Bing StreetSide ist beliebter als Google Street View

Doofe Überschrift, oder? 😉 Ich schrieb ja hier im Blog, dass man auch bei Bing StreetSide, Microsofts Kartendienst (Pendant zu Google Street View) einen Widerspruch einlegen kann. Dann wird, wie auch bei Google Street View, das Haus verpixelt. Was soll ich sagen: bei Microsoft haben 40.000 Menschen Einspruch eingelegt, bei Google seinerzeit über 240.000. Was sagt das Ganze jetzt aus? Finden die Menschen Microsoft besser als Google?

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Oder haben die Menschen inzwischen die Vorzüge von Google Street View kennenlernen dürfen, was zweifelsohne auch bereits vorher möglich war? Ich denke, dass die Medien schuld sind. Mit Google Street View konnte man Sendungen füllen, Panik verbreiten. Ein idealer Platzhalter. Entweder leistet Microsoft gute Lobbyarbeit oder unsere lieben Medien hatten so viele andere spannende Themen (wer es glaubt). Wo sind jammernde Politiker und Datenschützer?  Schon komisch, oder – begann doch die Widerspruchsfrist Anfang des Sommers und geht noch bis zum 30.9.2011

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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21 Kommentare

  1. Naja, ich fand den ganzen Hype schon bei Google bescheiden und bei Microsoft wäre das ebenso so. Ich ärgere mich sogar über die Mitmieter hier im Haus, die meinen Aufgang auch haben verpixeln lassen. Ich finde das sowas von sinnlos, aber darüber kann man sich ja aufregen, wie man will.

  2. Ich glaube es geht eher um den Bekanntheitsgrad. Denn von Bing StreetSide hör sogar ich erst das erste Mal. Wird schon einigen anderen auch so gehen. In diesem Sinne finde ich die 40000 Einsprüche sogar erschreckend hoch.

  3. Flo Gehring says:

    Ich schätze eher dass Bing StreetSide einfach unbekannter ist und der „Normalbürger“ von der Thematik jetzt gar nichts mitbekommt während es um Google StreetView mords den Trouble gab.

  4. Naja, was soll es aussagen?
    Google hat die 20 größten deutschen Städte fotografiert, durch die Medien entstand ein riesen Hype wegen der „Privatsphäre“ und Microsoft veröffentlicht gerade mal ein paar Städtchen im Süden Deutschlands. Zum anderen läuft die Widerspruchsfrist noch bis Ende September. Ist also gerade mal Halbzeit.
    Im Grunde lohnt sich ein Vergleich also kaum finde ich.

  5. War doch nur pure Panikmache a la RTL und ÖffentlichRechtliche
    Jeder der mal z.B. vor dem Urlaub den Weg von der UBahn zum Hotel gesucht hat, weiß wie toll Streetview ist

  6. Wenn erst Halbzeit ist, dann können wir ja mal hochrechnen: 80000 vs 240000. Sieht immernoch doof aus. Und ja klar liegt es an der Bekanntheit von Streetside. Die ist bei den verpixlern so gut wie nicht vorhanden. Google Street View wäre auch nicht so bekannt, hätten sie es in den Medien nicht zerpflückt. Caschys Überschrift ist doch nur der Aufhänger und ihr fallt alle drauf rein… 😉

  7. Komisch nur bei Bing: da kann jeder nach Lust und Laune Häuser sperren lassen. Auch fremde. Und beliebig oft. Von Bestätigungs-Briefen á la Google keine Spur.

  8. @philipp

    Recht haste, mit der Halbzeit, aber wenn wir beim Hochrechnen jetzt mal berücksichtigen, das StreetSide ja „plötzlich“ etwas bekannter geworden ist, durch diese Meldung, könnte man vielleicht auch mit etwas mehr als 40.000 Widersprüchen in der 2. Halbzeit rechnen.

    Zum anderen besteht immernoch der Unterschied zwischen den Städten bzw. deren Größte und damit die Zahl potenzieller Widersprüche bei StreetView und StreetSide

  9. ich vermute mal, die restlichen 200.000 wissen gar nicht, dass es StreetSide (bzw. Bing). und da wird auch das Problem sein. Da wurde in den Medien dieses neue, böse Ding gehypt (StreetView), gegen das man unbedingt Einspruch einlegen muss (was sicher viele gemacht haben, ohne genau zu wissen, um was es wirklich geht). Dass es aber auch Konkurrenzprodukte gibt und gab, das ging völlig unter…

  10. Ist sowieso alles Schwachsinn. Wenn ich fassadenfotografierend durch die Gegend fahre und die Bilder anschließend ins Netz stelle kann mir rechtlich auch niemand etwas.
    Es liegt eindeutig am Bekanntheitsgrad der beiden Dienste, bedingt durch die Medien und der hochgeschaukelten Angst vor’m bösen Google.

