Bericht: Nur die Streaming-Technologie von Stadia soll zukünftig noch weiter existieren

Schon vor einem Jahr hieß es von Google, dass das hausinterne Spielestudio Stadia Games & Entertainment schließen werde, man stattdessen Stadia als Plattform für andere Studios, vor allem auch Indie-Studios zur besseren Verbreitung und Vermarktung ihrer Spiele anbieten würde. Schon damals war klar, dass die einst versprochenen AAA-Titel damit garantiert nicht gemeint waren. Seitdem soll Google laut einem aktuellen Bericht von BusinessInsider.com daran gearbeitet haben, White-Label-Deals mit Partnern wie Bungie oder auch Peloton abzuschließen und zudem weitere Partner zu finden.

Demnach würde die Technologie von Stadia zwar noch im Hintergrund diverser Angebote laufen, Werbung für Stadia macht das aber kaum noch, nach außen hin präsentiert sich hier nur der jeweilige Partner. Und das soll einen guten Grund haben, denn Stadia soll laut dem Bericht in der Tat nicht mehr dauerhaft die Gamestreaming-Plattform bleiben, zu der immer noch eine eigene Community existiert, die regelmäßig diese Dienste nutzt. Stattdessen will Google angeblich nur der Streaming-Technologie treu bleiben und eben jene breiter vermarkten. Google Stream soll sich das Ganze dann zukünftig nennen, basierend auf Stadias ursprünglichem Projektnamen „Project Stream“. Ob an den Äußerungen wirklich etwas dran ist, muss abgewartet werden. Peloton nutzte Stadias Technik beispielsweise für „Lanebreak“ – ein Spiel, das für Trainingseinheiten von Peloton-Nutzern genutzt werden soll, aktuell aber noch nicht finalisiert worden ist.

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34 Kommentare

  1. Tja, sollte dich das bewahrheiten, werden künftige Produkte noch viel mehr unter der Akzeptanz leiden und direkt gemieden werden. Das Vertrauen wird immer mehr gestört bzw ist kaum noch vorhanden.

    • Es empfiehlt sich, nur noch solche Dienste von Google zu nutzen, die durch andere schnell ersetzt werden können. Mein Vertrauen in Google sinkt von Quartal zu Quartal.

      • Ist doch hier auch drr Fall, du widersprichst dir.

      • So ein Blödsinn. Die haben fast immer irgendwelche Produkte ersetzt und Alternativen angeboten. Dass irgendwann Produkte auch mal am Ende sind, ist ganz normal.

        • Den Google Friedhof kennst du? Da sind genügend Produkte eingezogen. Das Messenger Chaos bei Google kennst du doch auch?
          Und genau in dem Beenden von Produkten liegt das Problem. Dann kommt ein neues Produkt um die Ecke. Es wäre sinnvoller, langfristig zu denken. Wer sich heute auf einen Dienst einlässt, will heute wissen, dass dieser auch noch in 5 Jahren existiert und weiterentwickelt wird. Eine Substitution durch einen anderen/neuen Dienst ist Mist.

    • Wie immer bei Google. Es erreicht nicht sofort Milliarden? Dann brechen wir alles ab, stellen Eigenentwicklungen ein, kappen den Support und versuchen irgendwie noch Geld rauszuholen, bevor es dann stirbt.

      Mir gehts schon länger so. Mit hat Google auch einmal derart enttäuscht, dass ich danach alles ersetzt habe, um nicht mehr von denen Abhängig zu sein.

  2. Wäre schön, wenn wenigstens die Hardware dann auch mit den white-label Plattformen kompatibel ist und man das nicht neu kaufen muss.

  3. Tjo, die Chancen standen 50:50. Noch ein Produkt für den Google Graveyard (https://killedbygoogle.com/) Ok, sie wollen vorher noch die Organe verkaufen…

  4. Wahrscheinlich ist das einfach zu kostenintensiv von den Energiekosten und den Lizenzen. Das lohnt sich nur, wenn der Kunde zahlt und ein eigenes Produkt draufsattelt.

    Sollte Google aussteigen, werden wir wohl nie mehr Gamestreaming sehen, weil sich auch Apple und Microsoft das nicht leisten werden können.

    Letztlich haben auch Onlinedienste ihre natürlichen Grenzen. Manchmal ist offline eben wirtschaftlicher. Siehe Lebensmittelversand.

