BlackBerry verkauft Patente für 600 Millionen Dollar

Von BlackBerry ist nicht mehr viel übriggeblieben. Allerdings hält man noch viele Patente aus dem Smartphone-Bereich. Jetzt veräußert man auch dieses Tafelsilber.

BlackBerry gab heute bekannt, dass man mit Catapult IP Innovations eine Vereinbarung über den Verkauf von Patenten getroffen hat, nach der BlackBerry zugestimmt hat, im Wesentlichen alle seine nicht zum Kerngeschäft gehörenden Patente an Catapult für einen Gesamtbetrag von 600 Millionen US-Dollar zu verkaufen.

Interessant dabei: Catapult ist eine Zweckgesellschaft, die einzig zum Erwerb der BlackBerry-Patente gegründet wurde. Catapult finanziert die Akquisition hauptsächlich über ein vorrangig besichertes Darlehen in Höhe von 450 Millionen US-Dollar, für das es von einem Kreditsyndikat bedingte Zusagen in Höhe von 400 Millionen US-Dollar erhalten hat. Bei Abschluss der Transaktion erhält BlackBerry laut Mitteilung 450 Millionen US-Dollar in bar und einen Schuldschein in Höhe von 150 Millionen US-Dollar. Der Schuldschein wird durch ein zweites Pfandrecht an den Vermögenswerten des Käufers gesichert und ist den Rechten des vorrangigen Kreditsyndikats nachgeordnet.

Wenn Catapult also ein neues Unternehmen ist, dann hat man nun zwar einen Haufen Patente, aber auch einen hohen Schuldenberg und keinen Cashflow. Catapult muss also flott schauen, dass man die Patente zu Geld macht. Wie auch immer das ausschauen wird.

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4 Kommentare

  1. Sowas nennt man Patent Troll……. Ich hoffe aus ganzem Herzen das die auf die Schn…. fallen.

    • für mich liest sich dies wie rechte Tasche, linke Tasche. Wahrscheinlich wollten Investoren Geld sehen. Und das war die schnellste Art. Interessant wäre zu wissen, ob BB für diese Patente jemals nennenswerte Erlöse erzielt hat

  2. Oder in Konkurs gehen und fertig. Dann gibt es mindestens einen Gewinner.

  3. Patentklagen gegen Apple, Samsung, Google incoming in 3…2….1….bumm.
    Sad.

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