Bereitstellung von Ersatzteilen für E-Bikes gefordert

Der Petitionsausschuss im Bundestag setzt sich für das Recht auf Reparatur und den Zugang zu Ersatzteilen und Reparaturanleitungen auch bei Pedelecs  und E-Bikes ein. Der Ausschuss verabschiedete mit Stimmen der Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grüne, FDP und Die Linke die Beschlussempfehlung an den Bundestag, um eine dahingehende Petition dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz „als Material“ zu überweisen und sie den Fraktionen des Bundestages „zur Kenntnis zu geben“.

Worum es da konkret geht? Mit der öffentlichen Petition (ID 115512) wird gefordert, dass für die Hersteller von Pedelecs die gleichen Verpflichtungen zur Bereitstellung von Ersatzteilen gelten sollen wie für Kraftfahrzeuge. Zur Begründung schreibt der Petent: Pedelecs seien heute ein Investitionsgut für viele Menschen und kosteten durchschnittlich zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Für Pedelecs oder ähnliche Räder bestehe jedoch derzeit für die Hersteller keine Verpflichtung, nach der Garantie- oder Gewährleistungsfrist Ersatzteile bereitzuhalten.

Eine gute Idee, denn mittlerweile ploppen die Räder unter x Namen auf – und verschwinden mit Pech wieder, sodass der Besitzer unter Umständen auf einem teuren Haufen Schrott sitzenbleibt.

Während bei Fahrrädern die Verschleiß- und Ersatzteile in der Regel genormt und leicht zu ersetzen seien, gelte das nicht für Pedelecs, heißt es weiter. Diese bestünden aus elektrischen und elektronischen Bestandteilen, die zum Teil speziell für ein bestimmtes Modell hergestellt und nach Auslaufen des Modells nicht mehr produziert würden. Auch die Versorgung mit Ersatzakkus sei nicht gewährleistet, weshalb es auch sinnvoll wäre, die Hersteller von Pedelecs – „wie in der Automobilbranche“ – zu verpflichten, bis zu zehn Jahre nach Auslaufen des Modells die Ersatzteilversorgung sicherzustellen.

Die Abgeordneten weisen zugleich auf den Koalitionsvertrag für die 20. Wahlperiode hin, worin sich SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP für ein Recht auf Reparatur und den Zugang zu Ersatzteilen und Reparaturanleitungen einsetzen. Die Petition sei geeignet, im Rahmen der Umsetzung der Vorgaben des Koalitionsvertrages einbezogen zu werden.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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35 Kommentare

  1. Absolut richtig und notwendig. Bei der Shimano Schaltung habe ich keine Bedenken, aber der Mahle X35 Motor macht mich nervös.

  2. Gute Sache wäre das!

  3. Ein Reset Knopf am BMS würde viele wirtschaftliche Totalschäden vermeiden.

  4. Einfach ein vernünftiges Rad ohne Elektroschrott kaufen. Dann klappt es auch mit der Reparatur, die zudem wesentlich günstiger ist. Wer es bequem haben will, soll halt zahlen.

    • Was den das für eine bescheuerte Einstellung. Es geht darum, dass die Teile weiter wartbar bleiben…
      Selbst wenn du so ein nicht E-Bike gatekeeper bist solltest du wohl das vermeiden von E-Schrott begrüßen

      • Den E-Schrott vermeidest du, indem du ihn gar nicht erst kaufst. Dann brauchst du auch nicht andauernd teuer Teile warten. Das Zeug geht doch so oder so vergleichsweise schnell kaputt. Ersatzteile bringen dir ohnehin wenig, wenn eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich ist.

      • Rainbird-1 says:

        Ja ganz unrecht hat er nicht. Wer sich so ein Gefährt kauft, bezahlt ja bereits mehr wie bei einem konventionellen Bike. Und die Situation, dass die Gefährte nach kürzester Zeit keine Ersatzteile mehr bekommen dürfte einem aufgeklärten Käufer, der sich vorab mit der Materie beschäftigt wohl auch klar sein! Und wenn man diese bekommt, dann doch recht teuer. Unter diesem Gesichtspunkt muss man schon sagen, wer es möchte der muss ja wohl auch dafür bezahlen.

