Audi steckt bis 2024 rund 12 Milliarden Euro in die Elektromobilität

Quelle: Audi

Audi will bis 2024 als Vorleistungen stolze 37 Mrd. Euro in Forschungs- und Entwicklungsleistungen sowie Sachinvestitionen bugsieren. Dabei plant man von jener Summe allein 12 Mrd. Euro nur für die E-Mobility ein. Zu sehr in Selbstlob ergehen sollte sich das Unternehmen vielleicht aber nicht. So musste der deutsche Autohersteller doch kürzlich ankündigen, dass ca. 9.500 Arbeitsplätze in Deutschland gestrichen werden. Das geschieht im Zuge der Transformation der Branche, die insgesamt weg von Verbrennungs- und hin zu elektrischen Motoren führt.

Bekanntermaßen hat sich die deutsche Automobilindustrie da lange auf ihren Lorbeeren und ihrem internationalen Ruf ausgeruht. Audi selbst übergeht die Entlassungen da relativ „geschickt“ in seiner Mitteilung und erklärt im Bezug auf das Schreiten in die E-Mobilität: „Der erfolgreiche Audi Transformationsplan (ATP) macht die notwendigen Mittel frei.“ Zugutehalten muss man Audi, dass man am Ende nicht nur Stellen streicht, sondern auch neue aufbaut – eben in den wachsenden Bereichen E-Mobility und Digitales.

Bis 2029 wolle Audi laut eigenen Aussagen durch die Transformation im Unternehmen weitere 6 Mrd. Euro für Zukunftsinvestitionen freigeben. Audi betont, dass man mehr als je zuvor in die E-Mobility pumpen werde. Bis 2025 will Audi deswegen mehr als 30 E-Autos im Angebot haben – 20 davon sollen voll-elektrisch fahren. Rund 40 Prozent seines weltweiten Absatzes will Audi bis dahin mit vollelektrischen und hybridisierten Automobilen erzielen.

Zusammengetan hat man sich mit Porsche, um seine anspruchsvollen Ziele zu erreichen. Man wolle gemeinsam die Premium-Architektur Elektrifizierung (PPE) für große Elektroautos entwickeln. Gemeinsam mit Volkswagen entsteht wiederum der „Modulare E-Antriebs-Baukasten“ (MEB). Markenübergreifende Architekturen sollen für mehr Synergien im Konzern sorgen. Wie es da mit den Arbeitsplätzen bei Audi weitergeht, wird natürlich eine andere Frage sein. Da wird sicherlich in den nächsten Jahren noch viel umgestellt.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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27 Kommentare

  1. mit Geld verschwenden und auf falsche Techniken zu setzen kennt Audi/VW sich ja aus…
    Für mich sind E-Fuels sowie Brennstoffzellen mit Alkohol oder LNG wesentlich besser umzusetzen und in der Fläche zu realisieren.

    • Richtig. Stromer sind was für Leute in den Großstädten oder deren Vorstädten. Die Leute mit Eigenheim und Garage mit Stromanschluss. Kurze Wege. Kleine Autos. Für die passt das. Für alle anderen leider nicht.

      • Bei dir gibt es Garage ohne Stromanschluss?
        Kleine Autos will auch keiner, schau dir die Zulassungen an!
        außerdem steht wird gemunkelt die Ladeleistung für Ladestationen ab 2012 auf 5kW zu begrenzen. Eine Akkuladung voll würde denn ca 40h dauern, eine Ladung von 10 (Nacht) allenfalls eine Reichweite von 150km.

        Jetzt dürfen sich die Ökos und selbsternannten Autoprofis hier darüber auslassen…

        • sorry nicht 2012, sondern 2021

        • Ganz ehrlich, ich hätte sofort ein kleines Auto gekauft. Aber es gibt schlicht nichts auf dem Markt in einer vernünftigen Ausstattung.

          Sobald man halbwegs aktuelle Ausstattung in einem kleinen Auto haben will und dazu noch Basics wie eine Automatik und akzeptable Leistung ist es vorbei. Gibt es schlicht und ergreifend auf dem Automarkt nicht.

          So ist es halt bei mir – mal wieder – ein Kombi geworden, hätte aber auch gerne was kleineres sein können.

        • „Kleine Autos will auch keiner, schau dir die Zulassungen an“.

          Das stimmt so nicht, es gab bisher schlichtweg keine kleinen Elektroautos (bis auf ein paar Ausnahmen wie den Smart und den Zoe). Das ändert sich aber jetzt wo der EUp mit seinen Brüdern von Seat und Skoda für weit unter 20.000 Euro mit ner brauchbaren Reichweite auf den Markt kommen. Das wird der perfekte Zweitwagen für die Stadt. 12 kw/h Verbrauch, sprich 100 km mit unter 4 Euro. Wird bestellt, fragt sich nur welcher der dreien.

