Aus Google TV soll Android TV werden

GigaOm berichtet, dass man aus Kreisen der TV-Industrie erfahren habe, dass Google das Projekt Google TV in Zukunft Android TV nennen will. Auch Google-Mitarbeiter am Projekt haben bereits ihre Job-Beschreibung diesbezüglich geändert. Wie das Kind nun heißt, scheint auf den ersten Blick egal: Google TV ist schrecklich unerfolgreich und hängt auf Android 3.2 fest – ein Update auf Jelly Bean soll aber bald kommen.

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Entwickler können ihre Apps teilweise nicht anbieten, da diese teilweise neuere Android-Versionen benötigen. Auch TV-Hersteller haben mittlerweile damit aufgehört, aktiv für Google TV zu werben, viele bieten zwar einen Android-Stick auf Basis des Google TV an, nennen diesen aber anders – bestes Beispiel: Sony mit dem Bravia Stick. Doch sicherlich wird Google nicht nur den Namen ändern, sondern auch die Arbeitsweise, denn gerade hier krankt es.

Weder Google noch Partner gaben jemals Verkaufszahlen bekannt, schaut man sich aber die Verkaufszahlen von Google TV-Apps an, dann liegen diese im Bereich von einer Million, was aber nicht heißt, dass das System aktiv genutzt wird. Der lachende Gewinner bislang? Chromecast. Mal schauen, ob Google das Projekt Google TV und damit Smart TV, wieder in die Spur bekommt. Ich denke, hier wird ein einen ganz großen Umbruch geben müssen.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

6 Kommentare

  1. Die Erfolge von kleinen Android mini PC hätten diese Entscheidung schon viel früher bringen müssen. Man darf gespannt sein wie Google selbst das Problem angehen wird.

  2. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob dieses Projekt überhaupt noch sinnvoll ist.
    Es gibt ja eigentlich nur zwei große Unterschiede zum „normalen“ Android: Es ist ohne Zeigegerät (Touchscreen/Maus/Trackball/Pad/…) bedienbar und die „Action Bar“ sollte links statt oben sein (Workflow von links nach rechts).

    Nun haben die meisten Android-Sticks, (Mini-) Konsolen & Co. aber gezeigt, dass eine „Touchscreen-Alternative“ gar keine so große Geschichte ist – Touchpads, Joysticks, Lagesensoren in Fernbedienungen, etc. – und schon sind weitaus mehr Apps einigermaßen bedienbar. Auch wenn mir auch lieber wäre, wenn mehr Apps sinnvoll auf physische Tasten reagieren würden, etwa Watchever auf die Play/Pause-Taste. Und wenn auch mehr „andere“ Android-Geräte solche Tasten hätten, das ist nämlich nicht GoogleTV-spezifisch…

    Und das andere Action Bar-Layout wird ohnehin kaum genutzt, stört ein einheitliches Look&Feel und sollte besser durch Navigation Drawer bzw. auf Tablets/TVs dauerhaft sichbare Navigations-„Frames“ ersetzt werden.

  3. Ich hab bisher nicht so ganz mitbekommen – oder nicht verstanden – wie Google TV denn funktionieren soll. Als (Mega-)App innerhalb von SmartTV oder als eigenständige SmartTV Alternative auf Set-Top Boxen? Ich würde mal behaupten (wenn letzteres also Set-Top Box) dass man sich doch vermutlich eher einen neuen Fernseher mit SmartTV kauft anstatt eine Google Set-Top Box – was könnte die denn mehr?
    Oder liege ich da völlig falsch, dann klärt mich bitte auf. 🙂

  4. @Matze: Quasi beides. Allerdings bei SmartTV eher als Alternative zu den bisherigen Hersteller-abhängigen Systemen. Es soll also Android auf TVs, BluRay-Player, SetTop-Boxen, Sticks und was sonst noch irgendwie Inhalte auf dem „big screen“ anzeigt.
    Dafür wurde Android etwas abgeändert:
    – Es gibt im Play Store eine Begrenzung auf Apps, die auch ohne Touchscreen funktionieren (die allerdings meist doch nicht genutzt wird, s.o.). Die Bedienung ohne Touchscreen an sich ist übrigens ein Feature aus den frühen Tagen von Android, das nur für GoogleTV wieder verstärkt beworben wurde.
    – Es gibt die alternative Action Bar links statt oben. (Die wie gesagt ebenfalls so gut wie nicht benutzt wird.)
    – Es gibt einen etwas anderen Home-Screen
    – Es gibt Erweiterungen für die Unterstützung vom TV-Bild, Diensten wie Netflix und Web-Sendern (spezielles HTML5-basiertes Format)

    Vorteil gegenüber „herkömmlichen“ SmartTVs wären vor allem das weitaus größere Angebot an Apps (auch Neuentwicklungen wären einfacher, da herstellerübergreifend und mit ausgereiften Entwicklungswerkzeugen) und, wer’s mag, das Benachrichtigungs-System (iirc Einblendung unten rechts im Fernsehbild, da wo auch bei Tablets der Benachrichtigungsbereich ist).

  5. @Mirko: Danke für die ausführliche Antwort. Hab ich so bisher nicht gewusst. Dann kommt da quasi ein Android auf den TV-Schirm. Dann finde ich das natürlich durchaus sinnvoll.