BoxCryptor: On-the-fly-Verschlüsselung für Dropbox

Ich hatte seinerzeit ja mal beschrieben, wie man seine Inhalte der Dropbox mit TrueCrypt verschlüsselt. Eigentlich super einfach (Dropbox und TrueCrypt – verschlüsselte Daten in der Cloud). Wer TrueCrypt nicht nutzen möchte, aber doch einen verschlüsselten Ordner in der Dropbox haben möchte, der sollte sich BoxCryptor anschauen. Die Software sorgt für eine On-the-fly-Verschlüsselung.

Arbeitsweise: Software installieren, Passwort und zu verschüsselnden Dropbox-Ordner wählen, abschließend den Laufwerksbuchstaben wählen. Startet ihr BoxCryptor und gebt das Passwort ein, so wird der Dropbox-Ordner als Laufwerk in euren Explorer eingebunden, der die entschlüsselten Daten bereit hält.

Kleines Beispiel gefällig? Beachtet die folgenden zwei Screenshots.

Bild und Text sind im BoxCryptor-Laufwerk lesbar:

Beim direkten Zugriff ohne Entschlüsselung sieht das Ganze dann so aus:

Vorteil: keine Container, keine Größenbeschränkung, Ver- und Entschlüsselung on-the-fly. Ist eine frühe Version, funktionierte in meinem Test aber 1a. Informiert euch ruhig im Blog von Robert Freudenreich, dem Macher von BoxCryptor.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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36 Kommentare

  1. Hallo zusammen,

    ich bin der Entwickler von BoxCryptor. Vielen Dank für das positive Feedback! Ich muss darauf hinweisen, dass BoxCryptor im Moment „nur“ eine Demo bzw. ein Prototyp ist, mit dem ich zeigen wollte, dass die Verschlüsselungsthematik „Dropbox & Windows“ auch besser gelöst werden kann. Die aktuellen Lösungen haben mich nämlich schon lange genervt.

    Ich versuche mal auf ein paar Punkte einzugehen:

    Verschlüsselung: Ja, RC4 ist nicht der ideale Verschlüsselungsalgorithmus. Ja, ein (von mir) modifizierter RC4 geht schon mal gar nicht und ist per-se als unsicher einzustufen. Deswegen auch der Hinweis vor dem Download, dass man diese frühe Version auf keinen Fall bereits produktiv einsetzen sollte. Der strombasierte RC4 war aber in diesem Fall einfacher zu implementieren als ein blockbasierter Algorithmus wie AES und ist zu Demonstrationszwecken durchaus ausreichend. Eine spätere und stabile Version wird auf jeden Fall AES als Verschüsselungsalgorithmus verwenden und zumindest der Verschlüsselsteil des Quelltextes wird veröffentlicht werden.

    Ablaufen der Software: Die aktuelle Version läuft automatisch in knapp 2 Monaten aus, weil 1) wirklich niemand auf die Idee kommen sollte sie produktiv einzusetzen und 2) noch nicht festgelegt ist, wie BoxCryptor letztendlich veröffentlich wird (Open Source, Closed Source aber umsonst, Closed Source mit Zahlversion, etc.).

    @Andi: BoxCryptor ist im Moment leider Windows-Only. Andere OS könnten zu einem späteren Zeitpunkt aber durchaus unterstützt werden.

    @Barbara & Dennis: Wenn alle Benutzer für einen freigegebenen Ordner BoxCryptor installiert haben und das selbe Passwort verwenden, sollte das Tool auch mit Shared Folders zurechtkommen. Aber das Thema „Shared Folders“ kann in Zukunft bei BoxCryptor sicherlich noch wesentlich verbessert werden. (z.B. verschiedene Passwörter für verschiedene Verzeichnisse)

    @Langer: Evtl. haben die portablen Programme Probleme mit dem virtualisierten Dateisystemtreiber. Ich werde mir das mal anschauen. Und ja, im Moment wird das Passwort nur bei der Konfiguration eingegeben. Ich werde hier aber noch mehr Varianten implementieren (z.B. Eingabe bei jedem Start, o.ä.)

    @Hannes: Ja, aktuell werden nur die Inhalte verschlüsselt. Den Teil „Dateiname“ notiere ich mir mal auf die ToDo-Liste.

    @Nym: Da BoxCryptor einen virtuellen Dateisystemtreiber benutzt, ist eine Installation zwingend notwendig… portable ist in dieser Form nicht möglich. Es gibt für diese Thematik aber durchaus auch Lösungsansätze (ohne direkte Integration in den Explorer als Laufwerk).

    PS: Wenn Wuala für die eigenen Anforderungen ausreicht, ist dies wohl die beste Lösung, da es eine Client-seitige Verschlüsselung bereits direkt eingebaut hat. Da Wuala allerdings (noch) keinen Delta-Sync unterstützt kommt es für mich leider nicht in Frage.

  2. Bei mir lässt es sich gar nicht starten (Win7 64bit), finde es aber an sich spannend!

  3. Leider verschlüsselt man damit auch alle freigegebenen Ordner, hat jemand eine Löstung mit der man einzelne Ordner bzw. keine freigegebenen Ordner verschlüsselt? Danke

  4. Tobias Schneider says:

    OneSync sieht toll aus, aber was ist denn nun der Vorteil?

    Dass man Dropboxen kann per Klick ins Kontextmenu?
    Sprich, eine Verknüpfung wie -> SendTo als Kopie?

    Oder legt das tool Symlinks an?

    also vom FUnktionsumfang scheint mir die kostenlose und seit Jahren entwickelte Software AllwaySync mehr zu können.

    Klärt mich auf 🙂

  5. @robert: Schade, dass es dieses Programm und die Website nur in englischer Sprache gibt! Gerade bei solchen sicherheitsrelevanten Programmen sollte alles verstanden werden können. Ist da eine Änderung in Sicht, zumal ja alles aus Deutschland kommt?

  6. Bei mir läuft Boxcryptor problemlos unter windows7 32-Bit version.

  7. Der Knipser says:

    @Robert: ich teste BoxCryptor gerade mit der Dropbox. Sieht so aus, dass alles soweit funktioniert, auch der Sync mit mehreren Computern, die gleichzeitig auf den Ordner zugreifen. Ich zitiere mal deinen Beitrag vom 08.02.

    „@Langer: Evtl. haben die portablen Programme Probleme mit dem virtualisierten Dateisystemtreiber. Ich werde mir das mal anschauen. Und ja, im Moment wird das Passwort nur bei der Konfiguration eingegeben. Ich werde hier aber noch mehr Varianten implementieren (z.B. Eingabe bei jedem Start, o.ä.)“

    Wie weit bist du denn mit der Implementierung? Die Eingabe eines Passwortes bei Start finde ich schon sehr wichtig Speziell bei meinem Rechner im Büro

  8. Für Mac und iPhone gibt’s BoxProtect um die Datein im Dropbox-Ordner zu verschlüsseln. Die Mac-Version ist umsonst. Ist kompatibel zu BoxCryptor.

  9. Qrrbrbirlbel says:

    Ich warte immer noch auf eine Wuala-Lösung für Dropbox, SkyDrive, Box, Gdrive & Co.

    Immerhin hat Wuala den Speicher in der Basic-Variante auf 5GB erhöht, das reicht zumindest mir für die wirklich wichtigen privaten Dateien.

  10. Ja aber wie kann ich die Dateien jetzt mit Leuten teilen, da kommt ja nur die verschlüsselte an? Wie entschöüsselt der andere die Datei?

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