Boon: Offenbar keine Nutzung von Apple Pay in Deutschland mehr möglich (Update: doch)

Update 11.9.: Richtigstellung siehe unten! Ursprünglicher Text vom 11.9.: Apple Pay gibt es in Deutschland auch 2017 noch nicht offiziell, wer mit einem iPhone bezahlen möchte, muss auf andere Anbieter ausweichen. Ein solcher Anbieter ist Boon. Man konnte sich bei dem Anbieter registrieren und im Anschluss auch Apple Pay nutzen – in Deutschland. Das scheint nun ein Ende zu haben, wie uns ein Leser nach einem Gespräch mit dem Boon-Support mitteilte. Ihm war es plötzlich nicht mehr möglich, Apple Pay hierzulande zu nutzen.

Der Anruf bei Boon war wohl ernüchternd. Eine Herabstufung von Boon auf das Basic-Konto, da Boon aktuell alle Konten überprüft und in das Heimatland zurückgeführt würden. Für deutsche Kunden bedeutet dies: Kein Apple Pay mehr. Das ist natürlich ärgerlich, da es ja gut funktioniert hat, aber ist eben auch genau der Grund, warum ich beispielsweise noch auf Apple Pay verzichte.

Drittlösungen mögen für den Augenblick gut funktionieren und man nimmt dafür vielleicht auch ein bisschen mehr Aufwand auf sich, um eine Funktion zu nutzen. Aber sie sind eben nicht dasselbe wie die gleiche Funktion vom Anbieter direkt. Für Euch soll das nur als Hinweis dienen, falls Ihr Boon nutzt und plötzlich nicht mehr bezahlen könnt. Uns ist nicht bekannt, in welcher Geschwindigkeit die Konten überprüft werden, hinterlasst gerne einen Kommentar, ob Boon bei Euch noch so funktioniert wie bisher.

Vielleicht muss man auch gar nicht mehr lange auf Apple Pay in Deutschland warten. Wie jedes Jahr fehlt auch dieses Jahr das Gerücht nicht, dass Apple Pay im Herbst hierzulande an den Start gehen könnte. Nun ja, wir werden sehen, wäre ja ein interessanter zeitlicher Zufall.

Update: Der Artikel ist in dieser Form so nicht richtig. Auch wenn Boon mir selbst nicht auf meine Anfrage geantwortet hat, hat sich Boon geäußert. Allerdings erklärt auch diese Aussage nicht, warum im Fall des Lesers keine Zahlung per Apple Pay mehr möglich war. Und auch die Aussage des Supports klang durchaus plausibel. Allerdings sprechen die Kommentare unter diesem Artikel auch eher dafür, dass es sich um einen Ausnahmefall handelt. Ich warte dann mal noch, ob ich Antwort von Boon direkt bekomme. Hier der Tweet (aus den Kommentaren, danke!) mit der „Aufklärung“:

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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30 Kommentare

  1. Man kann bei boon. nur einen Account / Konto haben, sprich in fr oder irl oder it. Da der Account, das Konto an die Handynummer gekoppelt ist. Ich halte den Artikel für falsch, bzw. schlecht recherchiert. Aufgrund der Gesetzeslage in fr sind basic accounts da nicht möglich, wenn man im Ausland, also für uns Deutschland, zahlen möchte. Daher das Upgrade auf boon. plus ( Doku verify etc. ) -> Geldwäsche gesetzt. Bei boon. irl war es bis jetzt auch mit boon. basic möglich. Dort haben sich die Gesetze wohl auch derart geändert, dass man ein Accountlimit von 250€ hat, aufladung / Tag 250€ / Jahresmax-Aufladung 3000€ oder auch hier upgrade auf plus dann gelten die Limits wie auf der Website. Morgen bin ich wieder einkaufen und werde „mit ziemlich großer Sicherheit“ mit applepay zahlen können 😉

  2. Mir wurde seitens eines boon. Support-Mitarbeiters auf die Frage, ob denn an dem Gerücht etwas dran sei, mit einem knappen „alles Quatsch“ geantwortet. Der sehr nette und kompetente Mitarbeiter meinte außerdem, dass es sich hierbei um ein Missverständnis handeln muss und das man lediglich an den Limits geschraubt hätte.

  3. Siri sagt jetzt unter iOS 11 dass Apple Pay im Herbst startet. Man muss natürlich die richtige Frage stellen.

  4. „@EhssanKhazaeli
    #Apple hat Vertreter deutscher Banken zu Event am 12.09.17 eingeladen. Wohl nicht ohne Grund. #ApplePay #iPhone8“

  5. Sorry, aber der Siri-Hinweis ist lediglich eine Anspielung auf die Möglichkeit ab iOS 11 via Apple Pay und der iMessage App Zahlungen, z.B. an Freunde, senden und empfangen zu können. Damit ist nicht gemeint, dass Apple Pay ab Herbst in Deutschland startet.

  6. @beardman
    Apple Pay Cash ist eine Funktion von Apple Pay, somit funktioniert es halt nur wenn es auch Apple Pay gibt. Zudem ist Apple Pay Cash bisher nur für die USA angekündigt, die Siri Antwort ist daher doppelt interessant. Da es in deutscher Sprache ist bzw deutscher Regionaleinstellung, wird es wohl für Deutschland gelten, da Siri jeweils in jedem Land andere/angepasste Antworten gibt.

  7. @HO
    Es gibt und gab schon genügend Informationen in deutscher Sprache und auf der deutschen Apple-Seite zu Apple Pay, obwohl dies nicht in Deutschland verfügbar ist. Auch wurde schon vor längerem auf der Apple Pay Seite Deutschland von Apple gelistet und dann wieder entfernt. Siri gibt die gleich Antwort in Deutsch, wie auch in Englisch. In der Vergangenheit gab Apple auch schon in deutscher Sprache auf ihren Seiten Informationen zu Features, die dann nur in den USA verfügbar waren, ich meine mich da z.B. an WIFi Calling erinnern zu können. Natürlich würde ich mich auch freuen, wenn Apple morgen Apple Pay für Deutschland ankündigt.

  8. SEQR habe ich ebenfalls getestet, allerdings hat der Dienst zwei ganz gravierende Nachteile weshalb ich ihn nicht mehr nur nutze nach einem längerem Test.

    Zum einen funktioniert er bei weitem nicht zuverlässig genug, ich hatte ca. bei jeder 4-5 Zahlung Probleme, dass aus irgendeinem Grund die Zahlung nicht ging oder – ganz toll – an der Kasse sich die App überlegte dass die Funktion plötzlich nicht mehr aktiviert wäre. Ganz grosses Kino, dann steht man erst mal sehr blöd da und muss doch wieder die kontaktlose Kreditkarte auskramen. Solange solche Dienste eine höhere Fehlerquote als einer von eintausend Fällen (und selbst das wäre schön viel) haben sind sie in meinen Augen eine technische Spielerei die für den praktischen Einsatz nicht geeignet ist.

    Ein weiterer gravierender Nachteil des Dienstes ist der Umstand, dass die Zahlungen bei Abbuchung vom Girokonto nicht zugeordnet werden können, der angegebene Verwendungszweck ist der gleiche und lässt keine Rückschlüsse auf die dahinterstehende Zahlung zu. Das macht eine Kontrolle nur mit einem hohen zeitlichen Aufwand möglich, was den Dienst ebenfalls disqualifiziert.

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