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Bis 2018 soll jeder deutsche Haushalt eine Bandbreite von mehr als 50 MBit/s haben

Unsere Bundesregierung hat sich der Thematik Breitbandanschlussverfügung in Deutschland angenommen. Nicht ganz freiwillig, sondern nach einer „Kleinen Anfrage der Abgeordneten Johanna Voß, Dr. Kirsten Tackmann, Herbert Behrens, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE“, wie es offiziell heißt. Die Antwort liegt nun als elektronische Vorab-Fassung vor.

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Zwischen viel BlaBla stecken auch ein paar interessante Informationen, die den heutigen Breitbandausbau betreffen und auch einen kleinen Einblick in die Zukunft geben. So haben 1,9 Millionen deutsche Haushalte keine Internetverbindung mit mehr als 1 MBit/s. Gleichzeitig gibt es rund 240.000 Haushalte, die eine Internetverbindung von mindestens 1 MBit/s nur über LTE erreichen.

[werbung] Aber es gibt auch gute Nachrichten für Leute, die nicht mit einer schnellen Leitung versorgt sind. Bis 2014 sollen 75% der Haushalte über einen Breitbandanschluss mit mindestens 50 MBit/s verfügen. 2018 hat dann laut Bundesregierung jeder Haushalt mindestens 50 MBit/s zur Verfügung. Über LTE, Festnetz und Kabelanschlüsse stehen übrigens bereits heute 99,7% der Haushalte Bandbreiten über 1 MBit/s zur Verfügung.

Auch auf die Frage, wie man die Ziele bis 2014 (75% der Haushalte mit mehr als 50MBit/s) erreichen will, bekommt man eine Antwort:

In Gemeinden mit mehr als 50 000 Haushalten wurde das 75-Prozent-Ziel bereits erreicht, in ländlichen Gebieten hat sich die Verfügbarkeit in den letzten zwei
Jahren verdreifacht. Dies zeigt, dass der Breitbandausbau nicht linear stattfindet. Technologiesprünge, sowie die Anpassung von Rahmenbedingungen haben in
der Vergangenheit zur Beschleunigung des Breitbandausbaus beigetragen. Vor diesem Hintergrund, sowie mit Blick auf die Investitionsankündigungen der
Telekommunikationsunternehmen ist die Bundesregierung zuversichtlich, das Ziel zu erreichen.

Wer etwas Zeit hat und sich dafür interessiert, sollte sich ruhig einmal die oben verlinkte PDF-Datei anschauen. Man könnte fast meinen, es sei Wahljahr.

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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35 Kommentare

  1. Anette Schuett says:

    Soll das der 5 Jahresplan sein?
    Suchen die eine Daseinsberechtigung. Das Internet hat den Staat nicht gebraucht – und wenn er in irgendwelche Netzen noch drin hängt, soll er da weg. Wie oft will man Planwirtschaft noch gegen die Wand fahren, bis man das versteht?

  2. Das kommt mir bekannt vor…. so nach 2009 bis 2012 usw…
    Da hat sich auch nix getan…

  3. @Anette Schuett:

    wenn aber nicht irgendwelche Anreize oder Zwänge existieren, wird ein privatwirtschaftliches Unternehmen kaum irgendwelche entlegenen Dörfer anschließen. Wobei „entlegen“ auch noch relativ ist. Es lohnt sich einfach nicht, das sehe ich sogar fast ein – Kosten-Nutzen-Rechnung.
    Manch einer mag kaum glauben, WIE schlecht/dünn DSL außerhalb der Ballungszentren ausgebaut ist.
    Und wenn nicht irgendwelche anderen Regeln getroffen werden, dann regiert komplett die Kohle – soll heißen: adé Netzneutralität, es wird durchgeleitet, was am besten bezahlt wird.
    Auf irgendwelche freiwilligen Absprachen oder Verpflichtungen würde ich jedenfalls keinen Cent wetten.

    Ansonsten läuft ein Großteil der (Internet-) Kommunikation in Deutschland immer noch durch Netze, die von einem (damals) staatlichen Unternehmen/Behörde gebaut wurden. Kann man gut finden – muß man aber nicht.
    Die Frage wäre auch hier, ob man auf manchem Dorf schon Telefon hätte, wenn man (damals) Telefonie nicht als staatlich zu fördernde Infrastruktur angesehen hätte.

    Aber klar, man kann ja einfach in die nächst größere Stadt ziehen, wenn’s „auf dem Land“ nichts vernünftiges gibt.

