AVM FRITZ!Fernzugang für Windows 10

In Sachen Software abseits von FRITZ!OS ist man bei AVM nicht ganz so fleißig. Das sieht man auch daran, wie es der Berliner Hersteller mit der Optik sieht. Klar, wenn eine App gut ist, benötigt sie keine fancy Grafik, doch im Falle einiger AVM-Apps wirkt die Optik schon grotesk im Jahre 2017. Und das ist nicht das einzige in Sachen Software, wo man vielleicht nachlegen könnte. Ein weiteres Beispiel ist der AVM FRITZ!Fernzugang für Windows 10.

Wie lange ist Windows 10 jetzt auf dem Markt? Die Software liegt immer noch nicht als finale Version vor, AVM verweist da auf eine Dritt-Software, auf den  Shrew Soft VPN Client. Aber – und das ist auch vielleicht interessant für Menschen zu wissen, die den AVM FRITZ!Fernzugang mit der Software des Berliner Herstellers nutzen wollen: Es existiert seit einigen Monaten eine Betaversion der Software. Diese VPN-Version hat Betastatus und ist ausschließlich für Windows 10 und 64-Bit-Systeme. Sie wurde von AVM vor der Veröffentlichung in Standardumgebungen getestet, kann aber eventuell zu Fehlfunktionen führen.

Veröffentlicht wurde diese Betaversion im März dieses Jahres, ein Update ist seither übrigens nicht erfolgt. Eigentlich recht schade. Grob betrachtet sind die Lösungen von AVM wirklich gut. Aber es sind dann so kleine Dinger, die man dann angehen sollte, um von gut zu sehr gut zu werden.

(danke David)

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28 Kommentare

  1. Sebastian Schött says:

    Ich finde es gut, wenn mal ein wenig Druck auf AVM ausgeübt wird – das Kabel Topmodell hat immer noch kein Mesh Update und dümpelt ob der Ausreden so vor sich hin. Das wirkt nicht professionell.

  2. Das ist wirklich bedauernswert, dass AVM hier so schlampt.
    Das erinnert mich an den Fax Support in den 90zigern, der auch nie richtig funktionierte.

    Zumindestens funktioniert das Ganze unter Mac und allen Handy Plattformen gut.

  3. Eric Megger says:

    Habt ihr damit auch schon eine Verbindung aufbauen können? Sehr aufwändige Einrichtung und ich bekomme keine zu Stande

  4. Hab ich letztens getestet und ist bei der Deinstallation direkt mit einem Bluescreen abgestürzt, irgendwas mit dem avm.sys Treiber. Zu recht also noch Beta

  5. Ja ist ärgerlich geb ich caschy recht.
    Zwei Punkte aber vielleicht noch dazu:
    Shrewsoft läuft gut an meiner 7490 seit immer
    Der Fernzugang war/ist immer nen nicht supported Add on bei AVM

    Und Ansprüche zu stellen ist teilweise berechtigt.
    Schaut man einmal zu lancom, bintec und co.
    Euch wird auffällig erscheinen, da kostet der VPN Client bzw. Die Lizenz ordentlich Geld!

    Also AVM macht teilweise nen sehr guten Job.
    Software geb ich größtenteils recht.

    Nur sollte man wohl auch erwähnen wie der Rest im consumer Markt so aufgestellt ist mit Freeware vpn Clients für Windows 10 😉

  6. Ich mag AVM, aber bei manchen Dingen von denen greift man sich an den Kopf. Zum Beispiel der Fernzugang zur Fritzbox mit der tollen Benutzeroberfläche im Browser. Da werden einem die Inhalte des NAS (also in der Regel das, was auf dem angeschlossenen Stick ist) angezeigt, aber eine Upload- oder Downloadmöglichkeit gibt es nicht. Dafür muß man sich erstmal weiter durch die Oberfläche friemeln.

  7. Zudem brauchts noch eine Zusatz Software, welche die zum Import notwendigen VPN Settings, erst erstellen muss.
    Mit direkt in der Box erstellten VPN Zugängen, funktioniert dieser Rotz erst gar nicht.

