass es sich hierbei um eine optionale (!) Funktion haltet welche explizit aktiviert werden muss (!) und nur zum tragen kommt wenn zudem der Browserverlauf mit einem Google Konto aktiv synchronisiert wird.

  5. Deliberation says:

    Ach, ich finde das wandernde Profil von Chrome so praktisch, da kann Google gerne im Gegenzug mein Werbeprofil aufmotzen. So bekomme ich wenigstens Werbung, die mich interessiert.

    Letztlich wird an jedem führenden Browser rumgemotzt. Früher war es der böse Internet Explorer vom bösen Microsoft und nun ist es eben Chrome von Google. Als der IE in 2006 noch über 80% Marktanteil hatte, war Microsoft der Antichrist und man konnte sich gar nicht vorstellen, dass wir mal so einen differenzierten Markt wie heute haben. Auch damals hat der IE spioniert und was soll ich sagen, ich habe es überlebt. 😉

  6. Tja Microsoft soft wie sagte Berta aus two and a half man mal : auch wenn man schei** in Puderzucker wälzt es wird dann noch lange kein Donut . Ihr könnt das Ding Edge oder sonst was nennen die Leute nehmen ihn nicht.

    Die anderen Browser sind einfach bequemer, egal welcher, bessere Addons und so weiter ..

  7. Ich gebe @Deliberation vollkommen recht. „Mein Chrome“ ist „Mein Chrome“, egal an welchem Rechner ich arbeite (das sind üblicherweise im Laufe einer Arbeitswoche doch schon so einige). Und es ist wunderbar, wie Lesezeichen und Erweiterungen synchron gehalten werden. Das halte ich für das große Plus beim Chrome.

  8. IE habe ich nie benutzt, bin über Netscape zu Mozilla und dann Firefox gewandert. Dann, wurde Firefox immer schlechter und ich schwank auf Chrome um. Seit ca 1 Jahr ist es wieder Firefox, weil die Jungs wieder richtig gut geworden sind! 😉

  9. @silentcircle2016: Diese rechner- und betriebsssystemübergreifende Synchronisation beherrscht der Firefox aber auch seit Jahren.

  10. @max
    Eibildung ist auch eine Bildung, Firefox ist so langsam man meint die hätten Sand ins Getriebe geschüttet. Umständlicher finde ich den mittlerweile auch.

    @George99
    Dies beherrschte Firefox lange Zeit überhaupt nicht und wenn nann nur unzuverlässig. Das meiste was Firefox heute kann hat er sich bei Chrome abgeschaut, nur mit dem Unterschied der nur die Rücklichter sieht, so langsam ist Firefox. Selbst auf dem tablet oder Smartphone ist Chrome zuverlässig und zeigt mir meine am Desktop aufgerufen Seiten richtig an.

  11. Gesocksbremse says:

    Ich habe Vista und kann seit einiger Zeit nicht mehr fehlerfrei Chrome benützen, Chrome ist extrem langsam geworden und bleibt oft hängen. Die Lösung all dieser Probleme war, zu Firefox zu wechseln um Vista weiterhin nützen zu können. Chrome wird bei Vista nicht mehr unterstützt und ist für mich deshalb wertlos geworden, denn es animiert zum Kauf eines neuen Betriebssystems von Microsoft – Gut dass es Firefox gibt!!!

  12. @ShyAngel – ditto.

  13. @Gesocksbremse sorry, aber das liegt eher an deinem „Betriebssystem“.

  14. Solange man beim Chrome den Cache nicht deaktivieren kann, werde ich vorerst beim Firefox bleiben.
    Auf meinem mobilen Android Device, beeinflusst der Chrome mit der Zeit die Performance und Apps öffnen sich langsamer.
    Laptop: Firefox mit „about:config“-Befehlen aufgemotzt
    Handy: naked Browser. Ressourcenscho nend, Cache lässt sich komplett deaktivieren, öffnet Seiten blitzschnell (schneller als Chrome) und b ist gerade einmal 300kb groß.

