
Im zweiten Anlauf hätte Broadcom dann wohl noch bessere Chancen sich doch noch Qualcomm zu sichern. Broadcom beharrt dann auch darauf, dass eine Übernahme im Interesse der Aktionäre liege: „Wir haben von vielen Qualcomm-Aktionären Rückmeldungen erhalten. Sie wünschen sich, dass Qualcomm sich mit uns an einen Tisch setzt„, bekräftigt Hock Tan, der CEO Broadcoms. Laut Tan seien die Aktionäre enttäuscht von der Führung Qualcomms. Mit den neuen Nominierungen für den Aufsichtsrat gebe man jenen eine Chance ihrer Enttäuschung Ausdruck zu verleihen.
Bei der Auswahl der Kandidaten erhielt Broadcom offenbar Unterstützung von Silver Lake, einer international tätigen Beteiligungsgesellschaft. Dieser Schachzug dürfte aber auch auf viel Kritik stoßen: Die seitens Broadcom für den Aufsichtsrat nominierten Kandidaten würden nämlich nicht nur die Übernahme befürworten, sondern auch bei Qualcomm viel Macht erhalten, bis die Transaktion tatsächlich über die Bühne ginge.
Es bleibt zudem die Frage, ob diese Übernahme überhaupt durch die Behörden durchgewunken werden würde. Broadcom geht davon aus, dass der Deal innerhalb eines Jahres genehmigt sein könnte. Qualcomm hingegen warf Zweifel daran ein. Man gehe von einem deutlich längeren und unsicheren Procedere aus.
Nun darf man gespannt sein, wie es weitergeht: Bei Qualcomm dürfte man Broadcomms Strategie argwöhnisch beäugen.