BitTorrent Sync 1.4: ein erster Blick auf die neue Version

Nicht lange ist es her, da kündigte man seitens BitTorrent an, dass man den Sync-Client, der eure Rechner, Mobil-Geräte und NAS-Lösungen synchronisiert, einer optischen Frischzellenkur unterziehen wollte. Ich habe Zugang zur Alpha und lasse mal ein paar Screenshots hier, damit Nutzer sich einen ersten Blick verschaffen können. Ausprobieren sollte man die Alpha natürlich nicht in Produktivumgebungen, da die Version 1.4 auch nicht komplett mit der jetzigen Finalversion 1.3 kompatibel ist.

Bildschirmfoto 2014-07-23 um 12.12.43Kennt man Methodik, mit der BitTorrent Sync arbeitet, dann wird man schnell in die neue Oberfläche einsteigen können. Ordner lassen sich über das Interface von BitTorrent Sync freigeben, aber auch über das Kontextmenü von OS X und Windows – dies sind die beiden Systeme, für denen die Alpha derzeit bereitsteht.

Bildschirmfoto 2014-07-23 um 12.15.01Die Freigabe von Ordnern kann mittels verschiedener Wege erfolgen, ob per Mail, per Link oder QR-Code – alles möglich. Für euch selber nutzt ihr weiterhin die Keys.

Bildschirmfoto 2014-07-23 um 12.15.19Links können verfallen, entweder nach Zugriffsart oder nach einer bestimmten Anzahl von Tagen. Gesharte Links lassen sich via Webseite aufrufen und beim Gegenüber dann automatisch in die bestehende Sync-Umgebung einfügen.

Bildschirmfoto 2014-07-23 um 12.16.20Ordner können auch bei eigenen Rechnern auf „nur lesen“ gestellt werden. Beim Sync wird alles übertragen, aber Löschungen und Co werden halt nicht auf die Quelle synchronisiert. Der nur Lesende kann zwar lokal löschen, aber auf Wunsch alles wieder aus der Quelle ziehen. BitTorrent Sync kann auch für jeden einzelnen Ordner Lösch-Archive anlegen, sodass keine Daten verloren gehen.

Bildschirmfoto 2014-07-23 um 12.23.37Macht alles in allem schon einen guten Eindruck, wobei in Sachen Optik natürlich gerne noch nachgearbeitet werden kann. Bei vielen Nutzern geht einiges über die Optik, vielleicht erreicht man so mehr Menschen. Wer allerdings auf Eye Candy keinen Wert liegt, sondern einfach Daten von A nach B dezentral synchronisieren will, der sollte weiterhin ein Auge auf BitTorrent Sync haben. Und wo wir gerade bei Sync-Clients  sind: OwnCloud 7 ist als Community-Version erschienen.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

16 Kommentare

  1. @Caschy: Ist das immer noch so, dass BitTorrentSync die Platten im NAS daran hindert, schlafen zu gehen? Oder kann man das anders konfigurieren?

  2. Interessantes Projekt:
    http://syncthing.net/

  3. @Jo: Afaik immer noch. Mal sehen, was 1.4 bringt

  4. @Frank: Syncthing nutzt aber mit UPnP eine Technik, die meines Wissens nach als sehr unsicher gilt, zumal Syncthing auch noch nicht sonderlich stabil sein soll. Deswegen scheidet das Projekt auch für mich aus. Und BTSync… naja P2P, an sich ein gutes Konzept, aber da auch Tauschbörsen an sich streng überwacht werden, hab ich so meine Zweifel, dass das so sicher und privat ist, wie es alle behaupten.

    Ich bleibe lieber bei meiner angestrebten OSS-Lösung aus Seafile mit heimischem Hosting und SoftEther VPN zum externen Zugriff, auch wenn ich noch nicht ganz sicher bin, ob das so funktionieren wird, wie ich das möchte.

    • @Antares: Das ist ein verbreitetes Missverständnis. BTSync hat nichts mit Tauschbörsen zu tun, nur weil „Bittorrent“ im Namen steht. 😉

  5. Namenlos, weil Cookies gelöscht... says:

    BTSync is doch auch in der 1.3 noch Alpha…

  6. ich nutze btsync schon eine weile.
    tolle Sache weil es auch auf meinem wd nass läuft.
    blöd ist das ich seit Kit kat nicht mehr wie gewohnt nutzen kann wenn der sync Ordner auf der sd Karte liegt.

  7. @Jo: Dessen bin ich mir bewusst, dass BTSync keine Tauschbörse ist, es geht darum, dass die gleiche Technik zugrunde liegt wie beim klassischen Bittorrent. 😉 Und wenn die Technik existiert, um zu überwachen, was die Nutzer untereinander tauschen oder welchen Stream sie schauen (Popcorn Time lässt grüßen), dann besteht in meinen Augen zumindest auch theoretisch die Möglichkeit, zu sehen, was du synchronisierst bzw. zumindest dass du was synchronisierst.