        Denn selbst bei Bosch bekomme ich keine BMS bei einem defekt separat. Zumal oft auch unklar ist, ob die Akkus auch an Kapazitätsverlust leiden. So müsste ich selbst bei einem BMS Tausch bangen, dass im Nachgang noch die Akkus getauscht werden müssten. Somit wird meist ein kompletter Akku (neu) gekauft!

        Aus Erfahrung sind oft die BMS defekt! Hatte erst letztens eines (Wasserschaden). Obwohl nicht vom Besitzer (Schwiegervater eines Kumpels) daran herumgedoktert wurde!
        Reparaturen werden ja künstlich verteuert. Wir haben ja heute keine „klassischen“ Akkus mehr, sondern „Bus-gesteuerte“ und künstlich aufgeblähte Hightechprodukte, welche nur noch für teures Geld repariert werden können (natürlich der erforderlichen hohen Energiedichte geschuldet)!

    • Selten einen dümmeren Kommentar gelesen…
      Warum kann man überhaupt Autos reparieren? Selbst Schuld wenn die Leute keine Kutsche benutzen.

      • Wer sich ein Auto mit allem (Elektro-)Schnickschnack kauft, ist selbst Schuld, wenn einem das Zeug irgendwann um die Ohren fliegt und eine Reparatur ein Vermögen kostet. Viele Reparaturen, die zum Fahren nicht zwingend notwendig sind, scheitern doch nicht an mangelnden Ersatzteilen, sondern an viel zu hohen Reparaturkosten.

      • Rainbird-1 says:

        Bei einem Auto kenne ich die Ersatzteilverfügbarkeit über Jahrzehnte! Bei Pedelecs ist dies (wissentlich) nicht der Fall. Und wer davon ausgeht, dass dies wie in der Autoindustrie gegeben ist, der lebt wohl in einer „Scheinwelt“. Versuche mal eine BMS von Bosch zu bekommen, wirst Du nicht finden. Habe letztens eine gesucht, schlussendlich musste ein neuer Akku her. Dieser hatte bei Bosch schon mehrfach die Teilenummer geändert. Ein Laie ist hier verloren.

    • Stimme ich völlig zu, wer billig kauft kauft 2x
      Ich würde mich als Fahrradhändler auch weigern ein Fremdfabrikat zu reparieren.

      • Da geht es ja häufig nicht darum, dass sich jemand weigert, sondern darum, dass selbst wenn der Fachmann bereit ist zu reparieren, er das nicht tun kann, weil es schlicht keine Ersatzteile gibt.

        • Rainbird-1 says:

          Korrekt. Daher kaufen viele Akkureparaturzentren z.B. gebrauchte Bosch BMS’en ein um die Akkus reparieren zu können, da es von Bosch keine BMS zu beziehen gibt! So entstehen diese „Wegwerf Märkte“ für die die Kunden gut und gerne (wissentlich) sehr viel Geld auf die Theke legen. Es ist ja nicht so, als dass es der Kunde zu gewissem Maße nicht selbst in der Hand hätte, soetwas zu unterbinden. Denn wenn ich weiß, dass ich ein teures Fahrrad in 5-7 Jahren entsorgen kann, dann kann ich mich entscheiden ob ich nicht lieber „konventionell“ trete!

    • @Radler
      Denken ist nicht so Deins, oder? Es gibt genügend Menschen da draußen die sich ein Pedelec nicht nur einfach so kaufen. Gerade ältere Menschen kommen damit doch endlich mal wieder raus und suchen sich Möglichkeiten. Ich glaub Du bist einfach jemand der neidisch hinter jedem Pedelec her schaut und feste weiter manuell radelt und über den Fortschritt schimpft. Lass die Menschen doch, die Dinger haben auch Vorteile.

      • Hinterherschauen? Wem? Den Verkehrshindernissen, die da rumschleichen? Denken ist eher nicht ganz so deins, denn der E-Schrott ist geschwindigkeitslimiert und selbst das niedrige Limit wird nur äußerst selten genutzt.
        Ältere Menschen? Meinst du zufällig die, die geistig aufgrund mangelnder Reflexe und Übersicht eigentlich gar nicht mehr in der Lage sind, derart am Straßenverkehr teilzunehmen? Beim Auto ist in einem solchen Fall irgendwann der Lappen weg. Beim Rad herrscht leider Narrenfreiheit ink. Fremdgefährdung.

