Backify: neuer Backup-Dienst mit 512 GB kostenlosen Onlinespeicher

WARNUNG VOR DIESEM DIENST: UPDATE

Der Philipp hatte mich angeschrieben und mich auf Backifiy hingewiesen. Kurioserweise konnte ich mich zwar anmelden, aber ich habe nie eine Bestätigung bekommen, sodass ich mich hätte einloggen können. Von daher übernimmt Philipp (vielen Dank an dich!) jetzt den Part des Schreibers – viel Spaß beim Lesen!

Die Tage ging wieder einmal ein neuer Online-Backup Dienst durch die Web-Medienwelt. Auch wenn es bereits genügend andere (freemium) Cloud-Speicher wie zum Beispiel Dropbox, SkyDrive, Box.net, Stratos HiDrive, Ubuntu One und viele andere gibt, ist dieser alleine durch seine schiere Größe erwähnenswert, die jeder Nutzer kostenlos geschenkt bekommt. 512 Gigabyte an Daten darf man bei Backify kostenlos hochladen.

Dieser Speicher lässt sich zwar in der kostenlosen Basisvariante nicht als Netzlaufwerk einbinden, doch man bekommt einen Client zur Verfügung gestellt (für Mac und Windows verfügbar), der sich unter in die Taskbar einnistet und vom Benutzer angegebene Ordner auf Veränderungen überwacht, um neu hinzugekommene oder veränderte Dateien dann gegebenenfalls hochzuladen.

Über die übersichtliche Weboberfläche kann man jederzeit auf alle Dateien zugreifen. Musik kann in einem Flash-basierten Player als Stream wiedergegeben werden, Bilder als Slideshow angesehen werden.  Ein App für iOS, welches allerdings nicht im Deutschen App-Store verfügbar zu sein scheint, erlaubt wohl auch das Streaming von Musik über ein WLAN oder Mobilfunknetz.

Alle Dateien können im Browser nicht nur angesehen, sondern auch herunterladen werden. Wahlweise ist das Herunterladen einzelner Dateien, ganzer Ordner oder des gesamten Backups möglich. Die Daten werden laut Backify auf den Servern verschlüsselt, wie immer bei Cloud-Diensten stellt sich dennoch die Frage über die wirkliche Sicherheit und den Datenschutz.

Natürlich finanziert sich auch dieser Dienst über Premium-Tarife mit zusätzlichen Funktionen: Für 36$  im Jahr bekommt man unlimitierten Backup-Speicherplatz und darf  (statt wie in der kostenlosen Variante von einem) von fünf Computern aus seine Backups hochladen. Zudem lässt sich der Speicher via FTP, SFDP und WebDav Internetlaufwerk einbinden.

Noch einmal gesondert lässt sich ein Feature namens „Briefcase“ hinzu buchen, welches ein Dropbox-artiges Synchronisieren eines bestimmten Ordners über unbegrenzt viele Computer ermöglicht. Das Briefcase-Feature ermöglicht angeblich auch das Editieren von Dokumenten im Browser und das Teilen von Dateien mit Freunden über eine Freigabefunktion.

Zudem kann man Dateien an seinen eigenen Briefcase-Ordner senden. Diesen zusätzlichen Service lässt sich Backify mit 60$ im Jahr für unlimitierten Backup-Speicher mit zusätzlichen 512GB Briefcase bezahlen, zudem gibt es noch Tarife mit 1TB Briefcase für 80$, 1.5TB Briefcase für 100$ und 2TB Briefcase für 120$ jährlich.

Auf den ersten Blick scheint der Dienst gut zu funktionieren, auch wenn die Backify-Server etwas langsam zu sein scheinen (derzeit reagiert gerade die Backify-Webseite sehr träge). Das Einrichten des Speichers und der Backups ist über das bereitgestellte LiveDrive Programm selbst für unerfahrene Anwender sehr gut zu bewerkstelligen.

Konfigurieren lässt sich unter anderem die erlaubte Upload-Rate, die Priorisierung bestimmter Dateiformate bei Upload, die überwachten Ordner, und, ebenfalls sehr praktisch, ob das Programm nur in bestimmten Intervallen, zu bestimmten Uhrzeiten oder in Echtzeit die lokalen Dateien mit den Online verfügbaren abgleichen soll. Anandtech hat bereits einen ausführlichen Review angekündigt, so dass es an Informationen zu dem Dienst bald schon keinen Mangel mehr geben sollte. 

Tja, soviel zu Phillips Ausführungen. Komplettes Cloud-Backup? Bin nicht mal ich ein Freund von. Einfach mal ein paar Euro anlegen und in ein NAS oder in eine portable Festplatte mit RAID-Funktion nutzen, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen…

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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43 Kommentare

  1. Virenscanneralarm. Kann das jemand bestätigen?

  2. Kann man denn auch – wie z.B. Bei Box.net & Dropbox – Dateien anderen via Link zur Verfügung stellen?

  3. Für 10 $ im monat schon

  4. @Caschy: Hast mal innen Spam-Order geguckt? Ich zumindest habe meine Activation-Mail dort finden können. :]

  5. Torsten Mischke says:

    Kann mir eventuell jemand erklären, warum Firefox das SSL-Zertifikat als nicht überprüft anzeigt und die Seite des Dienstes nur mittels einer manuellen Ausnahme möglich ist. Chrome hingegen das Zertifikat einfach akzeptiert (beide Browser sind aktuell). Ist das bei Euch auch so…?

