BNetzA: Warnung vor vermeintlichen Energiespargeräten im Onlinehandel

Die Bundesnetzagentur ruft zur Vorsicht beim Kauf von sogenannten Energiespargeräten im Onlinehandel auf. Solche Produkte versprechen teilweise, dass die Stromrechnung erheblich reduziert werde. Die Bundesnetzagentur hat laut eigener Aussagen verschiedene Typen (beworben mit Begriffen wie beispielsweise Energie- oder Stromsparbox, Elektrosparbox oder Energiespargerät) solcher Geräte überprüft und zahlreiche formale Mängel festgestellt.

Die geprüften Energiesparboxen sollen den Stromfluss im Haushalt stabilisieren und so zu einer niedrigeren Stromrechnung führen. Dafür würde es genügen, ein solches Gerät in die Steckdose zu stecken. Bei den Geräten hat die Bundesnetzagentur festgestellt, dass die Bauteile häufig unfachmännisch angeschlossen waren und Lötverbindungen fehlten.

Die von der Bundesnetzagentur per Testkauf außerhalb der EU im Onlinehandel erworbenen Energiespargeräte wiesen sichtbare formale Mängel auf, wie beispielsweise falsche CE-Kennzeichnungen, fehlende deutsche Bedienungsanleitungen und fehlende verantwortliche Ansprechpartner. Dies kann Auswirkungen auf Käufer haben, da im Garantie- oder gar Schadensfall keine Ansprüche gegen verantwortliche Unternehmen geltend gemacht werden können. Der Betrieb solch mangelbehafteter Geräte ist in Deutschland nicht zulässig, so die Bundesnetzagentur.

Die Tipps der Bundesnetzagentur:

  • Bestellen Sie online bei seriösen und bekannten Quellen. Informieren Sie sich vorher über den Anbieter, beispielsweise bei den Verbraucherzentralen oder der Stiftung Warentest.
  • Prüfen Sie, ob eine Adresse in der EU angegeben ist, unter der Sie den Anbieter oder seinen Partner erreichen können. Diese Adresse muss auf dem Produkt oder seiner Verpackung, dem Paket oder in einem Begleitdokument angegeben werden.
  • Vergewissern Sie sich, dass Angaben zu allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sowie Widerrufs- und Rückgabebelehrungen vorhanden sind.
  • Prüfen Sie die Beschreibung des Produkts sorgfältig. Achten Sie insbesondere darauf, dass Hinweise auf eine deutschsprachige Bedienungsanleitung vorliegen.
  • Der Preis sollte im Vergleich zu Mitbewerbern plausibel sein.
  • Wenn Sie unsicher sind, stellen Sie dem Verkäufer Fragen zum Produkt. Seriöse Verkäufer beantworten Fragen zügig und gern.
  • Achten Sie darauf, dass der Steckertyp auch in Deutschland verwendbar ist.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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6 Kommentare

  1. „…festgestellt, dass die Bauteile häufig unfachmännisch angeschlossen waren und Lötverbindungen fehlten.“

    „…wiesen sichtbare formale Mängel auf, wie beispielsweise falsche CE-Kennzeichnungen, fehlende deutsche Bedienungsanleitungen und fehlende verantwortliche Ansprechpartner.“

    Das wichtigste fehlt eigentlich (auch in den Tipps): Die Dinger funktionieren nicht.

    Das ist Humbug, daß man mit solchen Geräten Strom sparen könnte.

    Aber vermutlich ist das (leider) kein gesetzlich zugelassener Prüfbereich der Bundesnetzagentur – und vermutlich darf sie dazu dann keine Aussage treffen.

    Lustig sind auch die kleinen Mini-Wärem-Erzeuger in Größe eines Fritz-WLAN-Repeaters für die Steckdose: die sollen angeblich einen ganzen Raum heizen, und man spart damit hunderte EUR an Heizkosten….

    • erinnert mich an WLAN Repeater die das DSL schneller als den Sync mit der Vermittlungsstelle machen dank Hokus Pokus. Dazu gibt es von Sara hs Bless ing noch ein paar Gummibären, denn „hank – Trump bestellt bei uns“

  2. what? Wieso klären die nicht auf, das es ein solches Gerät uberhaupt nicht geben KANN ?

  3. Wenn ich diesen Quatsch von der BNA wieder lese:
    „Nach dem Stand der Technik sind auch die Energiespareffekte solcher Geräte fragwürdig“
    Die sind nicht fragwürdig, die sind (häufig genug nachgewiesen) einfach NICHT vorhanden. Diese Geräte sind nichts anderes als Betrug. Genauso wie die momentan en masse verbreiteten „Spritsparstecker“.
    Haben die dort eigentlich nicht die Eier in der Hose, so etwas einfach mal auszusprechen?
    Stattdessen wird von falscher CE-Kennzeichnungen, fehlender deutsche Bedienungsanleitungen und fehlender verantwortlicher Ansprechpartner gefaselt…

    • „Haben die dort eigentlich nicht die Eier in der Hose, so etwas einfach mal auszusprechen?“

      Dies haben noch die wenigsten in unserer kompletten Gesellschaft! Nur noch „Kuschelkurs“ und jeder muss berücksichtigt werden etc. (siehe auch aktuelle Genderdebatten). Das wesentliche wird vor lauter „Rücksicht“ auf alle immer weiter in den Hintergrund gerückt. Hier ist es einfach die Sicherheit, Wahrheitsgehalt und der Schutz der Verbraucher vor Abzocke und Betrug.

      Der Verbraucher als „mündiger“ Bürger hat ja alles selber in der Hand, heiß es doch immer.
      Unter diesem Deckmantel kann so manche teuer aufgezogene Behörde Ihre Arbeit einfach liegen lassen und hat trotzdem Ihre Daseinsberechtigung in welcher Form auch immer. Dies ist nämlich der nächste Punkt, warum bedarf es solchen Institutionen und sogenannten „Marktwächtern“ wenn dieser ganze „Billigschrott“ ungehindert den Markt flute kann?

  4. Das kann man so pauschal nicht sagen… ich habe mir vor einer Weile in fast jeder Steckdose sowas installiert und sollte demnächst meine erste Einspeisevergütung bekommen.

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