Back to the roots: Neue Schreibmaschinen für russische Regierung

Russland macht sich Gedanken, wie man Enthüllungen durch Wikileaks und generell der Datenspionage entgegenwirken könnte. Anstatt große Summen in die Absicherung der Computer-Systeme zu investieren, setzt man auf altbekannte Methoden. Papier und Schreibmaschine.

schreibmaschine
Rund 11.500 Euro hat man nun deshalb in Schreibmaschinen und Farbbänder investiert. Schuld daran soll übrigens Edward Snowden sein, der enthüllte, dass Dmitri Medwedew, damaliger Präsident Russlands, beim G20 Gipfel in London 2009, zusammen mit anderen Staatsoberhäupten ausspioniert wurde. Ganz sicher ist allerdings auch diese Methode nicht. Schließlich können Dokumente auf Papier jederzeit gestohlen oder fotografiert werden.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

11 Kommentare

  1. Also so ein bisschen lächerlich finde ich es dann doch.

  2. Paul Peter says:

    als quelle hatte ich jetzt den Postillion erwartet 😀

  3. Ich finde das ganz und gar nicht lächerlich sondern sehr clever. Wenn alle total digital unterwegs sind einfach mal wieder auf voll manuell machen.

  4. Bitte hier deinen Namen eingeben says:

    dann sollen die eben kritische IT Infrastrucktur nicht ans Netz hängen 🙂
    und wenn trotz Allem OFFLINE Daten abhanden kommen, dann ist es fast egal ob in papierform oder digital.

  5. Ich denke es ist schon ein großer Unterschied ob man Daten einfach abfischen kann, oder ob man jemanden benötigt der z.B. die Daten für einen erst einmal auf altmodische Art besorgen muss. Ich glaub die altmodische Art ist zeit- und kostenintensiver!!! 😉

  6. Gähn…. die Bundewehr bzw das BWB hat z.b. 2011 52 Schreibmaschinen und 2012 72 Schreibmaschinen geordert. Und das nicht wegen den gefährlichen Whistleblower sondern einfach weil es noch Formulare gibt die mit Schreibmaschine ausgefüllt werden müssen. Spätestestens bei irgendwelchen „Alles kommt mit“ Biwaks wirds es sonst ein bisschen schwierig immer nen Server und IT System mit zu nehmen.

    Aber gut wahrscheinlich alles Zivis hier 😉

    Bei Notaren ist die gute alte Schreibmaschine auch noch recht verbreitet. Und bei der TA TWEN T320DS bekommt man für die knapp 9000€ noch nicht mal 20 Stück.

    Es ist immer wieder interessant woraus sich super Artikel konstruieren lassen

  7. Oh 11500€ nicht Dollar.. ja dann kriegt man doch 20 Stück und hat noch ein paar euronen für Farbbänder übrig

  8. Oha,

    da haben die den Snowden aber ganz schön ausgepresst, damit er sein Know-How, wie man solche Datenlecks sicher verhindern kann, preisgibt. Diese Ultimativ-Strategie hat er sich nur unter Folter rausgerückt! :p

    Wenn sie jetzt noch Scanner und Fotokopierer verbieten wird es dünn für die Whistleblower dieser Welt…

  9. Ehrlich? dumm wäre es nicht. sicher lassen sich auch Papier und Tinte duplizieren, aber der Aufwand ist erheblich höher und Fernzugriff häufig unmöglich.

    Für hochsensible Einzeldokumente, bei denen das Risiko lohnt, ist es aber wohl weniger sinnvoll als z.B. für Patientendaten, bei denen erst durch zentrale digitale Speicherung der Diebstahl in den Aufwand lohnenden Mengen möglich wird.