    Diese mistige VPN Fernzugangs Software, (die bei mir übrigens KEINE Verbindung herstellen kann), könnte man sich ganz sparen, hätten die AVM Frickler von vornherein auf eine gescheite und vor allem auch unter Windows nutzbare VPN Lösung, gesetzt.

    Würde mir schon allein deswegen, keine AVM Box mehr kaufen.
    Mann, mann, mann… was habe ich diesen Müll gefressen 🙁

  8. Ich kann wohl behaupten, ganz gut mit Windows klarzukommen, aber mir ist es nicht gelungen mit der Beta-Software den Zugang herzustellen. Jetzt läuft dann doch Shrew-Soft

  9. Ich verwende derzeit besagten Shrew Soft VPN Client, der zwar funktioniert aber nicht wirklich komfortabel ist.
    Die Beta habe ich zwar runtergeladen, aber noch nicht getestet. Muss das endlich mal in Angriff nehmen.

  10. Naja, AVM selbst sagte mir (als AVM Partner) dazu, dass manche Dinge als „Nice-to-Have“ entwickelt werden. Das bedeutet: es ist keine explizit beworbene und verkaufte Leistung, sondern eine nebenher laufende Entwicklung auf freiwilliger Basis ohne Support. Das gleiche gilt für die Fritz!Fax für Fritz!Box-Software und den Fritz!Box Tapi-Treiber.
    Ansonsten finde ich persönlich ShrewVPN praktischer und flexibler in der Handhabung. Ich kann die Konfigurationsdaten genauso exportieren und Verknüpfungen mit automatischem Verbindungsaufbau anlegen etc.

  11. Shrew-Soft lief bei mir auch, bis zu irgendeinem FritzOS Update.
    Danach konnte ich nie wieder eine Verbindung herstellen.
    Seit diesem Zeitpunkt funktioniert auch unter Android, der VPN Zugang nur noch mit VPNCilla, nicht mehr mit Bordmitteln.
    Witzigerweise funktioniert es in der Linux-VM auf dem gleichen Windows Rechner einwandfrei.

  12. @caschy Kannst du bei AVM mal Anfragen wann (und ob überhaupt) das Mesh-Update für die Fritz!Box 6590 Cable und den Fritz!Wlan Repeater DVB-C kommen? Dem normalen Endkunden ist AVM da mit Informationen sehr spärlich gegenüber.

  13. Ich habe einen 500€ teuren Speedport Hybrid 2 mangels alternative. Der kann keine VPN. Nichtmal DHCP funktioniert ab 10 Geräte noch zuverlässig. Also meckert nicht rum bei AVM. Leider gibt die Telekom ja nicht bekannt wie ihr Bound zwischen DSL und LTE funktioniert ansonsten würde das AVM sicher auch schnell umsetzten. Ich habe noch Hoffnung.

  14. Ich wundere mich (nicht negativ gemeint), dass das hier so viele nutzen. Ich richte meine VPN Server lieber selbst ein. Zuhause habe ich openvpn auf einem raspberry pi laufen und auf einem Server läuft ebenfalls openvpn.

    Ich hatte nur mal kurz mit dem VPN Der Fritz Boxen rumgespielt um einen site to site Tunnel aufzubauen (mit nur einer öffentlichen IPv4). Ich monitore Router, NAS und Server mit icinga und habe jeden Tag mehrere Emails bekommen, dass die Verbindung abgebrochen sei. Danach habe ich dasselbe Szenario mit openvpn aufgebaut und bekomme diese Mails nur noch wenn auf einer Seite wirklich das Internet grade nicht mehr funktioniert.

  15. @TR:
    Noch ein zusätzliches Gerät, das 24/7 laufen muss und auch gewartet/geupdatet werden will?
    Und dazu noch ein Raspi, der auch schon mal seine SD frisst.
    _Kann_ man machen, wenn man jederzeit physischen Zugriff auf die Teile hat, was bei mir aber bestenfalls zweimal pro Jahr der Fall ist…

  16. @DigiTalk – AVM ist einfach nicht mehr das was es mal war – kleine innovative „Klitsche“ und Vorreiter, heute hinkt man immer wieder hinterher.

    Auf Kundenwünsche/-Hinweis, bspw. die Firmware in ein Baukasten-Prinzip (modular) zu überführen, wird doch nur arrogant „übergangen“.

