
Über die App „Be My Eyes“ kann der Betroffene nun mit seinem Smartphone Freiwillige um eine kleine Hilfestellung bitten. Dafür kommt die Kamera zum Einsatz und man führt ein kleines Telefonat. Laut den Entwicklern nutzen aktuell ca. 38.000 sehbehinderte Menschen die App. Es gibt über 550.000 freiwillige Helfer, welche wiederum die Sehbehinderten unterstützen. Durch die Einführung der App für Android hofft man nun natürlich, dass sich aus beiden Lagern weitere Nutzer finden.
Es gibt viele Situationen, in denen Blinde „Be My Eyes“ nutzen könnten: Etwa um in einer fremden Stadt nach Hinweisen zu fragen, Auskunft über einen Busfahrplan zu erhalten oder einen heruntergefallenen Gegenstand schneller zu finden. Obacht ist natürlich nur bei persönlichen Informationen geboten: Die Entwickler raten beispielsweise darauf zu achten, dass sich nicht Kreditkartendaten oder ähnliche Angaben ins Bild verirren. Denn man vertraue seinen freiwilligen Helfern grundsätzlich, könne die Community aber eben nicht kontrollieren.
Ich muss sagen: Klingt nach einer wirklich tollen Idee – ich kannte „Be My Eyes“ persönlich bisher noch nicht, obwohl Caschy sie schon 2015 aufgegriffen hatte, als die iOS-Version gerade für Wirbel sorgte. Auch wenn kein Mangel an Helfenden zu bestehen scheint, werde ich mir die Android-Variante wohl einmal herunterladen und hoffen, dass ich vielleicht einmal jemanden mit Sehbehinderung unterstützen kann.
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.bemyeyes.bemyeyes
https://itunes.apple.com/us/app/be-my-eyes-helping-blind-see/id905177575?mt=8