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Ausprobiert: AVM FRITZ!WLAN Repeater DVB-C

Seit einiger Zeit gibt es den FRITZ!WLAN Repeater DVB-C von AVM im Handel. Hierbei handelt es sich um einen Repeater, der nicht nur dafür sorgt, dass das WLAN in die bisher schlecht abgedeckten Winkel des Hauses kommt, das 99 Euro teure Gerät will auch TV verteilen. Das fand ich interessant, sodass ich mir das Ganze mal anschauen musste.

fritzdvbcrepeater

Erst einmal sei erwähnt, dass der FRITZ!WLAN Repeater DVB-C ein Repeater ist, der in den Frequenzen 2,4 und 5 GHz zuhause ist, also mit 802.11 ac funkt. Das bedeutet, dass der kleine Kasten auf dem aktuellen Stand der WLAN-Technik ist, ich kenne massig Haushalte, die noch mit 802.11 b/g funken – obwohl man mittlerweile schon Notebooks oder WLAN-Karten einsetzt, die mehr können.

Hauptaugenmerk soll bei der AVM-Lösung aber auf dem TV-Programm liegen, welches ins heimische WLAN oder LAN verteilt werden kann. AVM verbaut hier einen Dual-Tuner für Kabel-TV (DVB-C), der unverschlüsseltes Programm empfangen kann. Ihr müsst den Repeater also an die Steckdose hängen und mit einem Kabelanschluss verbinden. AVM liefert übrigens das entsprechende Kabel gleich mit – wie auch das für den ebenfalls verbauten Gigabit LAN-Anschluss.

Die Einrichtung des Dual-Tuner für Kabel-TV (DVB-C) vom AVM ist einfach. Ihr könnt euch für WPS entschließen, oder ihr richtet den Spaß von Hand ein, auf der Rückseite des Repeaters ist der Name und der Schlüssel hinterlegt.

Pro-Tipp: Gleich abfotografieren, so hat man den Schlüssel immer zur Hand und muss das Gerät nicht vom Netz trennen. Die Einrichtung dürfte also in wenigen Augenblicken erledigt sein, ich wählte WPS. Der Repeater funkt so auf den von mir voreingestellten WLAN-Namen und ist so transparent und ohne zusätzliche Eingaben von allen Geräten erreichbar.

Wer sein WLAN anders eingerichtet hat: kein Problem, man kann den Repeater als LAN- oder WLAN-Brücke nutzen. Bei der zweiten Variante wird der Repeater als WLAN-Modul genutzt, mit dem sich die Geräte verbinden. Hier muss also kein WLAN-Router als Hauptgerät vorhanden sein, sondern ein normaler Router würde ausreichen, der via LAN-Kabel mit dem AVM FRITZ!WLAN Repeater DVB-C verbunden wird.

brücke

Wie auch die aktuellen Router von AVM verfügt der Repeater über die Möglichkeit, einen Gastzugang zu erlauben, sicherlich nützlich für die, die ein Gerät haben, welches diese Möglichkeit nicht erreicht. Selbstverständlich findet man auch hier in den Einstellungen die Möglichkeiten vor, die einzelnen WLAN-Namen auf den Frequenzbändern festzulegen und auch, ob man die WLAN-Übertragung für Live TV optimieren will.

Die Einrichtung ist also wirklich simpel, sodass recht schnell mit dem Schauen von TV begonnen werden kann. Hierbei ist zu beachten, dass nur unverschlüsseltes Programm gesehen werden kann. Was empfangen werden kann, hängt von eurem Hausanschluss ab. Bei mir sind bei Kabel Deutschland 89 Sender unverschlüsselt zu empfangen, eine hohe Anzahl, zu der sich aber auch viele Dritte und Spartensender gesellen, die sonst auf meinem Receiver gaaaaaanz hinten zu finden sind. QVC, BibelTV, AstroTV und anderer Mumpitz eben.