    Unverständlich ist, warum nicht einfach mehrere Kooperationen eingegangen wird und auch manche Entwickler wie Opensource-Projekte unterstützt werden. Gibt gute Tools, Software die jedoch auf Grund der ständigen Änderungen nicht dauerhaft am Markt bleiben.
    Es ist insoweit nachvollziehbar, dass man sich auf das Kernprodukt fokussiert, nur dann halt konsequent und mit Weitblick. Bspw. WinFax mit Symantec wäre eine Möglichkeit gewesen oder eine bridge für die Microsoft impl. Fax&Scan-Funktion.

  17. @vel2000
    prinzipiell ist shrewsoft vpn schon ok, aber leider gibt es keine Updates mehr seit Jahren.
    Modern UI Apps (wie z.B. der Edge Browser, Karten App etc.) in Windows 10 kommunizieren jedoch leider anders als klassische Programme. Deshalb haben die unter shrewsoft in Windows 10 keine Internetverbindung mehr, solange der Tunnel besteht. IE, Chrome, etc. funktionieren jedoch einwandfrei durch den Tunnel.

  18. @johnny2k:
    Ich zitiere mich mal selbst:
    „Shrew-Soft lief bei mir auch, bis zu irgendeinem FritzOS Update.
    Danach konnte ich nie wieder eine Verbindung herstellen.“

    Und du hast natürlich völlig Recht, Shrew ist eine seit zig Jahren ungewartete Software.
    Sollte man bei solch kritischen Anwendungen wie VPN, normalerweise eh nicht mehr einsetzen.
    Niemand weiß, welche evtl. Sicherheitslücken/Backdoors in dem Ding stecken…

  19. Zu dem Thema hab ich neulich AVM auch mal geschrieben.
    Eigene VPN Clients sind naja eigentlich unnötig da Windows 10 (und Linux, Mac & Co natürlich auch) auch schon IPSec kann aber eben trotz dem nicht mit der FB kompatibel ist…

    Der AVM eigene Client ist ein Witz und ShrewVPN als Alternative zu empfehlen erachte ich gar als Frechheit…..

  20. @venice-89

    Die Fritzbox unterstützt nur ike1 und ab windows 10 gibt es nur noch ike2.

  21. Ich habe mich mit dem Problem auch relativ lange beschäftigen müssen. Shrewsoft lief nach einigen Startproblemen einigermaßen stabil,wirkt aber doch sehr gebastelt, zudem wird es nicht mehr aktualisiert. Da ich ohnehin für einen anderen Router (Digitalisierungsbox Premium von der Telekom) die bintec elmeg bzw. NCP VPN Software kaufen musste, lasse ich die VPN Verbindung auch zu den Fritzbox Routern über diese Software laufen. Das funktioniert sehr zuverlässig.

  22. Der Shrew-Client funktioniert halbwegs und man bekommt, wenn man die Phase1- und Phase2-Automatikeinstellunge festnagelt, auch in etwas seltsameren Firewallsituationen einen sauberen Tunnel (auch unter Windows 10) zustande:

    > Phase1:
    > agressive; group2;aes;256;sha1;86400s;0Kbytes;
    > Phase2:
    > esp-aes;256;sha1;disabled;disabled;3600s;0Kbytes;

    Aber dennoch kann ich nur zustimmen, dass das Gefummel mit der Original-Fernwartungssoftware eine schlimme Hölle ist und der Shrew Client ungepflegt und seltsam ist (u.a. hat er keinen Eintrag in der Taskleiste und AutoType der Zugangsdaten aus KeePass braucht eine spezielle AutoType-Sequenz mit einem vorangestellten Tab).

    Aber am schlimmsten finde ich ja, dass man überhaupt einen extra Client braucht. Bei Android, iOS und macOS klappt die VPN-Verbindung wunderbar und zuverlässig mit Bordmitteln und ist zudem schnell eingerichtet. AVM zieht sich bei Windows darauf zurück, dass Microsoft halt irgendwas nicht implementiert hat. Was spricht denn dagegen, den VPN-Server so anzupassen, dass das auch mit Windows funktioniert? Das sollte doch kein so großes Problem sein.