    Blöd ist nur, das dann wieder so viele Gamepads Elektroschrott werden. Die funktionieren ja nur mit Stadia.

    • Ihm, Microsoft macht es in einem noch größeren Stil mit noch mehr Nutzern bereits und bietet dabei deutlich mehr Spiele an? Schau dir xCloud mal genauer an

      • XCloud sieht aber gegenüber anderen Diensten sehr bescheiden aus. Gamepass hin oder her. Da muss MS noch ne ganze Schippe drauf legen. Im Moment ist xCloud sicher auch nicht Priorität von MS. Dann würde ich GFN der xCloud aber noch vorziehen.

        • Die Xcloud auf der Xbox läuft gut. Selbst Shooter laufen gut. Auf den iPhone ist das Spielerlebnis eher semigut.

    • Das Lizenz-Modell von Google war einfach nicht attraktiv (genug). Geforce Now läuft meines Wissens wunderbar und Spieler können ihre vorhandenen Spiele/Lizenzen nutzen. Gibt auch noch andere Dienste die gut laufen aber eher in ihrer Nische (z.B. Shadow.Tech). Nur weil Google es mal wieder nicht hinkriegt, heißt das nicht das es kein anderer kann. Ok, Amazons Luna sieht auch nicht gut aus (glaube ähnlicher Fehler wie bei Google). Beim Xbox Service (Xcloud oder so)bin ich noch optimistisch, könnte was werden im Zusammenspiel mit dem Game Pass.

    • Das Stadia Gamepad ist per USB auch unter Windows nutzbar. Bluetooth wäre möglich, aber wurde bisher nicht von Google freigeschaltet.

    • Die Gamepad kann man auch bei Steamgames auch benutzen.
      Die sind nicht begrenzt auf Google Stadia.

  5. Bedeutet wohl das man die Konkurrenten wie nVidia ausbooten will indem man den Spieleanbieter eine Plattform bietet die mehr Kontrolle bietet als die Konsolen und womöglich günstiger (für Spieleanbieter) ist als die Konsolen ist. Dazu als Goodie 100% Schutz vor Raubkopien.

    Eine monatliche Gebühr mit unterschiedlichen Preisstufen (HD, FHD, UHD) haben das Potenzial mehr zu verdienen als bei 70EUR Verkaufspreis.

    Das bisherige Stadia wird als Demonstrator weiter existieren und vielleicht als Werbeplattform für die Angebote der Publisher dienen.

  6. Das war schon die richtige Entscheidung den Dienst noch nicht mal zu testen. So viel wie Google schon dicht gemacht hat, war vor Stadia schon kein Vertrauen da, das sich nun vielleicht wieder bewahrheitet. Google steckt einfach kein Herzblut in seine Produkte, mir kam es von Anfang an vor, wie wenn man Mal wieder was machen will aber dann wieder ganz schnell die Lust verloren hat, wenn es nicht gleich abartige Zahlen liefert. Es gab so gut wie kein Marketing nach dem Start. Es gab null interessante exklusive Spiele, die Stadia attraktiv gemacht hätten. Warum.sollte ich Stadia nutzen? Unterwegs kostet es bestimmt abartig Bandbreite und Zuhause habe ich Konsole. In Google Dienste würde ich niemals Geld investieren, das lohnt sich einfach nicht, die machen zu viel zu schnell dicht.

  7. Solangsam fragt man sich ja, ob man noch weiterhin auf google Dienste bzw. neue google Produkte setzen soll.
    Das ist ja nicht mehr lustig wie schnell eins nach dem anderen wieder eingestampft wird.

    • The Customer says:

      Das fragt man sich schon lange nicht mehr. Man weiß, dass nur die klassischen Dienste nutzbar sind. Und man steigt langsam um.

  8. Was wurde ich in der Luft zerrissen als ich schon direkt zum Marktstart von dieser Totgeburt erkannte, dass das niemals ein Erfolg werden kann bei derart schlecht gestalteten Rahmenbedingungen.

    • Ernsthaft, von wem? Mehr oder minder ALLE Stimmen die ich zu dem Konzept gehört/gelesen habe waren pessimistisch was den Erfolg angeht.
      Klingt ja so als wäre deine „extravagante“ Meinung exklusiv gewesen.

