Bowers & Wilkins 800 Serie Diamond: Sieben neue Modelle der Nobel-Lautsprecher

Bowers & Wilkins präsentiert eine Weiterentwicklung der 800 Serie Diamond: Man bewirbt die Modelle als „eine der besten Lautsprecherserien der Welt“, was sich nicht nur im Design, sondern auch im Preis widerspiegelt. Witzigerweise erinnern mich die Speaker dabei optisch an die Tentakel aus „Maniac Mansion“ und „Day of the Tentacle“. Geht das nur mir so?

Die neue 800 Serie Diamond umfasst sieben Modelle, beginnend mit dem Zwei-Wege-Kompaktlautsprecher 805 D4. Hinzu kommen die Drei-Wege-Standlautsprecher 804 D4, 803 D4 und 802 D4. Bowers & Wilkins stellt darüber hinaus als Flaggschiff-Modell der Serie die 801 D4 vor, welche künftig den 800 D3 ersetzen. Abgerundet wird die Serie durch die Center-Lautsprecher HTM81 D4 und HTM82 D4.

Zudem gibt es die Einführung einer vierten Farbe. Neben den bewährten Ausführungen Schwarz glänzend, Weiß und Satin Rosenut ist jetzt auch die Farbe Satin Walnuss erhältlich. Die Oberseite aus Holz wurde nun durch eine Deckplatte aus Aluminium ersetzt, die Gehäuseschwingungen minimiert. Sie ist mit Applikationen aus Connolly-Leder versehen – die dunklen Gehäuse (Schwarz glänzend, Satin Rosenut) mit schwarzem, die hellen Gehäuse (Weiß, Satin Walnuss) mit hellgrauem Leder.

Alle neuen Modelle verfügen über eine verbesserte Version des Tweeter-on-Top-Designs, das sich jetzt durch eine gestreckte Form mit längerem Röhrensystem auszeichnet. Dadurch werde laut dem Hersteller im Hochtonbereich ein offenerer Klang erzeugt. Die Form komme durch die Kombination mit dem neuen Zweipunkt-Entkopplungssystem zum Tragen, welches das Gehäuse vom restlichen Lautsprecher isoliert. Das Hochtongehäuse wird aus einem einzigen Aluminiumblock gefräst.

Mit den neuen Modellen werden zudem drei neue Gehäuseformen vorgestellt. Die Stereomodelle 805 D4 und 804 D4 besitzen nun auch ein Gehäuse in umgekehrter Bauform. Die neue Form verringert die Oberfläche der vorderen Schallwand und verbessere gleichzeitig die Gesamtstabilität des Systems. Neben dem 805 D4 und dem 804 D4 ist auch der neu entwickelte Center-Lautsprecher HTM82 D4 mit dem Gehäuse in umgekehrter Bauform ausgestattet, das eine verbesserte akustische und mechanische Leistung ermöglicht.

Als neue Technik hebt Bowers & Wilkins unter anderem eine Continuum-Membran hervor. Sie wird sowohl für Mittel- als auch Tiefmitteltöner eingesetzt. Kombiniert wird sie in den Standlautprechern mit der FST-Mitteltöner-Technik (Fixed Suspension Transducer), die Verfärbungen entgegenwirke. Bowers & Wilkins vereine laut eigenen Aussagen alle Vorteile der Continuum-Membran, der FST-Technologie und einer biomimetischen Aufhängung mit Isolierung des gesamten Mitteltöners vom restlichen Gehäuse. Bei den Drei-Wege-Modellen sind die Mitteltöner mit einem Aluminium-Chassis mit Schwingungsdämpfern (Tuned Mass Dampers, TMD) ausgestattet, die Resonanzen unterdrücken.

Bowers & Wilkins ergeht sich noch in viele weitere Arien zur Qualität der Lautsprecher, die aber vor allem für echte Luxus-Fans interessant sein dürften. Daher verweise ich an dieser Stelle lieber auf die detaillierte Pressemitteilung. Stattdessen wird es für euch eventuell besonders interessant, wenn ihr euch die Preise auf der Zunge zergehen lasst:

  • 801 D4 – € 35.000
  • 802 D4 – € 26.000
  • 803 D4 – € 20.000
  • 804 D4 – € 12.500
  • 805 D4 – € 8.000
  • HTM81 D4 – € 7.500
  • HTM82 D4 – € 5.500
  • FS-805 D4 – € 1.200
  • FS-HTM D4 – € 800

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25 Kommentare

  1. Je weiter ich den Text gelesen habe, umso klarer wurde es schon, dass man da (bei den Standlautsprechern) nicht mehr mit einem vierstelligen Preis rechnen kann…

    (Zum Glück war die in meinem TV integrierte Soundbar von B&W ein paar Größenordnungen billiger.)

    • Mir wird dabei klar, dass das heutige Geld nichts mehr wert ist.
      Selbst hatte ich das damalige Spitzenmodell von B&W, die DM70 Continental.
      Die haben damals DM 2000.- gekostet.
      Damals viel Geld, aber nicht so außerhalb meiner Reichweite, wie jetzt.

  2. …kann ich den per Klinke direkt an einen Echo Dot anschließen? Hat da jemand Erfahrungen?

  3. „FS-HTM D4“ 800,- für nen Lautsprecherständer. Also Leute, ab sofort wird nicht mehr über Apple mit seinem Monitorständer gelästert.