    • Wir sind schon lange aus der Zeit raus zu erwarten das der Kunde reagiert. Außerdem hat man nicht groß eine Wahl. „Der Markt regelt“. Jeder hat eben seine Gebiete worin er sich auskennt. Trotzdem braucht man auch anderes wo man nicht so firm ist.
      Ich bin z.B. so ein bisher 500eur Rad und glücklich und schiele momentan um 2000eur was für mich ein Haufen Geld ist. Ich denk mir da immer dass man da auch ein schnuckliges Gebrauchtauto kaufen könnte aber will trotzdem etwas für mich und andere tun. Außerdem wäre ich damit hier im Umkreis mobiler und schneller als mit dem ÖPNV.
      Nun gehe ich mit dieser Vorstellung zum Fachhändler und der lacht sich schon halber ins Fäustchen bei meiner Preisvorstellung und verkauft mir dann genau so einen Schrott wie hier beschrieben. Nun bin ich auch etwas schwerer, fahre trotzdem auch mal schneller und auch viel über Feldwege. Mir kommt es hauptsächlich auf Gemütlichkeit an.
      Nun habe ich mich versucht ein wenig zu informieren und bin auch auf viele Modelle gestoßen wo man nicht weiß wie es morgen aussieht. Da ich nun Technisch und Handwerklich nicht unbegabt bin, würden sich da wohl Lösungen finden lassen aber ich habe andere Dinge die meine Aufmerksamkeit mehr brauchen.
      Bisher habe ich mir mal ein Bosch Rad ausgeliehen und die Vorzüge wie auch alle Nachteile die man in der Preisklasse haben kann erlebt. Deswegen schiebt sich das wohl noch eine Weile oder ich kann unverhofft mehr investieren. Wo ich mir dann aber schon große Sorgen mache wenn ich es irgendwo abstellen will.

  5. Wenn das Gesetz kommt werden Kickstarter Bikes mit selbstgefrickelter Technik nicht mehr in Deutschland erhältlich sein. Hersteller die ihre Technik u.a. von Bosch beziehen haben da geringere Probleme.

    Mittlerweile gibt es Hersteller die sogar bei Verschleißteilen wie Reifen keine Standardtechnik verwenden um sich irgendwie von der Masse abzuheben.

    • Da hat es aber auch der Kunde in der Hand, ob er sowas mit seinem Kauf unterstützt oder nicht.

      • Eben. Das ist der Grund warum ich kein Cowboy oder VanMoof als Spaß-Bike für die City habe. Gruseliger Service seitens der Hersteller und keine Alternativen, weil praktisch alles an den Bikes Herstellereigene Kreationen sind.
        Aber so ist wenigstens Platz in der Fahrradgarage geblieben, muss mich nur noch entscheiden. Pinion-Schaltungen finde ich ja sehr interessant, kombiniert mit Riemen und evtl einer Elektronabe… 🙂

  6. Ich frage mich manchmal, was für Leute bei uns in den Regierungen sitzen und ob die nichts besseres zu tun haben als sich über sowas Gedanken zu machen.

    Fahrräder – auch e-Bikes werden – aus Standart-Komponenten zusammen gebaut, die man im freien Markt kaufen kann, bei Marken-Herstellern zumindest kein Problem. An meinem eBike ist keine Komponente, die ich nicht einzeln kaufen könnte. Hab gerade erst sogar einen neuen Radcomputer ( Bosch ) gekauft und die Bremsscheiben ( Shimano ) gehen größere ausgetauscht.

    Reparaturanleitung und Wartungs-/Einstellanleitung habe ich übrigens auch für mein Rad in Form eines Buches und einige Datenblätter der verbauten Komponenten noch dazu ( die man aber auch im Netz problemlos findet ).

    Bei Billigrädern mag das anders aussehen, da sind meist veraltete Komponenten verbaut und teilweise mangelnde Qualität haben. Die Räder sollten man aber auch besser erst garnicht kaufen.