  11. Ganz erhlich, bei google hab ich streetview begrüßt und erwartet… Bei Bing hab ich das bis heute gar nicht wirklich mitbekommen… Alles klar bei MS will ich zensiert sein XD

  12. Andreas Holzapfel says:

    Also, ich hab bei beiden Einspruch eingelegt: (Huh…ich bin ein panischer uninformierter Dummi, der auf die RTL Panikmache reinfällt 😉

    Aber back to topic. Ist schon richtig, Street Side wurde in den Medien kaum bis gar nicht erwähnt (wenn dann eher bei den Tech News). Dementsprechend das geringere Echo gegenüber Street View). Bei entsprechendem Bekanntheitsgrad wären die Rekationen genauso vielfältig. MS hat ja nur einen geringfügig besseren Ruf als Google 🙂

    @ NM stimmt, wenn du Fassaden fotografierend durch die Gegend läufst, kann dir rechtlich niemand was (wäre mir persönlich auch völlig schnuppe.) „Rechtlich korrekt“ heißt aber zum Glück nicht auch „gesellschaftlich erwünscht“

    Es ist übrigens auch „rechtlich korrekt“ wenn dein Nachbar mit dem Fernglas jeden Abend in dein Schlafzimmer guckt. Ist es deswegen erwünscht?

  13. und warum wird das bing dings nicht so in den medien breit gezerrt wie google seinerzeit?
    – swift ist durch
    – volkszählung ist durch

  14. Ich bin zwar pro verpixeln, aber meiner Meinung nach haben die Medien das Thema google Streetview nicht aus Überzeugung aufgegriffen, sondern weil man damit ein reißerisches Thema hatte. Und ein Thema zu wiederholen (diesmal mit Bing), ist einfach kein Reißer mehr. Daher wird darüber deutlich weniger in der Allgemeinpresse berichtet, wodurch der normale Bürger nichts davon erfährt. Die Medien sind ganz klar schuldig in diesem Punkt, für sie sind Nachrichten keine Information mehr, sondern ein Produkt, das es zu verkaufen gilt.
    Und nebenbei, ich finde das opt-out System von google und MS einen Witz, es sollte ein opt-in sein.

    OT: Ich war schon in Versuchung in englisch zu schreiben, da das neue Kommentarsystem ja auch englisch ist und ich dachte schon, ich wäre auf einer anderen, englischsprachigen Seite. Bzw. wenn ich auf Post it klicke, bekomme ich von meinem Beitrag dann einen kleinen gelben Sticker auf den Bildschirm? 😉

  15. an NM:
    Doch, man kann Dir was. Nämlich dann, wenn Du die Fasseden so photographierst, daß eine 2m hohe Mauer(Buschwerk) Dich daran hindern würde. Als Privatperson darfst Du nämlich nicht mit einem hohen Stativ, daß es Dir ermöglicht den verdeckten Teil zu photographieren, herumfahren, Bilder machen und veröffentlich. Eine 2m hohe Mauer ist erlaubt um eine Privatssphäre zu etablieren. Diese darf man nicht umgehen. Den Rest, der von Fußgängner in Augenhöhe erkennbar ist, den darfst Du beliebig knipsen und veröffentlichen. Aber dagegen ging auch nicht die Kritik, sondern über das Sonderrecht, daß wir nicht haben, sich über die Augenhöhegrenze hinzuwegzusetzen.

  16. Wir haben hier einen Immobilienmakler der Google Adds und Google Places benutzt aber sein Haus verpixeln lies. Ist dann witzig wenn man die Links klickt 🙂
    Mal sehen wann Microsoft hier auftaucht und ob er da genau so handelt.

  17. @MCBuhl
    „und warum wird das bing dings nicht so in den medien breit gezerrt wie google seinerzeit?“

    Stimmung gegen Google Street View wurde damals ja auch immer wieder gerne von unserer Bundesverbraucherschutzministerin gemacht. Die stammt halt aus Bayern, während Google seinen Deutschlandsitz in Hamburg hat. Microsoft Deutschland ist bei München beheimatet, was das aktuell eher bedächtige Verhalten der Politik erklären mag.

    BTW: Erinnert sich noch jemand daran, wie Frau Aigner lauthals ihren Facebookaccount löschte? Dreimal dürft Ihr raten, wo FB-Deutschland seinen Sitz hat. 😉

  18. also die VWs von MS sind auf jeden fall sympatischer als die opel von google^^

  19. MS hat trotz Windows eben nicht die mediale Aufmerksamkeit und genau darum ist es auch den meisten unbekannt. Google hatte seiner Zeit ja mit einiger Negativ Presse zu kämpfen und so konnte man Streetview auch klasse negativ hypen. Lasst mal morgen Facebook oder Apple mit Cams durchs Land ziehen.

    Überschrift also eher: Microsoft ist unwichtiger als Google

  20. Provokant (falsche) Überschrift – aber ich weiss ja, das Caschy eigentlich klar ist, das nur der Medienrummel um Google Street View überhaupt dafür verantwortlich war, das so viele Widersprüche eingegangen sind. Hätte man das jetzt bei Bing genauso gemacht, wären ähnlich viele Widersprüche eingegangen.

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