  4. Cool. Freunde von mir surfen in der Ukraine mit 100 MBit/s für nen 10er im Monat als Flatrate O_o

  5. Rainer Zufall says:

    Sehr witzig … bei mir daheim gehen 768 kbit/s.
    Hauptsache man hat beim LTE-Ausbau darauf geachtet, dass dieses zuerst auf dem Land ausgebaut werden muss und hat nun einen Vertrag zur Wahl, bei dem nach 10 GB im Monat auf 384 kbit/s heruntergeregelt wird.
    Meinen Glückwunsch an die unfähigste Bundesregierung aller Zeiten!
    Was sind schon 10 GB … da reicht es ja schon, dass ich alle paar Wochen Windows 7 neu installiere, selbst mit einem DSL 768 schaft man 200 GB im Monat herunterzuladen.
    Mein Vorschlag wäre, dass in allen Großstätten ab 100 GB im Monat gezahlt werden muss und damit der Ausbau auf dem Land finanziert wird. 🙂
    @caschy
    (1) In Firefox kann man nicht mehr auf „Kommentar absenden“ klicken, wenn man mehr als ca. 13 Zeilen geschrieben hat
    (2) Mich würde mal interessieren, wieso hier auf der Seite ganze 12 Tracker verwendet werden (Ghostery), da verwenden ja sogar die Süddeutsche und die ZEIT weniger, die übrigends gerade mit einer Aktion auf den Adblocker aufmerksam machen.
    Nichtverwenden von selbigem ändert übrigens so gut wie nichts, das kommt eben davon, wenn man zu unfähig ist, die Werbung oder wenigstens die zugehörigen Skripte auf seiner eigenen Seite zu hosten. 🙂

  6. Geile Sache. 2018 haben wir dann zwar alle einen 50 MBit Anschluss werden aber nach kurzer Zeit auf Steinzeitniveau gedrosselt.

  7. @Alex:
    jo, aber man könnte wenn man wollte… 😉
    wenn es denn wirklich so kommen sollte – also mit dem Ausbau und der Drosselung… 😉

    @bäumle:
    na ja, und jetzt vergleich mal das Gehalt Deiner Freunde in der Ukraine mit Deinem Gehalt(?)…

    Klar kann es woanders preiswerter sein… aber an irgendeiner Stelle beißt sich die Katze in den Schwanz: wir möchten alle fair und gut bezahlt werden (nehme ich jedenfalls mal an) kaufen dann aber vielleicht doch irgendwelchen Kram in Hongkong weil das da nur ein Zehntel von dem kostete, was man hier dafür haben will… Gleiches bei Dienstleistungen.
    Dass aber der Produzierende und/oder derVerkäufer hier u.U. auch ein wenig besser bezahlt wird, als der in Hongkong (und wiederum wohl auch mehr an Miete, Strom etc. bezahlt) steht wieder auf einem anderen Blatt.
    Aber das ist eine Kette ohne Ende… 😉

  8. hammelwade says:

    Wunderbar, dann können wir unsere monatlichen Volumen blitzschnell verbrauchen. Yey!

  9. ob das wird 🙂 Ich habe in meinem Ort die schlechteste Inet-Verbindung. Es geht max. 6000. Es sei denn man wechselt zu Unitymedia :(. Und das ganze in einer Nachbarstadt von Düsseldorf

  10. Bis 2018 werden einfach die Satellitenverbindungen auf 50 Mbit erhöht, was technisch auch jetzt schon möglich sein dürfte, wenn man dem Eintrag auf Wikipedia glauben kann, da für einen Spot Beam, mit der Größe von RLP, Hessen und BW, ca. 450 Mbit zur Verfügung stehen. Somit hat jeder die Chance sich einen Satellitenzugang zu besorgen, der diese 50 Mbit haben will. Man hört immer kein Wort davon, dass man sich diese maximale Größe mit tausenden Nutzer im Beam teilen muss.
    Unser Ort kriegt jetzt per Landesförderung vermutlich so einen Satellitenzugang aufgedrückt, nachdem wir seit 7 Jahren mit DSL Light leben müssen. Damit werden wir dann auf Lebenszeit mit Breitband versorgt sein. Und alle sind glücklich. Lach…

  11. Ich frage mich grade, wieviel Gemeinden haben über 50.000 Einwohner?

    Nun ja, in der Wikipedia findet man zumindestens mal eine Übersicht der Durchschnittsgrößen der Gemeinden nach Bundesländer sortiert:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinde_(Deutschland)

    Außer Berlin, Bremen und Hamburg wirds schon eng, der Bundesdurchschnitt liegt bei 7.313 Einwohner pro Gemeinde.

    Ist halt mal wieder eine typische Politiker-Aussage!

  12. ach ist die Schweiz doch schön 😉 da wurde erst kürzlich für ein 16’000 Seelen Dorf Glasfaser verlegt. Nur die Preise sind dann nicht mehr so schön aber gibt ja auch Kabelanschlüsse bis 100 Mbit/s 🙂

  13. Wohne in einer 250.000 Komune. Nach 3 Jahren warten auf eine schnellere DSL-Anbindung (offiziell 3 MBit, hochgeregelt auf ca. 6) zum örtlichen Kabelanbieter mit 100 MBit gewechselt. Wenn das Gebiet mal mit DSL versorgt ist, tut sich da gar nichts. Da kann die T-COM noch so viel für Entertain werben, da fühlt man sich einfach nur vera…

  14. Mehr als 120kBit/s bei mir?
    Tut mir leid … aber ich glaube nicht an Magie…
    und das alles noch bis 2018…

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