    Das gerade eine Materialknappheit besteht, ist ein ganz anderes Thema ( Lockdown in China, Transportprobleme, usw. usw. ), da kann aber auch eine Regierung bei uns nichts dran ändern.

    • Dann sollte das ja kein Problem sein und kann ohne weiter konsequenzen auch gesetzlich geregelt werden. oh wait…

    • „Die Räder sollte man besser auch erst garnicht kaufen“. Ja, mein Bosch-Shimano-Bike hat ~4k€ gekostet. Ein ähnliches Rad mit weniger hochwertigem Rahmen und China-Teilen inklusive Schaltung habe ich schon für etwas unter 1,5k€ gesehen. Mir konnte es damals einfach egal sein, ob das Rad 3,4 oder 5k kostet, aber in der glücklichen Lage ist nicht jeder jederzeit. Und so werden dann auch Räder unter 2k gekauft… und wenn die einen Motor haben, dann hat man eben billigsten China-Schrott gekauft. Die Käufer von sowas denken sich „Mein letztes Fahrrad hat 500€ gekostet, das jetzt kostet drei, vier mal so viel nur weil da ein kleines Motörchen dran ist… ist wohl das beste Fahrrad, das ich mir je geleistet habe!“

  7. Wir brauchen unbedingt mehr Platz für Ersatzteillager und Auslieferungszentren. Vielleicht sollten die Politiker die solche Vorgaben gut finden auch die dafür benötigten Flächen ins Gesetz schreiben und am besten gleich von der Grundsteuer befreien.

  8. Neben der garantierten Ersatzteilversorgung, wäre es dringend an der Zeit, den Ladestecker schnellstmöglich gesetzlich geregelt zu vereinheitlichen. Das würde einem die elende Schlepperei auf Radtouren ersparen und die Mondpreise für die Ladegeräte auf ein erträgliches Maß reduzieren. Bei gemeinsamen Fahrten mit unterschiedlichen Antrieben bräuchte nicht jeder einen Ziegel mitschleppen und Lademöglichkeiten in Fahrradpensionen, Hotels oder an touristischen Hotspots wären super einfach zu organisieren. Hatte da im Rahmen der USB-C-Vereinheitlichung an die EU geschrieben… zurück kam nur Blabla.

  9. Rainbird-1 says:

    Anscheinend schreckt doch die jetzige Situation (Ersatzteile oft nach kurzer Zeit nicht mehr verfügbar oder gar ganze Komponenten müssen im Zusammenspiel getauscht werden) keinen davon ab, sich ein E-Bike zu kaufen. Entgegen den Autokonzernen wo mir Ersatzteile bei bekannten Marken über Jahrzehnte (wissentlich) zur Verfügung stehen. Dieser ganze Hype um Fahrräder bei denen man sich nicht mehr anstrengen muss und damit die Anschaffung (des weitaus schlechteren Co2 Abdruckes eines „normalen“ Fahrrades) rechtfertigt, verstehe ich nicht.

    Warum muss ein schlichtes Fortbewegungsmittel mit Motor und Akku ausgestattet werden (dies teilweise durch Arbeitgeber bezuschusst werden) nur um das Argument, dann lasse ich mein Auto stehen und fahre mit dem Fahrrad propagiert wird. Die wenigsten (ich spreche aus meinen Erfahrungen) greifen auf dieses Vehicle dann bei „Wind und Wetter“ zurück! Auch werden die wenigsten dadurch Ihr Auto abschaffen! Und somit ist der Umweltgedanke aufgrund dieser Anschaffung zunichte, da ein Gefährt mehr in der Garage anstatt weniger steht!

    Unsere Gesellschaft besteht nur aus „haben wollen, da bezuschusst“ und im Nachgang merken, oh das strengt an! Das war ja auch der Grund warum ich bereits die letzten 2 Jahrzehnte schon kein Fahrrad gefahren bin.
    Ich meine, wenn ich ein Pedelec kaufe, bei dem nach 5-7 Jahren wieder 300-700€ für ein Akku notwendig werden, erzeugt dies für mich mehr Umweltbelastung, wie ein gewöhnliches Fahrrad, Erst recht, wenn manche dann auf die Idee kommen, da der Akku nicht im Verhältnis zum Pedelec Restwert steht, wieder ein neues zu kaufen!

