BILD Online mit dem Terra Browser lesen

Ich bin erschüttert! Die BILD Online sperrt ihre treuen iPad-Leser aus und verweist auf die kostenpflichtige App nebst Abo! Nein, ernsthaft: interessiert mich nicht die Bohne. Ich lese das Blatt nicht (wirklich nicht), wohl aber ein Bekannter, der mich gestern fragte, was er nun machen könne. Lösung: der Terra Browser für das iPad. Kostet nichts und man kann dem Browser sagen: gib dich als Desktop-Version von Firefox oder Safari aus. Schon funktioniert das Ganze wieder.

Den Terra Browser könnt ihr auch gut & gerne als Zweit-Browser nehmen. Hat auch einen Inkognito-Modus und Full-Screen-Browsing. Und zur BILD kann ich eigentlich nur sagen: man sperrt nicht einzelne Geräte aus. Entweder man bietet  Content an oder nicht. Es will mir nicht in die Birne, warum ein Blatt solch einen Weg geht.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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47 Kommentare

  1. @Flying T: Selbstverständlich kann jeder seine Produkte anbieten, wie er will, gern auch per Bezahl-App. Jeder Medienanbieter kann auch seine Internetseite abschalten, wenn ihm danach ist (wär bloß schade wg. der entgangenen Werbeeinnahmen). Hier soll aber eine für zahlungskräftig erachtete Klientel zum Wechsel auf Bezahlcontent gezwungen werden, um zu testen, inwiefern ein solches Modell geeignet ist, zukünftig höhere Einnahmen zu erzielen. Dass dies schon technisch (wg. der Tarnmöglichkeiten einiger Browser) absoluter Quatsch ist, zeigt, für wie dämlich BILD seine Leser hält. Man sollte diesen Eindruck widerlegen.

  2. @Erol: blöd-zeitung-leser SIND dämlich!!!!!

  3. @urmeldaehn: Da bin ich aber froh, dass ich seit gestern nicht mehr dazugehöre. Gerade noch geschafft!

  4. @Erol: dann sieh ma zu, daß du nich rückfällig wirst …… 😉

  5. Ich würde das als positive Selbstzensur der BILD sehen – und fühle mich als iPad User übervorteilt. Na gut, damit kann ich leben 😉
    Wenn ich BILD will nehm ich bildblog.de – die suchen mir die besten Artikel raus 😉

  6. @erol
    Das würde ich jetzt nicht so sehen. Wenn es nur um die reichen Appleuser ginge, dann würde man das auf alle Apple Produkte auslegen. Das Lesen der Bild oder einer anderen Zeitung auf einem IPad ist in meinen Augen die direkte konkurenz der Print-Zeitung. Gerade durch die größe des IPads ist ja eine mobile nutzung leicht herzustellen. Statt also am Kiosk mir ne Bild zukaufen um sie wärend der Bahnfahrt zu lesen nutzt der Geek von heute sein IPad.
    Es steht also im direkten Vergleich, das ist bei der Desktop geschichte nicht der Fall.

    „Schön“ ist natürlich auch deine Aussage “ Warum soll ich bezahlen wenn es möglichkeiten gibt das ich das auch Umsonst bekomme“

  7. @urmeldaehn: Unwahrscheinlich, s. meinen ersten Post oben.

    Es geht mir nicht um BILD als solches, sondern ums Prinzip. Wenn dies Schule macht, wird das Internet bald nicht mehr so sein, wie wir es kennen. Es kann, darf und soll Bezahlcontent geben – aber dieser muss sich auf einem freien Markt bewähren und darf nicht verordnet werden. Der Zwangscharakter stört mich dabei – die Inhalte, über die man sicher diskutieren kann, sind ein anderes Problem. Nur weil man sowieso eine Abneigung gegen Medien wie BILD hat, sollten einem solche Prozesse nicht gleichgültig sein – die anderen werden schneller nachziehen, als uns allen lieb ist. Das müssen sie ja auch – BILD hat den Kampf um die Marktanteile gestern eröffnet.

  8. @Flying T: Ja, aber der Geek soll wählen dürfen. – Die von dir zitierte Aussage stammt nicht von mir, sie entspricht auch nicht meiner Meinung.