      • Exklusiv war sie sicher nicht, eine derart offensichtliche Totgeburt erkannten viele andere im Netz ebenfalls :).

        Aber der Gegenwind war manchmal schon sehr deutlich im Netz.
        Da gab es eine Menge Stimmen die mir unterstellten, dass ich nur nicht das „geniale System“ dahinter nicht erkannt habe. Auf meine Kritik dass man seine Spiele im Zweifel dann nochmal kaufen muss, nur um diese dann zu überteuerten Preisen isoliert in einem einzigen Cloud Service nutzen zu dürfen statt auf eigener Hardware.

        Ein besonders markanter Kommentar dazu auf meine Kritik war dann „Du bist grenzdebil weil du Stadia nicht verstanden hast.“

        Und das war wahrlich nicht der einzige Nutzer der auf Teufel komm raus Stadia verteidigt hat :).

  9. Was heißt dass denn jetzt genau auf Deutsch?
    Meine bezahlten Spiele sind bald obsolet?

    Meine Gameboy-Spiele aus den Jahren 1990 bis 1999 funktionieren noch heute alle.

    • the customer says:

      da muss man aber sagen: selbst schuld. oder du hast das Cloud Lizenz Modell nicht verstanden. es ist ja nicht so, als hätte keiner davor gewarnt und als hätte es keine Beispiele aus der Google Welt davor gegeben.

  10. Zum Glück habe ich die letzten Spiele nicht bei Stadia gekauft.

  11. Morgenmicha says:

    Schön dass ich mir auch spiele gekauft habe… Losgelöst vom pro Abo.

  12. Plausibel. In Zeiten steigender Energiekosten sind diese beim zockenden Kunden besser aufgehoben als auf der Rechnung des Streaming-Anbieters.

  13. Horstihorsthorst says:

    Also ich habe mir den Artikel von Business Insider durchgelesen und kann nicht erkennen, dass dort davon die Rede ist, das Stadia nicht weiter existieren wird. Der Fokus geht in Richtung White-Label, aber Stadia wird weiter betrieben. Mit wechem Fokus ist schwer zu beziffern. Die Rede ist von 20%. Was auch immer das heißt.
    Das Stadia weiter besteht und entwickelt wird steht auch in einem Statement eines Sprechers von Google (sieht Artikel von theverge).

  14. Für alle, die hier schon wieder im Untergangsmodus sind. Wo hat Google bekannt gegeben, dass Stadia demnächst oder in ein paar Monaten eingestampft wird?

    Selbst der Autor schreibt hier “ Ob an den Äußerungen wirklich etwas dran ist, muss abgewartet werden.“

    Es wird am Ende wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird

    • So ist es. Aber für manche ist der Untergangemodus ein Dauerzustand, obwohl sie selbst nicht mal im geringsten davon betroffen sind. Z.B. noch nicht 1 Sekunde mit Statia am werkeln waren.

  15. 14 Kommentare am Thema vorbei!
    Da steht überhaupt nichts von das Stadia eingestampft wird! Stadia ist vor ein paar Tagen nach Australien expandiert. Das sie ein Whitelabel Angebot starten war länger bekannt und war schon für AT&T Kunden mit Batman Arkham verfügbar als erstes. Ist doch gut das es Google weiter gibt für andere Anbieter so sichert man sich Stadia so trägt man die ganzen Kosten nicht alleine und Microsoft kann das nicht Whitelabeln wie Stadia mit Xcloud und ein Pendant für PC Spiele gibt es schon mit GeForce Now somit ist Stadia ein Alleinstellungsmerkmal wo sie Aktuell fifa 22 als Next Gen Version haben neben den beiden Konsolen als Beispiel. Das kann man als Spiele Hersteller ansehen wie eine Konsole und muss nicht auf eine Mindestanforderung acht geben da diese wie bei den Konsolen definiert ist.

    Ihr habt das eher mistverstanden es geht damit Stadia besser und nicht schlechter…
    Gute Nacht liebe Leute. Habt ihr mal was gelernt wieder.

  16. Google selber hat auf den Report schon reagiert und weitere 100 Games für Stadia für 2022 angekündigt. Erstmal ruhig bleiben…

  17. Google ist einfach nur noch unfähig. Dieses hin und her. Man kann sich bei dem Unternehmen auf nichts verlassen

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