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Der FRITZ!WLAN Repeater DVB-C kann einen Sendersuchlauf durchführen und zeigt euch dann das Programm. Der Großteil ist unverschlüsselt lediglich SD, während es einige Sender tatsächlich bei mir in HD schaffen (nur auf dem Rechner). Die Nutzung der einzelnen Streams ist ein Selbstgänger: für Android und iOS existieren Apps, die mit großen Senderlogos daherkommen. Anklicken – anschauen, fertig.

Man kann aber auch am Rechner das TV-Programm schauen, beispielsweise über den VLC-Player. Über das Interface des FRITZ!WLAN Repeater DVB-C lässt sich für jeden Sender eine m3u-Datei erstellen, wer alles und bequem will, wählt den Punkt „Senderliste“ erzeugen. Hierbei erzeigt das System eine für viele Mediaplayer lesbare Datei, die alle Sender auflistet und für den flotten Zugriff sorgt.

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Was zu bedenken ist: Sechs Geräte werden maximal unterstützt, aber auch „nur“ zwei Programme parallel am Tuner. Im Backend des Repeaters lässt sich einsehen, wer Tuner 1 und wer Tuner 2 nutzt. Ihr könnt gerne mit mehreren Rechnern zuschauen, aber eben nur zwei Programme gleichzeitig. Drei Tablets mit drei verschiedenen Programmen sind also nicht möglich.

In meinem Test lief das Ganze meistens sauber, allerdings nutzte ich auch maximal drei Geräte parallel (Smartphone, Tablet und Rechner). Doch auch hier muss man festhalten, dass es nicht immer eine durchgängige, fehlerfreie Übertragung gab. So gab es ab und an – aber wirklich eher selten – Aussetzer beim Ton und gelegentliche Artefakte in der Bildwiedergabe. Hierbei ist natürlich zu bedenken, wie stark das WLAN ist und wie sehr es beansprucht wird. Kann also bei dem einen absolut fehlerfrei laufen, während bei anderen halt solche Fehler auftreten können. Übrigens: auch per LAN an den Repeater oder Host-Router angeschlossene Rechner haben Zugriff auf das TV-Programm.

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Persönliche Meinung zum FRITZ!WLAN Repeater DVB-C? Ein definitiv gelungenes Gerät, wenn man den Anwendungsbereich hat. Hat man vielleicht Kiddies, die kein eigenes TV-Gerät haben? Dann muss man nicht zwingend zu einem Streaming-Dienst für TV (Magine, Zattoo und Co) greifen, sondern kann den Repeater nutzen – sofern das angebotene Programm der unverschlüsselten TV- und Radiosender ausreicht.

Doch auch für die eigene Anwendung ist der Repeater praktisch – einfach mal in der Küche die Lieblingssendung schauen – oder den Tatort einfach mal in der Badewanne genießen – alles machbar. Getestet wurde bei mir in Verbindung mit einer FRITZ!Box 7490. Abzüge bekommt AVM für die App, hier darf gerne nachgearbeitet werden – EPG und Untertitel habe ich zumindest nicht gefunden.

Kleiner Tipp am Rande: Kabel Deutschland-Kunden müssen nicht so einen speziellen Repeater haben, um das TV-Programm zu empfangen, zumindest, wenn man auf iOS setzt. So gibt es seit kurzem eine Kabel Deutschland-App, die es ermöglicht, das unverschlüsselte TV-Programm in den eigenen vier Wänden via WLAN zu streamen. Freitag tatsächlich den kompletten Abend genutzt – das TV-Programm dudelte auf dem Tablet, während das TV-Gerät für die flotte Runden FIFA 15 genutzt wurde. Inwiefern da andere Kabel- und Internet-Provider großflächig nachgelegt haben, ist mir nicht bekannt.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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45 Kommentare

  1. @namerp der ist aber für DVB-S

    Ich suche was für DVD-C. Das AVM Produkt ist schon interessant, aber es nutzt nicht die vollen SAT>IP Funktionen voll aus.