  9. Das hat doch Schule gemacht. Xmark z.b. bietet doch seinen Dienst auch nur auf Desktopbasis kostenlos an, für mobile endgeräte kostet es Geld. Da gabs aber irgendwie nicht so nen aufschrei. War das jetzt nur der Fall das man dort nicht „Tricksen“ kann ?

  10. Fragenkatalog says:

    mal abgesehen von dem aufzwängen von Abos durch eine App. inwiefern setzt sich sowas denn auf den Tablets bis dato durch? klar hört man immer wieder meckern von den verlagen, dass print ausstirbt wegen dem digitalen aspekt. mich würde trotzdem interessieren, ob sich wirklich so viele besitzer eines ipads für FAZ/Financial Times/etcpp mit Abos locken lassen. davon abgesehen: den augen schadet man mit dem ipad disply mehr als nachts im dunkeln zeitung lesen. auf dem iphone habe ich mir den guardian app für paar cents gekauft, da die ordentlichen content auf englisch zur verfügung stellen (undzwar einmal zahlen nur für die app, die zugriff auf die normale seite gibt).

  11. Er kann doch wählen, den Paycontent nutzen oder eben einen anderen Dienst in anspruchnehmen der kostenlos ist. Oder geht es darum das er wählen soll ob er für einen Dienst bezahlen will oder nicht?

    So ganz verstehe ich die Problematik nicht. Wenn ich als Anbieter der Meinung bin „auf mobilenendgeräten kostet mein Dienst Geld“ dann sollte man das doch akzeptieren und sich entscheiden… ja ich zahl weil es mir wert ist oder nein, ich zahl nicht weil so dringend brauch ich das nicht. Jetzt nach irgendwelchen Lücken im System suchen um sich dem „Wunsch“ des Anbieters zuwidersetzen ist irgendwie nicht die feine englische Art. Es ist doch keiner gezwungen die BILD oder die TAZ oder sonst was zu lesen. Will man nicht für den Dienst zahlen soll man nen anderen nutzen… da hat man auch sein Wahlmöglichkeit.

  12. @bate:

    Ja!
    -> Jailbreak
    -> -> über Cydia SBsettings installieren
    -> -> -> In SBsettings UA-Faker einschalten. Schon denkt die Seite der mobileSafari ist die Desktop-Version.

  13. @Flying T: Die Wahlfreiheit, die du unterstellst, gibt es IMHO an dieser Stelle nicht. Ich soll ja – das ist die Intention der Seitensperrung – als iPad-Nutzer gerade nicht wählen dürfen – das meine ich mit Zwang. Es geht auch nicht um Wahlfreiheit bezüglich derselben Leistung – die App bietet ja vermutlich mehr als der Internetauftritt. Ich möchte also keineswegs eine Leistung umsonst, für die andere zahlen müssen, sondern ich möchte die Leistung, für die andere nicht zahlen müssen, ebenfalls umsonst. Beispielsweise zahle ich für die ePaper-Ausgabe einer anderen Publikation nicht wenig Geld, weil sie viel mehr Inhalte bietet als die Online-Ausgabe. Aber ich kann mir das aussuchen – ich kann selbst entscheiden, wie viel mir dieses Plus wert ist.

    Zudem greift das Kriterium „kostenpflichtig für mobile Endgeräte“ IMHO an dieser Stelle nicht, jedenfalls ist es nicht dasselbe wie „kostenpflichtig für iPad-Nutzer“. Auf meinem Netbook kann ich die BILD-Seite aufrufen, auf einem Android-Handy vermutlich auch.

    Insgesamt denke ich, dass hier – erneut – der Versuch unternommen werden soll, traditionelle Bezahlmodelle mit Gewalt aufs Internet zu übertragen, anstatt sich zu überlegen, wie man dem Medium gerecht werden und gleichzeitig seine völlig legitimen wirtschaftlichen Interessen verfolgen kann. Tendenziell kommen Appstore-Modelle solchen Bestrebungen natürlich entgegen. Aber wer nicht sieht, dass es im Netz immer mindestens eine Alternative gibt (s. getarnte Browser), hat das Internet nicht verstanden.