    Früher hatte man sich mal ein „gewöhnliches“ Fahrrad gekauft, welches wenn es sauber auf die eigene Größe angepasst war, gut und gerne 20 Jahre oder sogar mehr hatte! Die Umweltbewusstheit nimmt in „Scheindebatten“ zu, in der Praxis wird die Gesellschaft wohl immer dümmer…

    …und ja ich fahre kein Pedelec, ich trete noch konventionell und tue so auch was für meine Gesundheit (ob bergauf oder bergab). Und ich warte schon auf die Kommentare der Pedelec-Fahrer…
    …ja treten muss man ja schon noch, den man hat ja nur bis 25kmh Unterstützung!

    Ja klar, aber diese habe ich am Berg ja auch, wo ein konventioneller Mountainbiker vielleicht mit 5-7kmh strampelt, und ein Pedelec-Fahrer mit geradem Rücken und ohne Schweißperle auf der Stirn an einem vorbei radelt…
    …man muss das anstrengend sein!

    • Eine Verfügbarkeit der Ersatzteile bringt wenig, wenn diese und der Einbau maßlos überteuert sind.
      Mit dem E-Schrott ging die Abzocke los. Preise von Ersatzteilen wie Ketten haben sich im Vergleich zu einem (alten) klassischen Rad vervielfacht! Dazu jährliche Inspektionen und höherer Verschleiß, der ich entsprechenden Wechselintervallen endet. Wenn du bereits nach 1000km für 60€ die Kette wechseln musst, dann weißt du, dass du einen schlechten Deal gemacht hast. Mit einem einmalig 2000 Euro investieren ist es nicht getan, da kommen noch teils absurde laufende Kosten dazu. Und wenn der Supermarkt mit einem 1500€ E-Schrott wirbt, bei dem es noch einen 2. Akku im Wert von 500€ „gratis“ dazu gibt, dann weiß ich wo die Reise bei einem Ersatzakku, der nach ein paar Jahren definitiv fällig wird, hingeht. Neuer Akku hier, neuer Antrieb da und schon kommt man zu der Erkenntnis, dass eine Reparatur bereits nach weniger als 10 Jahren unwirtschaftlich ist. Selbst wenn Ersatzteile verfügbar sind. Mit dem konventionellen Rad investierst du vielleicht 100€ in einen neuen Antrieb und weiter geht die Fahrt.

      Ich gebe dir auch vollkommen Recht, der ganze Umweltgedanke ist eine Scheindebatte. Das was da an Abfall anfällt ist im Vergleich zum konventionellen Rad eine riesige Umweltsauerei. Und das alles nur für das Scheingefühl, etwas körperlich geleistet zu haben.

  10. Solange die Probleme mit Ersatzteilversorgung, Reparaturfähigkeit, Stecker- und Akkukompatibilität nicht geregelt sind, kommt mir kein e-Bike oder Pedelec ins Haus. Ich fahr dann schön weiter mein Auto und muss mir keine Gedanken machen.

  11. Wieso wird die Petition auf E-Bikes limitiert? Alle brauchen Ersatzteile. Fahrräder und E-Bikes werden unterschiedlich verwendet, teilen sich die Lieferanten in Teilen – die Verkäufer sind jedoch identisch.

    „Hersteller von Gebrauchsgütern müssen fünf, zehn oder dreißig Jahre Ersatzteile bereit stellen. Ausnahme, Kleinserien. Spezifikationen müssen vor Auslieferung offen gelegt werden, Verdongelung generell untersagt, Verplombung erlaubt. Software muss grundsätzlich neu beschreibbar sein.“

    Smartphone – fünf Jahre
    Laptops – zehn Jahre
    Fahrzeuge alle Art – 30 Jahre

    Und wenn der Hersteller nicht will? Zwei Wege. Besteuerung beim Verkauf und zwar schmerzlich hoch, damit jeglicher Wettbewerbsvorteil ausgeschlossen wird. Finanziert dann zugleich permanente Evaluierung. Oder? Einfuhrverbot.