  6. Zur Cloud wird das ganze erst gegen Geld; kostenlos isses nur ein Internet-Backup. Ich frage mich allerdings, ob das Geschäftsmodell zu Ende gedacht ist – vor allem „unbegrenzter Speicher“ klingt mehr als mutig!

  7. „Komplettes Cloud-Backup? Bin nicht mal ich ein Freund von. Einfach mal ein paar Euro anlegen und in ein NAS oder in eine portable Festplatte mit RAID-Funktion nutzen, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen…“

    Du argumentierst mit einem Onsite-Backup gegen ein Offsite-Backup? Also sollte mal Deine Wohnung mitsamt NAS in Flammen aufgehen (was hoffentlich nie eintritt), dann, so prophezeie ich mal einfach so, wirst Du Dich sehr über jede private Datei freuen, die auf einem sicheren Datenspeicher an einem anderen Ort liegt.

  8. Werden die Dateien verschlüsselt?

    Sonst klingt das ganz gut, kombiniert Backup mit Sync/Share im Gegensatz zu den Top-Online Backupern BackBlaze/Crashplan/Mozy.

  9. Im Text steht:

    Die Daten werden laut Backify auf den Servern verschlüsselt, wie immer bei Cloud-Diensten stellt sich dennoch die Frage über die wirkliche Sicherheit und den Datenschutz.

  10. Übrigens http://www.beecloud.eu/ scheint das gleiche anzubieten…

  11. @Just Me

    Das scheinen beide Reseller von Livedrive zu sein. (http://www.livedrive.com/)

  12. @Mainboarder
    Laut Virus Total Scan ist die Site clean.
    http://www.virustotal.com/url-scan/report.html?id=4b6d2ac4f017b712b8b2fedfc784b9a0-1318779262
    http://www.virustotal.com/file-scan/report.html?id=6b24a931e62751b9c848e89ceab1212af4eff6baddf4841cf8e66149a5b934d3-1318786467

    Zum Angebot selbst: Ich werde mir das in ein paar Wochen noch mal anschauen und sehen, ob es die Dienste noch gibt, oder ob man schon Geld dafür verlangt. Keiner kann einfach mal so kostenlos 512 GB verschenken. Jedenfalls nicht für lange 😉

  13. Bei mir wurde auch erst eine entpackte .tmp Datei aus dem Installer angemäkelt. Die konnte ich nicht weiter überprüfen. Aber scheinbar, bin ich der Einzige, der einen Alarm bekommen hat.

  14. Ich habe die kostenlose Version ausprobiert und sie nach wenigen Stunden wieder deinstalliert. Mein Test führte dazu, dass meine Internet-Verbindung in die Knie ging. Vielleicht lag das am Setup (also bei mir). Aber ich bleibe dann lieber doch bei meiner externen USB-Platte. Außerdem gibt es schon genügend bewährte Anbieter, auf die man zurückgreifen kann. Wer weiß, was aus diesem (im Moment wirklich überzeugenden) Angebot wird, wenn es sehr viele nutzen.

  15. Zum Thema Datensicherheit:
    Einfach einen Großen Truecrypt Container auf externen Festplatte oder zweiter Partition erstellen und dies mit den gewünschten Ordnern Synchronisieren.

    Großer Nachteil :
    man muss immer den ganzen Container uploaden also doch lieber mehrere kleine erstellen

    Umständlich Aber sicher !!

  16. was ist den SFDP????

  17. Hi everyone,

    Indeed we at http://www.beecloud.eu offer the same thing: 512Gb free online backup. Our motivation and drive why we offer it for free can be found at the following link: http://www.beecloud.eu/livedrivereseller.html.

    Basically, try it out, there is no catch.

    Regards,

    BeeCloud.eu

  18. @Philipp: danke für die Vorstellung. Klingt nicht so schlecht, ich würde es aber lediglich zum Backup eines NAS sowie eines Root-Servers nutzen wollen. Ich weiß gar nicht, ob ich den Client überhaupt will – (S)FTP wäre mir wichtig. 🙂
    Du schreibst: „Zudem lässt sich der Speicher via FTP, SFDP und WebDav Internetlaufwerk einbinden.“ – Das ist laut Webseite m.E. nicht schon ab 36 USD der Fall, sondern erst ab der Briefcase-Variante ab 60 USD – oder habe ich etwas übersehen ?

  19. Eine Linux und Android App und ich wechsle von Dropbox…

  20. Android App gibts nur Linux leider nicht…

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