    • Das gibt es auch noch teurere Modelle anderer Hersteller. Muss man ja auch in Relation zu den Preisen der Lautsprecher sehen. Und der Vergleich mit dem Stand fürs Apple Display zieht nicht.
      Die Ständer hier kannst du im Grunde ein Leben lang, auch für andere Kompaktlautsprecher verwenden. Und generell kennen die Preise im Bereich HiFi fast keine Grenzen. Da sind die Modelle hier eher das untere Segment.

    • Focal wollte bei meinen Kanta 1000 Euro für ein Paar Lautsprecherständer. Dabei ist das Mittelsegment aus MDF oder etwas derartiges… und über den Kanta gibt es noch zwei Serien, mit nochmals deutlich teureren Lautsprecherständern (die sehen aber auch besser aus). 800 Euro? Günstig.

  4. Schön teuer sind die Boxen ja, aber schön aussehen tun sie nicht!

    • Die teuerste Lautsprecherbox kostet 35K, wo ist da etwas teuer? Du kennst Dich scheinbar richtig gut in der Hi-Fi Branche aus!

      • Was ist an seiner Aussage jetzt falsch? 35K für ein Pärchen Lautsprecher ist nun mal für die meisten Menschen sehr teuer und ohne vernünftige Raumakustik und Aufstellung heraus geschmissenes Geld, auch wenn es natürlich auch Lautsprecher gibt, die im Millionenpreis kosten. Ein Auto für 100K ist auch teuer, auch wenn es Autos gibt die Millionen kosten.

        Nur weil du vielleicht bei den Norddeutschen Hifitagen oder ähnlichen Events mal in schlecht akustik optimierten Räumen mal Lautsprecher für z.b. 100K angehört hast, weil der Verkäufer da irgendeinen überhörten Spaßpreis verlangt hat, hat man selber auch keine Ahnung von der Branche ….

        • Sorry, was soll man mit Leuten wie Dir diskutieren. 100K sollen viel für ein Auto sein? Leb weiter in deiner Fantasiewelt!

          • Sebastian Veit says:

            Du willst mir nicht ernsthaft weismachen, 100k für ein Auto wären günstig? Wenn dem so ist, bitte vom hohen Ross absteigen und einmal kurz offenlegen, wie den Jahresgehalt aussieht. Für’s bessere Verständnis.

        • Don’t feed the troll

      • naja sorry aber die B&W 800 Serie Diamond ist ja auch nur das „Abfallprodukt“ um auch die weniger liquide Kundschaft abzugrasen, der Rest nimmt das Orginal die Nautilus!

    • Das Aussehen ergibt sich aus der kompromisslosen Konstruktion.

  5. B&W nötigt mir echt Respekt ab. Sie wissen, wie man die taube Gans rupft, ohne dass sie quakt 😉 wünschte, man könnte auch außerhalb von „Highend“ Geld so leicht verdienen.

  6. Sind das Stück oder Paarpreise ?
    Hammer Lautsprecher !

  7. Blacky Forest says:

    „Witzigerweise erinnern mich die Speaker dabei optisch an die Tentakel aus „Maniac Mansion“ und „Day of the Tentacle“. Geht das nur mir so?“
    Nur aus diesem Grund habe ich den Artikel angeschaut. Die haben mich auch dran erinnert…dachte schon, da kommt ne interessante Zusammenarbeit und Lautsprecher zu nem vernünftigen Preis…

  8. Ich persönlich stehe ja mehr auf die „Beolab 90“. Leider kann ich die 140 kg Teile hier im Altbau aber nicht stellen – vom elektrischen Anschluss an die rund 100 Jahre alte Verdrahtung mal ganz abgesehen. Klingen tun die allerdings ziemlich gut.
    (Außerdem stelle ich gerade fest, dass sie scheinbar NOCH teurer geworden sind. Mist!)

  9. Immerhin besser als überteuerte Streaming-Boxen, deren Sound vernachlässigbar ist.

  10. 99% dere, die tatsächlich die Kohle hätten, haben 50+ alte Ohren und können nur mit den Dingern protzen, Hören würden sie den Unterschied zu einer guten Box von z. B. Nubert nie und nimmer.

    • Glaub mir, wenn du dir mit 50+ einmal sowas wie die „Beolab 90“ anhörst, dann HÖRST auch du den Unterschied! Das sind nämlich keine gewöhnlichen Lauschsprecher mehr, das ist ein in die Wohnung verfrachteter Konzertsaal.

      Und ja, ich habe sie mir angehört mit 50+, und war aufs Schwerste beeindruckt nicht nur davon, was meine Ohren noch so alles mitbekommen – sondern vor allem, was man mit richtig gutem Engineering überhaupt so zustande bringen kann.
      Wird aber wohl ein Traum bleiben, sowas in die eigenen vier Wände zu bekommen (aber immerhin macht ein bisschen träumen Spaß 😉

    • Um in diesen Regionen mitreden zu können, sollte man schon über Hörerfahrung verfügen,
      die über das landläufige hinaus geht. Auf Name-Dropping verzichte ich bewusst.
      Die Unterschied sind auch in hohem Alter sehr deutlich, wenn man gelernt hat analytisch zu hören.
      Und genau das fehlt meist bei der Generation Y und Z.
      Hört man sich die grottig schlechten Modekopfhörer und Stöpsel an,
      sowie die Sound-Boxen, die gehypt werden,
      dann empfinde ich körperliches Unbehagen, bis hin zum Schmerz.
      Mit dem Hören ist es wie mit dem Essen. Genuss ist nicht für jeden.

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