Autonomes Fahren in Regelbetrieb: Bundesrat könnte im April abstimmen

Die deutsche Bundesregierung möchte, dass autonomes Fahren von Fahrzeugen in Deutschland auch im Regelbetrieb möglich wird. Mit einer kürzlich beschlossenen Verordnung wolle man die Zulassung von Fahrzeugen mit den entsprechenden Funktionen ermöglichen. Natürlich dauert so etwas, doch es müssen Grundlagen geschaffen werden. Der Bundesrat könnte schon im April 2022 darüber abstimmen.

Die Entwicklungsdynamik im Bereich des automatisierten, autonomen und vernetzten Fahrens ist ungebrochen hoch, so die Verordnung. Anknüpfend an die bisherigen rechtlichen Vorgaben des Achten Gesetzes zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes zum Betrieb von Kraftfahrzeugen mit hoch- und vollautomatisierter Fahrfunktion stellt sich die Notwendigkeit dar, über die im öffentlichen Straßenverkehr bereits mögliche Erprobung autonomer, führerloser Fahrzeuge hinauszugehen und deren Regelbetrieb einzuleiten.

Das bedeutet aber nicht, dass diese Fahrzeuge überall fahren dürfen. Zunächst sollen sie in dafür festgelegten Betriebsbereichen eingesetzt werden können. Mangels internationaler, harmonisierter Vorschriften bedarf es bei derart weitreichenden technischen Entwicklungen Regelungen des Gesetzgebers zum Betrieb von Kraftfahrzeugen mit autonomer Fahrfunktion sowie zu den Anforderungen an die Beteiligten und an das Kraftfahrzeug selbst.

Das Ganze wäre alternativlos, da man durch weiteres Abwarten die Position der Bundesrepublik Deutschland in der Entwicklung automatisierter, autonomer und vernetzter Kraftfahrzeuge gefährde und die Potenziale, die sich in diesem Bereich ergeben, würden sich nicht heben lassen. Mittlerweile gibt’s auch ein entsprechendes Dokument, welches sehr genau erläutert, welche Kosten das Ganze mit sich bringt – und welche Dinge die Fahrzeuge zwingend erfüllen müssen, nicht nur direkt auf der Straße, sondern auch beim Speichern von Daten.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

5 Kommentare

  1. Gerade heute wieder erlebt, wie toll diese ganzen Systeme funktionieren:
    Mitten auf einer Landstraße gefahren, nasse Straße, vor mir ein Kleinfahrzeug und plötzlich gibt mein Wagen einen Alarm von sich, weil er meint er hätte eine rote Ampel erkannt. Gut das die Erkennung bisher nicht automatisch mit einer Bremsung gekoppelt ist, denn dann wäre mein Hintermann sicherlich aufgefahren. Man erkannt daran wunderbar, wie simpel diese Systeme auch heute noch arbeiten und wie schnell sich diese in die Irre führen lassen, weil sie eben nur einen Bruchteil von den Paramtern berücksichtigen, die ein Mensch mit seiner Sensorik und erlernten Erfahrung mit einbezieht.

    • „…denn dann wäre mein Hintermann sicherlich aufgefahren…“
      Tja, man könnte das ‚Problem‘ dem Fahrzeug zuweisen das autonom unterwegs ist. Ich tendiere in diesem Fall aber eher dazu es dem Fahrzeugführer des nachfolgenden Fahrzeugs zuzuweisen. §4 Abs. (1) der StVO ist da ziemlich eindeutig. „Der Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug muss in der Regel so groß sein, dass auch dann hinter diesem gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird.“

    • Oder dein Fahrzeug hat schlicht nicht die Hard- und Software anbord, die es braucht, um alleine eine sinnvolle Entscheidung zu treffen. Deswegen bekommt der Fahrer nur eine Warnung: „Achtung, meinen wenigen Sensoren ist etwas aufgefallen, schau bitte Mal geehrter hin.“

    • Welches Fahrzeug ist denn das? Ich habe im BMW nur einen Auffahrwarner, der piept wenn er meint ich bin irgendwo zu nahe dran. Wir haben da ein Pflanzbeet in der Spielstraße mit einem Busch drauf, direkt in einer Kurve, wenn ich da zu dicht vorbeifahre meint er auch jedesmal, ich würde irgendwo auffahren. Das Ding hat mir allerdings auch schon mal den Allerwertesten gerettet. Das war in einer unübersichtlichen Abbiegesituation, wo ich hinter einem anderen Fahrzeug abgebogen bin und damit beschäftigt war über die Schulter nach Autos von der Seite Ausschau zu halten, ohne den Warner hätte ich zu spät gemerkt, dass der vor mir stehen geblieben ist. Wäre zwar nur mit Schrittgeschwindigkeit zum Unfall gekommen, aber immerhin.

  2. @Mule: Die Erkennung von Tippfehlern ist da schon weiter. Vielleicht mal nutzen. 😉

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.