    Einwand: Aber dann wird alles viel teurer?
    Antwort: Ja und Nein. Über den gesamten Nutzungszeitraum sind langlebige Gebrauchsgegenstände in der Regel günstiger und schonen die Nerven und die Umwelt.

    PS: Durch die überteuerten Elektroschaltungen am Rennrad haben wir dort auch schon erste Probleme. Ist nicht besser als eine gleichwertige mechanische Schaltung, aber so eine Schaltzug ist deutlich besser verfügbar als die Akkus, Piezotaster und Stellmotoren der Hersteller. Und bei den zugehörigen Apps gruselt es mich, was Unterstützung in fünf Jahren angeht.

    • Ja ja, langlebige Gebrauchsgüter dienen dem Umweltschutz. Demnach müssten wir heute noch Autos fahren deren Motoren 12 bis 17 Liter verbleiten Sprit auf 100km verbrennen und keinen Katalysator haben. Man kann ja auf den Oldtimerrallys sehen wie langlebig solche alten Kisten sind. Fortschritt war gestern. Heute geht es um die Umwelt und deshalb zurück zum Ochsenkarren. Kein vernünftiger Unternehmer würde Geld in die Entwicklung fortschrittlicher Innovationen stecken, wenn er die Aussicht auf maximale Versteuerung beim Verkauf der Produkte hat. Die Wirtschaft wird mit hohen Steuern ausgebremst, die Verbraucher unnötig belastet und es drohen Verfall und Armut. Aber die Umwelt…

      • Sie haben ein befremdliches Verständnis von Qualität und Langlebigkeit und Effizenz. Es liest sich eher wie das Handbuch für Kapitalismus. Als nächste reißen wir die Häuser alle zehn Jahre ab? Weil die Dämmung ja nicht mehr auf neuestem Stand ist und langlebig bauen ist ja sowieso doof?

        Darf ich Ihnen vorstellen:
        Miele. Kenwood. Lenovo. Es gibt sie -Hersteller mit Qualität und Ersatzteilversorgung.

        Ein 2008 gebautes Auto ist von der Effizenz im Verbrauch meist gut, angesichts immer größer gewordener Autos sogar teilweise besser als deutlich neuere Modelle. Bei einem Auto kann man eher davon ausgehen, dass es mindestens zehn Jahre genutzt werden muss – um den Ersatz eines älteren Autos zu rechtfertigen. Ein effizenteres neues Auto kann man sich anschaffen, wenn das alte Auto gebraucht wenigstens zwanzig Jahr in Betrieb bleibt. Nur von Abwrackprämien sollte man Abstand nehmen, dass ist derartig ineffizient. Und ein 2008 oder 2002 gefertiges Mittelklasseauto ist weit entfernt von 12 Liter Sprit auf 100 km.

        Allen haben gerne etwas neues, aber man darf gerne vor dem Kauf gründlicher nachdenken 🙂

        • Seltsam, das auf einmal Immobilien und Gebrauchsgüter vermischt werden. Die Forderung war doch Smartphones, Laptops und Fahrzeuge aller Art, Ein Auto aus dem Baujahr 2008 hat erst 2028 die 30-Jahresfrist hinter sich. Aber es gibt doch auch wesentlich ältere Autos mit noch existierender Ersatzteilversorgung. Die genannten Hersteller von Haushaltsgeräten, Unterhaltungselektronik und Computern sind Ausnahmen. Aber gibt es auch das Fachpersonal für die Reparatur?
          Langlebigkeit schön und gut, aber ist es denn wirklich immer im Sinne des Fortschritts, der wirtschaftlichen Entwicklung und der Zukunft der Menschheit? Auch darüber sollt man mal nachdenken, bevor man unter dem Deckmäntelchen des Umweltschutz irgendwelche Forderungen stellt.

      • Ein Auto, das sich 12l genehmigt, ist bei einem Wenigfahrer immer noch umweltfreundlicher als die Verschrottung des Altfahrzeugs und die Produktion eines Neuwagens, der trotz weniger km keine lange Lebensdauer hat.
        Im Übrigen muss man bei 12-17l locker in die 70er Jahre zurück gehen.

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