  23. FriedeFreudeEierkuchen says:

    AVM hat bei mir aktuell vel von meiner jahrelangen Sympathie verloren. Zum einen hatte ich wieder mal mit der üblen Recovery Software zu tun, die ich auf verschiedenen Rechnern mit verschiedener Software und Virenscanner-Ausstattung nicht zum Laufen bringen konnte. Der Repeater wurde überhaupt nicht erkannt bzw. ständig unter völlig falschen IPs gesucht, dann versuchte die Software minutenlang den Repeater immer wieder auf der 0.0.0.0 zu finden. Viel Zeit verbraten ohne Resultat.
    Dann habe ich bei der Rücksendung des Repeaters gesehen, dass man inzwischen von AVM keine Garantie mehr bekommt ohne die Originalrechnung. EBay Kaufnachweise werden nicht mehr akzeptiert – obwohl sie anhand der Seriennummer problemlos den Garantieanspruch ablesen können. Entweder muss AVM jetzt stark sparen oder sie haben keine Vertrauen mehr in ihre eigenen Geräte.
    Dann war der Support in den letzten Kontakten bei diversen Problemen nicht mehr besonders hilfreich.
    Hinterlässt alles keinen guten Eindruck mehr.

  24. Michel Ehlert says:

    Ich hatte drei Jahre eine Fb 7362Sl und was VPN angeht oder zugriff über Fritz Nas nix als Probleme. seit 3 Monatenhab ich ei Asus Router da geht alles ohne Prbleme

  25. FriedeFreudeEierkuchen says:

    @Michael Ehlert: dafür sind die Asus Router schon öfters durch gravierende Sicherheitslücken aufgefallen. Das ist der Punkt, den AVM schon ganz gut macht, auch in Hinblick auf die langen Update-Zyklen.
    Für mich wird die Alternative wohl beim nächsten Umzug Modem + pfSense Firewall werden. Teurere, aber dafür auch umfangreicher.

  26. @vel2000
    Ansichtssache. In einem raspberry pi 1 der bei mir openvpn macht steckt die erste SD Karte seit release von 2012 drin und die war bisher nicht defekt. Wahrscheinlich auch weil kaum Schreibzugriffe darauf sind. Der Stromverbrauch von circa 8 bis 9 € der durch die 24 / 7 Nutzung im Jahr entsteht lässt sich natürlich nicht schönreden.

    Updates (zumindest Sicherheit) mache ich über unattended upgrades. Was anderes machst du bei deiner fritzbox ja auch nicht (außer du schaltest dich bei jedem verfügbaren Update manuell auf – was du bei einem raspberry genau so machen könntest).

    @FriedeFreudeEierkuchen
    Die Lösung mit pfsense ist super. Hatte ich auch eine Zeit lang im Einsatz, bis ich wegen der zu langsamen LAN Anschlüsse mein alix Board in Rente schicken musste. Würde ich mir aber auch noch mal gerne angucken.

  27. AVM könnte ja mal über IKE V2 nachdenken und das gammelige alte V1 Zeug entsorgen.
    Aber hey, das sind zugegeben erträgliche Plasterouter für Oma Ernst.

  28. Also ich nutze VPN mit meinen Fritzis. Aber ich hab den „AVM FRITZ!Fernzugang“ seit der 7270 nicht mehr gebraucht. Inzwischen ist ja alles im WebIf eingebaut.

    Gibt also nicht mehr wirklich einen Grund für die Software. Kein Wunder also, dass die Entwicklung so stockt.

    Der einzigste Anwendungszweck ist wohl nur noch sich direkt unterwegs ohne eigene „Mobile“ FritzBox daheim in die eigene FritzBox einzuwählen.

    Ich bezweifel aber sehr, dass man sowas wirklich braucht.

    PS:
    Wenn ich wirklich Zugang von Znterwegs zum Heimrechner brauche, nehme ich einen SSH-Tunnel mit SSH-Portforwarding (dafür hängt ein kleiner PI-W an einem USB-Port der Box daheim). Die Verbindung läuft wenigsten ordentlich. Die FritzBoxen sind mit VPN doch manchmal sehr überlastet 😉

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