
Unter den Box Skills versteht Box ein Framework, das mit der Hilfe von maschinellem Lernen allerlei Werkzeuge für den Anwender bereitstellt. Die Ziele sind dabei alles andere als niedrig gesteckt, denn laut dem CEO von Box, Aaaron Levie, wolle man Box „zur intelligentesten Cloud Content Management Plattform der Welt“ machen.
Mit der Audiointelligenz etwa meint Box die Möglichkeit automatisch Text-Transkripte zu erstellen und zu indizieren. Für Interviews natürlich eine extrem hilfreiche Option.
Die Videointelligenz meint hingegen ähnliche Transkriptions-Funktionen und z. B. Gesichtserkennung, um in Videos möglichst schnell Informationen zu finden.
Außerdem gibt es noch die Bildintelligenz, welche auf Bildern Objekte und auch Konzepte erkennen kann. Auf diese Weise können die Box Skills etwa automatische Stichwörterketten zuordnen. Das hilft bei der Erstellung von Metadaten in Bildkatalogen.
Für das ganze Procedere nutzt Box die KI-Dienste von Microsoft. In diesem Zusammenhang weist Box auch darauf hin dass Box on Azure ab dem 1. November zur Verfügung steht. Über das Box Skills Kit sollen Entwickler die Möglichkeit erhalten weitere Custom-Skills zu erstellen. Dadurch können Unternehmen mehrere Funktionen verketten und ihrem individuellen Workflow bzw. dem ihrer Mitarbeiter anpassen.
Als Beispiel zeigte Box bereits eine von Ephesoft entwickelte Fähigkeit, die in Formularen oder Dokumenten Metadaten ausmacht und extrahiert. Sinnvoll, wenn man viel mit ähnlichen Formularen arbeitet – etwa Verträgen. Zudem will Box über Box Graph ein Netz aus Inhalten, Beziehungen und Aktivitäten herstellen. Auch hier setzt man auf maschinelles Lernen, um die Verwaltung zu optimieren. Box Graph dient etwa als Basis für einen personalisierten Aktivitäts-Feed für die jeweiligen Nutzer.
Was das Rahmenwerk für die Box Skills bzw. das Skill Kit Unternehmen am Ende kosten soll, ist noch offen. Betaversionen soll es ab Anfang 2018 geben. Auch der Box Feed soll 2018 an den Start gehen.