  15. n Sachen Synchronisation sind die Browser nahezu identisch. Google-Server synchronisieren im Chromium-Browser Lesezeichen, Verlauf, Einstellungen, Erweiterungen, Tabs, etc.. Beim Firefox werden über Mozilla- oder eigene Server ebenfalls Lesezeichen, Verlauf, Einstellungen, Erweiterungen, Tabs, etc. abgeglichen. Der größte Unterschied ist, dass Chrome Favicons synchronisiert und Firefox nicht (und wenn es daran scheitert …).
    Ein erheblicher Vorteil der quelloffenen Synchronisation vom Firefox ist, dass diese auch von jedem beliebigen anderen Webbrowser implementiert werden kann. So hat z. B. Samsung den hauseigenen mobilen Browser mit der Möglichkeit ausgestattet über Firefox Sync einen Abgleich mit dem Desktop durchzuführen. Ähnliche Konzepte bestehen auch bei anderen Betriebssystemen und Browsern (Pale Moon, SeaMonkey, Epiphany, etc.). Dadurch besteht die Möglichkeit auf jeder Plattform den geeigneten Browser auszuwählen und diese allesamt mit einem Dienst zu synchronisieren.

    Weiter geht es mit der Performance. Ich persönlich bemerke hier auf zwei Testrechnern (einmal ThinkPad Yoga 460 mit i5-5300U, 8 GB RAM, 250 GB SSD und einmal Desktop-PC mit i5 der 2. Gen., 8 GB, 2 TB HDD) mit Debian Stretch und dem GNOME Desktop keinerlei Unterschied zwischen Chromium (Kaltstart, ohne Funktion im Hintergrund geöffnet zu bleiben) und Firefox. Sowohl im Starten als auch im Surfvergnügen (Firefox 50 mit aktiviertem Elektrolysis) sind beide Browser zügig und schnell unterwegs. Chromium mag das Laden der Seiten etwas hübscher gestalten (und dadurch scheinen die Nutzer zu glauben er wäre signifikant schneller) und lädt oftmals andere Elemente eher als der Firefox, aber aufgebaut sind die Seiten in etwa gleich schnell.

    Ein weiterer Vorteil des Firefox ist die Tatsache, dass sich Erweiterungen auch ohne die Abhängigkeit zu einem proprietären Server installieren lassen. Einfach eine .xpi-Datei runterladen und ganz ohne Internet, lokal installieren. Das kann Chromium seit einiger Zeit schon nicht mehr.

    Insgesamt kann ich keinen Grund finden Firefox nicht einzusetzen, denn der Browser funktioniert wie eh und je ganz hervorragend und steht der Konkurrenz nahezu in nichts nach.
    Dennoch ist eigentlich ein Bekriegen zwischen den Fronten nicht notwendig, da es den HTML-Standard schließlich nicht ohne Grund gibt und Webseiten unabhängig vom Browser dargestellt werden sollten. Vielfalt ist hier definitiv wünschenswerter als Einfalt!

    Mir persönlich missfällt es Software einzusetzen, welche mich an bestimmte Firmen bindet und daher würde ich Firefox, Midori, Epiphany (GNOME Web; bekommt mit GNOME 3.24 die Möglichkeit mit Firefox Sync zu reden!), usw. jederzeit einem an ein bestimmtes Ökosystem gebundenen Browser vorziehen.
    Diese Strategie ziehe ich mittlerweile auch konsequent durch sämtliche Kategorien durch und lebe bisher ohne Einschränkungen.

  16. @syscrh

    Ich denke, wenn sich jemand die Mühe macht, einen so guten und umfangreichen Kommentar zu verfassen, sollte man sich auch mal dafür bedanken.

    Also in diesem Sinne: Danke 😀

  17. @George99 Sowas ist doch auch mal schön zu hören, Danke!

    Neben dem zu Beginn fehlenden „I“ ist aber noch ein Vertipper drin, das Yoga 460 hat selbstverständlich einen i5-6300U, falls sich jemand wundern sollte, wo man ein Yoga 460 mit Broadwell kaufen kann 😉
    Also, gibt’s nicht, das Teil nennt sich dann Yoga 14 …

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