  14. Bald sperrt die BILD auch noch den Zugang per Safari, damit man die APP im OS X Store kaufen kann bzw. soll.

    Danach 3D-Content den keiner brauch für unmengen Geld. Man sieht mal wieder, wie unfähig und dumm ein Tagesblatt sein kann.

    „Bild dir deine Meinung!“ – auf Bildung und Gehirn wird man bei der BILD nicht treffen, also was für unsere Hartz IV Jungs.

  15. @Alonso
    Hab ich schon länger drauf aber eo finde ich den Menüpunkt oder muss ich mir in cydia noch extra was anderes runterlasen ?

  16. „Zudem greift das Kriterium “kostenpflichtig für mobile Endgeräte” IMHO an dieser Stelle nicht, jedenfalls ist es nicht dasselbe wie “kostenpflichtig für iPad-Nutzer”. Auf meinem Netbook kann ich die BILD-Seite aufrufen, auf einem Android-Handy vermutlich auch.“

    Dann eben kostenpflichtig für iPad-Nutzer… er macht die sache eben Plattform abhängig. Angry Birds kostet auf dem iPhone 0,79€, auf dem iPad 2,99€ und auf Android kriegst es umsonst.

  17. Jolly Jumper says:

    …jaja, die Bekannten.

    Also die Schwester eines Schwagers kennt jemand, der das auch liest.

  18. @Bate: Ist entweder eine SBsettings Erweiterung oder eigenständiges Paket. Ich habe mein Gerät gerade nicht dabei. Müsste aber in Cydia zu finden sein. Hab es da auch her.

  19. Warum? Ist doch ganz klar: der durchschnittliche BLÖD-Leser ist dumm genug, dafür Geld auszugeben. Ganz einfach!

  20. Es geht nicht um Preisdifferenzierung, sondern um die Sperrung von Medieninhalten, die hierbei einen faden Beigeschmack erzeugt – das kennen wir ja aus anderen Zusammenhängen. Zudem: Angry Birds für Android ist für iPad-Nutzer ebenso wenig gesperrt wie Spiegel Online für jemanden ohne Internetanschluss. Die technischen Voraussetzungen fehlen dann eben.

    Noch mal: Ich hab nix gegen Bezahl-Apps und auch nix gegen unterschiedlich teure Bezahl-Apps. Dass ich aber mit einem bestimmten Internetbrowser auf einmal nicht mehr auf eine ansonsten öffentlich zugängliche Seite gelangen dürfen soll, ist m. E. eine unzulässige Diskriminierung. Und das ist eben kein technisches Problem. Die Alternative würde schlicht darin bestehen, dass BILD (meinetwegen exklusiv für iPad-Nutzer) einen unübersehbaren Hinweis auf seine tolle App mitten auf die Homepage ballert – aber als Angebot, nicht als Zwangsmaßnahme. Mehr will ich doch gar nicht.

    Sie könnten auch das Online-Angebot künstlich verschlechtern, um die App zu featuren. Wär okay. Aber das trauen sie sich natürlich nicht, weil dann die Klickraten und die Werbeeinnahmen derbe in den Keller gehen. Deswegen versuchen sie es zweigleisig – mit den iPad-Usern kann man’s ja machen. Jeder, der auf diese krasse Action hin die App erwirbt, spielt unfreiwillig Versuchskaninchen für BILD und gibt dafür auch noch Geld aus. Die wollen doch nur wissen: Wie viele Mobile Safaris hatten wir auf der Seite, wie viele Apps haben wir vertickt? Und wenn sich dieser Deal lohnt – guckt euch mal das Appstore-Ranking an -, dann gute Nacht, Freunde. Die haben nix vor mit dem Internet, die wollen Abos verkaufen. Und die anderen werden mitziehen, wenn sie den Braten gerochen haben. Die tönen doch die ganze Zeit, dass sie auf der Suche nach tragfähigen Bezahlmodellen sind.

    Es gibt vielleicht wichtigere Probleme als dies hier, aber deswegen muss man das Verfahren als solches ja nicht gutheißen. Es gibt nichts Positives daran.

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