    Bei SAT>IP ist es möglich ganze Transponderdatenströme mittels IPv6-Multicast ins LAN zu streamen. Und beliebig viele Clients können alle Sender des Transponders anzeigen.

  2. Wer das für dvb-s sucht: ich verkaufe mein elgato-teil für 50 euro günstiger: http://fb.com/frank.ypsilon da ich kein dvb-s mehr habe 😉

  3. Slider-Override says:

    Ich habe zwei fragen, vielleicht kann mit hier jemand helfen,

    1)
    Ich habe keine Fritzbox als Router, sondern ein D-Link, welcher nur ein „n“ (144Mbit) standart überträgt, (dieser hängt mit seinem GBit Port an einer GBit Switch)

    Ich habe schon mit dem gedanken gespielt mir einen AccessPoint mit „ac“ zuzulegen, was aber immer etwas teuer war.

    Nun meine Frage, kann ich den „FRITZ!WLAN Repeater DVB‑C“ im „LAN-Bridge“ modus mit meiner GBit Switch verbinden, und als normalen AccessPoint nutzen ?

    2)
    Da ich auch Unity Media kunde bin, und auch 3Play habe, könnte ich doch sicher das teil nutzen (für die Free Sender) das mit den Senden via m3u-Datei kommt mir gelegen, denn damit kann ich im XBMC (Kodi) arbeiten, denn das einloggen auf der Horizon webseite ist extrem nervig via XBMC und einer Fernbedienung, ist das möglich ?

  4. @Slider-Override

    1. Müsste gehen, wenn du den AVM an deinen Router hängst, der verteilt ja das WLAN, jau. Dann am besten am Router WLAN deaktivieren.

    2. Bekommste nur das, was du auch ohne Receiver aus deiner Dose bekommst. XBMC dürfte dann auch gehen.

  5. name nachname says:

    @slider override…

    xbmc ist da so eine sache…die mu3 dateien von meinem sat-ip receiver sind oft mit artefakten versehen und es gibt auch ab und zu aussetzer…kann eigentlich nicht am receiver liegen, da dieser sowohl mit vlc player, dvb viewer und der elgato sat to ip app super funktioniert…

    aber vielleicht kann ja jemand seine erfahrungen mitteilen, der das avm nutzt und die streams über xbmc laufen lässt..

  6. @name nachname
    Sat>IP über XBMC geht problemlos (unter Windows mit DVBViewer und unter Linux mit VDR oder TVH) selbst HD+, Sky … geht damit ohne zu meckern.

    Mit dem AVM Gerät sollte das auch problemlos funktionieren nur eben ohne EPG, das müsste man sich aus irgend einer anderen Quelle besorgen.

  7. Ich hätte da auch noch eine Frage:
    Gibt es eine Möglichkeit die Streams direkt auf einen Fernseher zu übertragen?
    Also bspw. mittels einer SmartTV-App?

    Ich habe nämlich ein Zimmer in dem kein Kabel liegt und trotzdem ein Fernseher betrieben wird (bisher mit DVB-T, funktioniert aber miserabel), dafür wäre dies dann eine sehr gute Lösung.

  8. name nachname says:

    @namerp…ok, dann liegt es vielleicht daran, dass ich xbmc auf dem fire tv verwende..da funktioniert die elgato sat to ip app tadellos..

  9. bzgl. WLAN – wie verhält sich das system beim „WLAN-wechsel“, also von der fritzbox zum repeater? oder sind der repeater und die fritzbox quasi ein gerät bzw. eine SSID? woher weiß mein tablet/smartphone, dass es in raum x besser den repeater als die fritzbox nehmen soll – oder wie oder was? o_0

  10. @nix das macht dein Wlan Gerät automatisch, wie bei allen acess points verbindet es sich wenn das wlan netz den selben Namen hat immer mit dem, das den besseren Empfang hat. So lässt sich ja auch in unverschlüsselten Hotspots z.B am Flughafen ganz einfach ein Man in the Middle realisieren indem man einfach ein stärkeres Signal sendet und das original überlagert.

    tl:dr Das Gerät sucht sich das mit besserem Empfang selber aus

  11. >Kabel Deutschland-Kunden müssen nicht so einen speziellen Repeater haben, um das TV-Programm zu empfangen, zumindest, wenn man auf iOS setzt.

