Bosch ist ja im Bereich Smart Home schon groß dabei, erst kürzlich hatte Benny ja den Twinguard des Unternehmens getestet. Sicherheit ist dabei für den deutschen Hersteller natürlich ein Thema, auf das man es nun auch in Fahrzeugen abgesehen hat. Und da geht es bei einem neuen System in erster Linie um die Sicherheit der Insassen. Sowohl mehr Sicherheit als auch mehr Komfort will man da dank künstlicher Intelligenz bieten.
So will man über eine Innenraumbeobachtung feststellen, wenn der Fahrer z. B. müde ist oder sich durch externe Faktoren ablenken lässt – z. B. durchs Herumfummeln am Smartphone. Die Ziele sind dabei hoch gesteckt: Sicherheitstechnik, wie eben die zur Warnung des Fahrers bei Müdigkeit oder Ablenkung, solle laut Bosch in den nächsten 20 Jahren in der EU 25.000 Leben retten.
Das Ziel der Überwachung des Fahrzeuginnenraums liegt also darin, Ablenkungen, Sekundenschlaf oder auch nicht angelegte Gurte zu erkennen und präventiv einzugreifen. Die Sensoren überwachen dann eben nicht nur die Straße und was dort passiert, sondern auch das Innenleben des Fahrzeugs. Denn viele Unfälle im Straßenverkehr entstehen, weil es beim Fahrer genau dort Patzer gegeben hat.
Das neue System von Bosch soll Sensoren, Kameras und künstliche Intelligenz kombinieren und ab 2022 in Serie gehen. Zeitgleich wird derartige Sicherheitstechnik, die beispielsweise den Fahrer bei Müdigkeit oder Ablenkung warnt, in der Europäischen Union zum Standard in Neufahrzeugen. Eine Rolle könnte das neue System von Bosch auch für selbstfahrende Autos spielen: Denn wenn diese zwischenzeitlich das Lenkrad übernehmen und anschließend die Kontrolle wieder an den Fahrer übertragen, kann über die Kameras und Sensoren sichergestellt werden, dass der jeweilige Fahrer konzentriert und ablenkungsfrei ans Werk geht.
