
Im Sommer 2015 hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mit der NINA-App (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) eine Warn-App an den Start gebracht. Damals hätte man wohl nicht gedacht, dass wir in diesem Jahr eine weitere, im Eiltempo aus dem Boden gestampfte, Warn-App im Alltag nutzen werden. Neben der App, welche unter Android, als auch iOS lauffähig ist brachte man mit warnung.bund.de die Warnmeldungen auch in Form einer Webseite an den Start. Letztgenannte Seite unterstützt nun neuerdings eine neue Funktion, welche es erlaubt Warnmeldungen auch über den Browser zu bekommen. Hierzu führt man den Bereich „Meine Orte“ ein.
Neue Funktionen auf https://t.co/Fpi9gwS0p0: Verwalten Sie die Bereiche, für die Sie amtliche Warnmeldungen erhalten wollen, jetzt einfach in der Ansicht „Meine Orte“.#Warnung #NINA ^dt pic.twitter.com/Ud2kNRib64
— BBK (@BBK_Bund) November 25, 2020
Im Bereich „Meine Orte“ könnt ihr einen oder mehrere Orte hinzufügen. Euch bleibt zudem die Wahl zwischen Gemeinde sowie Landkreis.
Danach könnt ihr konfigurieren, ob ihr Push-Benachrichtigungen über den Browser erhalten wollt.
Durch das Aktivieren der Push-Benachrichtigungen erhalten Sie Warnmeldungen zu Ihren abonnierten Orten. Sie erhalten Warnmeldungen, wenn der Browser geöffnet ist, auch wenn diese Website im Browser nicht aktiv ist. Bestimmen Sie, ab welcher Warnstufe Sie Benachrichtigungen erhalten möchten.
Auch die einzelnen Warnstufen lassen sich für „Bevölkerungsschutzwarnungen“, „Wetterwarnungen“ und „Hochwasserinformationen“ dediziert einstellen:
Die NINA-App sowie die zugehörige Webseite stellen mit ihren Push-Benachrichtungen neben Rundfunk, Internet, Paging, Deutsche Bahn AG nur einen Teil der Warnmultiplikatoren dar. Sämtliche Instanzen sind hierbei Teil des 2013 gegründeten Modularen Warnsystems (MoWaS). In anderen Ländern setzt man da stattdessen stärker auf Cell Broadcasts: Hierbei werden via Mobilfunk SMS-ähnliche Benachrichtigungen an alle in einer Funkzelle eingeloggten Mobilgeräte ausgespielt. Hat zur Folge, dass keine Internetverbindung vonnöten ist und auch Mobiltelefone ohne „smarte Funktionalitäten“ von Warnungen erreicht werden.
Wir prüfen momentan mit allen beteiligten Stellen, ob die Einführung von Cell Broadcast als an MoWaS angeschlossenes System sinnvoll ist und wie sie durchgeführt werden könnte. ^dt
— BBK (@BBK_Bund) November 25, 2020
Der Bund, bzw. genauer das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt bekannt, dass man nun mit den „beteiligten Stellen“ auch für Deutschland die Einführung für Cell Broadcasts prüft. Jene könnten ebenso an das MoWaS angeschlossen werden. Hinsichtlich des – dezent gesagt – ins Wasser gefallenen bundesweiten Warntags im Herbst sicherlich eine weise Entscheidung.