Bitkom: Gaming hilft vielen durch die Corona-Krise

Geht es nach einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom, dann habe das Gaming in der Corona-Pandemie ordentlich zugelegt. Etwas über die Hälfte der Befragten habe in virtuellen Welten Zuflucht gefunden. Gegenüber dem Vorjahr konnte man nochmals Wachstum verzeichnen. Vorweg: Bitkom hat hierbei lediglich knapp 1.200 Personen befragt – darunter knapp die Hälfte „Gamer“.  Für wie aussagekräftig ihr das haltet, das dürft ihr selbst entscheiden.

Insbesondere haben Senioren (Personen ab 65 Jahren) Gaming als Freizeitbeschäftigung und Zuflucht wohl für sich entdeckt. Gegenüber der Vorjahresumfrage stimmen nun doppelt so viele Personen „65 Plus“ der Aussage zu:

Am meisten sind jedoch weiterhin die Jüngeren (16 bis 29) am Daddeln. Auch die Spieldauer habe sich während der Pandemie verlängert, so Bitkom. Durch Corona habe sich die durchschnittliche, wöchentliche Spieldauer von 5 Stunden auf 10 Stunden verdoppelt. Rund einem Drittel der Befragten dürfte es nach eigenen Angaben auch nach der Pandemie schwerfallen, ihre Gaming-Zeiten wieder zurückzuschrauben.

Was konnte man sonst noch so feststellen? Nun mit einem erhöhten Anteil an Freizeitbeschäftigung gehen auch Mehrausgaben einher. So sollen rund Dreiviertel der Befragten in den vergangenen 12 Monaten Geld für Spiele ausgegeben haben. Eine erhöhte Zahlungsbereitschaft konnte man bei den Männern feststellen. Jeder Dritte greift zum Kauf auf eine Online-Plattform zurück, knapp über die Hälfte ist auch bereit dazu in ein Gaming-Abo zu investieren. Dazu zählen neben einem Abo für Online-Spiele wie World of Warcraft oder Final Fantasy XIV auch jene der Konsoleros (PlayStation Plus, Xbox Live Gold & Co). Auf letztgenannte sollen rund ein Viertel der Abos entfallen.

Ein weiteres Fünftel nutzt Plattformen zum Spiele-Download wie den Xbox Game Pass oder Apple Arcade. Spannend: Angebote von Game-Streaming-Diensten wie Stadia und PlayStation Now sollen ein hohes Wachstum verzeichnen, kommen aber nur auf knapp 7 Prozent an Nutzern der Befragten. Zum Vergleich: Im Vorjahr (2020) lag man hier aber noch bei lediglich 4 Prozent.

Das Interesse an fast sämtlichen Spielarten sei am Steigen. Kein Wunder, denn durch die verschiedenen Altersklassen hindurch dürften sich auch diverse, heterogene Interessen ziehen. Beim Mobile-Gaming bleibt das Smartphone – welch Wunder – unangefochten auf dem Thron.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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2 Kommentare

  1. Es ist jetzt nicht wirklich überraschend, wenn man die eingeschränkten Möglichkeiten sonstiger Aktivitäten bedenkt.
    Aber man sieht hier gut den Wandel der Zeit.
    Damals vor 30 Jahren galt man als Nerd und Kellerkind, dann war der Gamer ein potenzieller Amokläufer und mittlerweile ist Gaming normal geworden.

    Es mag auch daran liegen das die Kritiker von einst nun soweit verstorben sind und die Gamer nun die Alten sind. Gemäß der alten Weisheit, die Wahrheit setzt sich nicht durch, nur die Kritiker sterben weg.

  2. Ingo Podolak says:

    Denke auch das es so kommen in musste. Wenn 90% von allem geschlossen hat ist Gaming die offensichtlichste Lösung. Als Ex Gamer spielte ich vor Corona vielleicht noch 30Std/Jahr. Durch Corona hab ich dann aber Cyberpunk, Horizon Zero Dawn und mehrere Halo Teile durchgespielt und bin seit Dezember sicher bei über 200 Std.
    Und das wird auch nach Corona noch länger anhalten.

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