    Deswegen setze ich BTSync nicht ein, ich verurteile es aber auch nicht. Ich bin nicht grundsätzlich gegen P2P, gerade YaCy halte ich für ein tolles Projekt. Aber beim Thema Sync vertraue ich lieber Seafile und dem SoftEther Project.

  8. @Antares: Nö. 😉
    Die Technik, um zu überwachen, was die Nutzer in Tauchbörsen untereinander tauschen, basiert doch darauf, dass jeder Benutzer als *öffentlicher* Uploader mit seiner IP-Adresse allen anderen Nutzern bekannt ist. Darauf stützen sich z.B. die Abmahnungen. Das ist aber bei BTSync nicht der Fall. Du tauscht nur mit Dir selber. 😉

  9. @Antares: UPnP kann bei syncthing deaktivert werden falls man das nicht mag. Das stabilste ist es sicher noch nicht, aber Datenverlust gab es bisher bei mir keinen dadurch. Ein Absturz ist jetzt nicht so schlimm finde ich (kommt vor, aber immer seltener). Wenn der Prozess überwacht und automatisch neu gestartet wird stört das erst recht nicht 😉

  10. @Antares: BitTorrent ist ein Protokoll, und außerdem ein dezentrales. Das bedeutet, dass deine Tauschaktivitäten mit BTSync von außen her nicht mehr überwacht werden können als jedes andere IP-basierte Protokoll (Email, HTTP, Skype …)

  11. Namenlos, weil Cookies gelöscht... says:

    @jo:
    stimmt nicht ganz:
    wenn ich Dir meinen Schlüssel (Das Ordner Secret) gebe, tausche ich auch mit Dir.
    Ich mache es hier genau so.

    Interessante Dinge werden somit in einen „gemeinsamen“ Ordner geschoben, auf den *jeder* *der* *den* *Schlüssel* *kennt/hat* zugreifen kann.

    Zur Überwachung durch andere:
    Die Daten werden (theoretisch, denn ich hab den Quellcode nicht gelesen) vom Quell-Rechner (Das ist jeder Rechner, der ganze oder Bruchteile des betreffenden zu syncen Ordners bereitstellt *und* den Ordner-Geheimschlüssel hat) direkt zum Zielrechner (Das ist jeder Rechner, der den Ordner-Geheimschlüssel hat) geschoben oder vom Ziel-Rechner angefordert und dann vom Quellrechner gesaugt.

    Wenn überhaupt interessante Daten fliessen, dann sind das keine Datei*inhalte*, sondern eher welcher Rechner welche Bruchstücke zur Verfügung stellt, damit der BTSync Dienst weiss, wo er sich was zu holen hat.
    Das geschieht auf so überaus komplizierte Weise, dass ich es noch nicht begriffen hab 🙂

    Die Infos dazu stehen im BTSync Forum, allerdings auf Englisch =>
    http://forum.bittorrent.com/topic/30119-dht-question-in-sync-private-files-or-worldwide-files%C2%B2/
    Und da es keine Aussage von einem DEV ist und die Leute auch nur *ihre* Idee dazu schreiben, würd ich mal sagen: nichts genaues weiss man nicht.

    Fragt halt selbst im Forum nach. Wenns 500 Mal gefragt wird, wirds evtl. mal verständlich *und* ausgiebig erklärt…..

  12. @Antares: du hast nicht verstanden, wie die Abmahner bei Tauschbörsen arbeiten. Auch ich kann überwachen, wenn welche IPs bei Emule/BT den Film xyz laden. ich kann aber nicht sehen, was du mit BT Sync synchronisierst.

  13. Ich muss hier Schorsch recht geben. Eine richtige „Überwachung“ aller Nutzer findet nicht statt. Stattdessen nutzen die verschiedenen Anti-Piracy-Firmen speziell angepasste Versionen der gängigen (Open-Source-)P2P-Programme und laden selbst die Dateien herunter, um so an die IP-Adressen zu gelangen. Diese Firmen bekommen von den Content-Firmen dann immer eine Liste, nach welchen Titel momentan gesucht werden soll (sind meistens die aktuellen Sachen). Das Suchen selbst in den P2P-Netzen übernehmen dann teilweise sogar Studenten, zumindest wurde vor einigen Jahren (wenn ich mich recht erinnere) in einer Reportage eine solche Anti-Piracy-Firma besucht und hinter die Kulissen geschaut.

  14. Hier noch eine Reportage dazu:

  15. Namenlos, weil Cookies gelöscht... says:

    Ich empfinde es als eine große Frechheit, hier so ein Doppelkinn zu verlinken!
    Junge, was hab ich mich erschreckt!
    Ich werde nie wieder Filme aus dem Internet saugen können, so schockiert bin ich…