BITKOM-Studie: Mobile Banking auf dem Vormarsch

Smartphones sind deshalb smart, weil sie Dinge erledigen können, für die man früher ein anderes Gerät benötigte. Dies gilt auch für Bankgeschäfte. Fast 5 Millionen Deutsche nutzen ihr Smartphone, um Kontostände abzufragen, Überweisungen zu tätigen oder Wertpapiere zu kaufen. Das entspricht 17% der Smartphone-Nutzer.

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Im Westen Deutschlands liegt der Anteil bei 18%, während im Osten gerade einmal 10% ihr Smartphone zu diesem Zweck einsetzen. BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf sieht vor allem für Banken ohne eigenes Filial- und Automatennetz einen Vorteil, da diese den Kunden so weitere Services anbieten können. Eine Etablierung von mobile Banking wird nach seiner Aussage stattfinden.

[werbung] Aber Banking ist nicht das einzige, das die Deutschen gerne mit dem Smartphone erledigen würden. 14% der Befragten können sich vorstellen, alle Zahlungsgeschäfte mobil abzuwickeln. Mobile Wallet statt Portemonnaie, so wie es heute schon in einigen Verkehrsverbünden, Supermärkten und Museen möglich ist. Vor allem bei der jüngeren Generation trifft das Thema den Nerv. 23% der Personen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren können sich dieses Szenario vorstellen. Ebenfalls überdurchscnittlich hoch ist der Anteil der Männer (19%) und von Abiturienten (18%). Bei den Besitzern von Smartphones sind es 21%, überraschend wenig, wenn man bedenkt, dass diese die Technik praktisch schon in der Hosentasche haben.

Für diese BITKOM-Studie befragte forsa mehr als 1000 Personen im Alter ab 14 Jahren.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

9 Kommentare

  1. steht in den AGBs nicht immer drin, dass Banking nicht vom gleichen Gerät durchgeführt werden darf wie das, auf dem die mTan ankommt? Oder benutzen die Smartphonebanker nur/noch iTans? Kann ich mir auch nicht vorstellen.
    Ausserdem würde ich niemals eine BankingApp benutzen, wenn sie nicht von meiner Bank direkt kommt, aber das ist wohl ein anderes Thema…

  2. Sascha Ostermaier says:

    @Torsten: Das ist richtig (zumindest meines Wissens nach). Ich selber nutze die App der Commerzbank, hab aber die TANs ganz oldschool auf Papier. Leider wird die Commerzbank von keiner der vorhandenen Drittanbieter-Banking-Apps unterstützt. Würde ich sofort nutzen, habe da aber auch weniger Bedenken (vielleicht auch weniger Geld?) als viele, die immer Panik schieben.

  3. Ich habe kein Smartphone, nutze ein Banking Programm (nicht von meiner Bank) auf dem Netbook. Ist ja auch transportabel.
    Mal im Ernst, Tanliste auf Papier ist doch schon lange abgeschafft von den Banken. Oder nicht?
    Ich halte einen Tangenerator an den Bildschirm und ab geht’s.

  4. Sascha Ostermaier says:

    @Hotti: Das dachte ich auch. Erhalte aber immer wieder neue TAN-Briefe zugeschickt von der Bank. Weiß auch nicht wieso.

  5. Der TAN-Generator ist einfach nur nervig, vor allem wenn man viel unterwegs ist und nicht immer einen dabei hat. Ich benutze Mobile TAN, kostet zwar 0,10€ pro Überweisung aber ist schnell und einfach. Das Handy ist immer dabei und weil bada drauf läuft mach ich mir auch nicht wirklich Sorgen um Viren. 😀

  6. Können und dürfen sind zwei Paar Schuhe – es gibt sicherlich Banking-APPs, die mTan bzw. smsTAN im Gegensatz zu den hauseigenen APPs der Banken und Sparkassen unterstützen – aber diese Blockade gibt es auf Seiten der Bank nicht grundlos. Wenn es zum Schaden kommt, fängt das Geheule an – ähnlich ist auch bei Nutzung von Sofortüberweisung.de – laufen tut es – man widersetzt sich aber den AGB´s jeder Bank oder Sparkasse, da man seine Daten auf Seiten 3.ter eingibt.

  7. Sparklasse+ sollte die Commerzbank doch eigentlich unterstützen? Comdirect geht jedenfalls. Somit sollte ja StarMoney eigentlich auch gehen? Außerdem unterstützt finanzblick Commerzbank wie schon in er Abbildung zu sehen ist 😉

  8. Sascha Ostermaier says:

    @Alex: Teilweise richtig. Hatte vergessen zu erwähnen, dass ich früher Dresdner Bank war. Nach dem Zusammenschluss mit der Commerzbank können ehemalige Dresdner Bank-Kunden diese Apps eben nicht nutzen. Bzw. man kann Kontostand und so abfragen, aber beispielsweise keine Überweisungen tätigen. Kann ich zwar nicht so ganz nachvollziehen, aber so gibt es seit dem Zusammenschluss halt solche und solche Commerzbank-Kunden. 😉

  9. Ich nutze auch mTAN, heißt bei der Sparkasse smsTAN, die Nachrichten dazu kommen aber auf meinem uralt Nokiahandy an.

    Ich frage mich so ein bisschen, ob das ne gute Idee ist, dass Banking genau auf dem Gerät „im Kommen“ ist, auf dem auch Malware so langsam aber sicher Fuß fasst … 😀