    Leider aber auch wohl nur, wenn man sowohl Kabel-, als auch Internetkunde bei KDG ist. Hier (digitales Kabel per KDG und Internet per Hansenet) sagt die App immer, dass es Verbindungsprobleme gäbe…

  12. LinuxMcBook says:

    @Frank
    Wie sieht das mit bestehenden Verbindungen aus? Skype, Downloads? Brechen die ab, wenn ich den Access Point wechsle?

  13. Kann ich dann über eine VPN Verbindung auf die Fritzbox ins Heimnetzwerk mit dem Teil mir das Fernsehen auch streamen, wenn ich nicht zuhause bin? Habe 10 mbits im Upload, sollte doch eigentlich reichen oder? Gibt es dazu schon Erfahrungsberichte?

  14. Hallo zusammen,

    ich bin bei der Suche nach Informationen über den Fritz!Wlan Repeater DVB-C hier gelandet.
    Da ich überlege diesen für meinen Neffen zu kaufen, benötige ich zu einer Frage noch Hilfe.
    Und zwar würde mich interessieren, ob es irgendwie möglich ist, das Signal auf einer Xbox360 zu erhalten? Quasi als Netzwerkstream.

    Vielen Dank schon einmal und schöne Grüße

    Sebastian

  15. Ja Stream per APP unter KabelDeutschland funktioniert nur wenn man auch Internet von KDG hat.

  16. Vielleicht möchtest du ja mal erklären, warum jemand mehr als 802.11g nutzen sollte. Die meisten Breitbandzugänge sind langsamer und ich ärger mich über die Leute die hier N nutzen und damit grundlos die ohnehin knappen WLAN-Kanäle belegen.

  17. LinuxMcBook says:

    @Bachsau

    Bist du ein Troll oder hast du wirklich so wenig Ahnung? 802.11g schafft brutto 54 MBits/s, netto sind das deutlich weniger (unter guten Bedingungen vielleicht die Hälfte).
    In Deutschland haben sehr viele Breitbandzugänge schon seit mehr als 5 Jahren deutlich höhere Geschwindigkeiten.

    Außerdem nutzt man Netzwerke nicht nur fürs Internet, sondern auch um Daten von einem PC auf den anderen innerhalb des eigenen LANs zu übertragen.

    Wenn bei dir zu viele WLANs in der Umgebung sind, dann nutz Netzwerkkabel. WLAN wird immer eine Krücke bleiben und taugt in meinen Augen nur für Tablets und Handys.

  18. Gibt es eine Möglichkeit direkt auf einen Fernseher zu übertragen?
    Mittels eines Empfang-Sticks oder einer SmartTV-App müsste das
    doch ‚theoretisch‘ auch möglich sein.
    Eine andere Lösung – wie bei SAT-TV – die Verteilung des Kabel-
    empfangs über die Stromleitung. Aber ich habe den Eindruck, daß
    so eine Möglichkeit irgendwie blockiert wird. Werden dann Kabelhersteller
    -verleger arbeitslos?
    Das wäre doch die Lösung. Hatte diesen Wunsch schon mal an AVM geschrieben.
    Man wollte es weitergeben – hiess es dann.

  19. @kadem: Blockiert wird da gar nichts. Jedes Gerät, mit dem du MP2 Streams abspielen kannst, kann auch vom Repeater empfangen. Allerdings wird MP2 eher selten unterstützt. Die Daten werden aber vom Repeater nicht umgewandelt. MP2 ist, was aus dem digitalen Kabel kommt, und so wird es weiter geleitet.

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