      • Stromer in dem Konzept bezüglich der Batterie sind für keinen was. Ganz abgesehen vom Lithium, die ersten Massenkarambolagen, brennende Parkhäuser überwiegend mit Stromern werden den Einsatzkräften vor Ort noch viel Freude bringen.

        Wer selbst schon einmal erlebt hat, wie sich derartige Batteriezellen in Rauch und Flammen aufgehen, kennt auch die heftige Geruchsnote, da braucht man noch nicht einmal den Qualm direkt einatmen.

        • Verbrenner brennen statistisch häufiger.

          • und Vergaser haben am meisten vergast?

          • Und dazu wächst das Benzin/Diesel nicht an den Bäumen und wird heute zu einem großen Teil durch Fracking an die Erdoberfläche geholt. Dazu muss es das so gewonnene Öl dann aufwändig zu Benzin und Diesel aufbereitet werden und schließlich zu den Tankstellen gebraucht werden.

            Wer da einfach nur völlig unreflektiert das ebenfalls nicht umweltfreundliche Lithium nennt, scheint absolut keine Ahnung zu haben. Zumindest ist Lithium im Verhältnis zum Benzin/Diesel deutlich umweltfreundlicher. Ganz zu schweigen von der dauerhaften Vernichtung der fossilen Brennstoffe und deren CO2 Ausstoß sowie deren Schadstoffe.

            Dazu kommt, das wir zwar heute noch Lithium für die Batterien benötigen, die Forschung aber auf Hochtouren an Alternativen arbeitet (Feststoffbatterie).

            Wenn aber eines sicher ist, dann sind es die Idioten, die völlig ohne eigene Denkleistung die immer wieder gleichen Argumente gegen die Elektromobilität liefern.

            • Das ist klar mit Benzin/Diesel. Wenn die Polkappen geschmolzen sind gibt es zumal wieder Zugriff auf derartige Ressourcen.

              Scheinbar hast du auf noch keinen Lithium Akku demontiert und dir den chemischen Prozess jemals im Praktischen erlebt. Die Zellen werden zwar sicherer, das entstehende Gas ist allerdings während der Reaktion teils schwerer als Luft. Für die Betroffenen im Umfeld nicht gerade optimal.

  2. Wenn man überlegt wie weit das Tesla mittlerweile ist, kann ich darüber nur schmunzeln. Anscheinend ist bei Audi doch der eine oder andere aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Man sollte bei Audi auch mal über realistische und bezahlbare Preise nachdenken. Ein Etron für 80000€, wer soll sowas kaufen?

  3. Zu wenig -nur ein drittel der zukünftigen Investitionen-, zu spät -erst nachdem sie schon 9.500(!) Mitarbeiter entlassen müssen-, richtig wach sind sie immer noch nicht geworden. Zumindest merken sie jetzt aber, dass die Tage ihren fahrenden Heizöfen gezählt sind! Nur, da sind andere schon viel weiter… Tja, wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit… 😉

  4. Audi, als Ursprung des Dieselskandals… Was soll man auch weiter machen mit den Milliarden, die man zu Unrecht mit nicht zulassungsfähigen Kisten über viele Jahre ergaunert hat? Politik und den Hersteller interessiert das hierzulande nicht, nur die Kunden sind die Dummen, die nun vor dem unverkäuflichen Scherbenhaufen in der Garage stehen. Hauptsache „Innovation“ vorgaukeln, dann ist wenigstens die Politik beruhigt, da man so deren absurde „Ziele“ unterstützt. Woher das Geld gekommen ist, hinterfragt dann niemand mehr.

  5. Wahnsinn wie viel Geld, Aufwand usw. hier gezwungener maßen in E-Mobilität gesteckt wird für dass, das es derzeit eigentlich noch gar nicht viel bringt. Sollten erst mal die Stromerzeugung CO2 neutral machen. Ich finde es auch krass wie gerade hier in dem Forum auf die Automobiler eingeprügelt wird, wo doch gerade hier die größten Dreckschleudern sitzen. Wenn ich meinen CO2 Fußabdruck berechne machen Flugreisen und die ganzen Konsumartikel die z.b. hier täglich vorgestellt werden, sowie Streaming, Gaming usw. wesentlich mehr aus als die KM die ich mit dem Auto fahre. Vor allem wenn man dann noch bedenkt, dass die gefahrenen km meist für die Arbeit drauf gehen wobei die Sachen hier meist nur just for fun sind. Wieso geht man nicht den immensen CO2 Ausstoß durch Streaming, die ständigen neuen Gadget die nach 2 Jahren weggeschmissen werden, Bitcoin usw. ähnlich aggressiv an?

    Wegen den 9500 Mitarbeitern die hier über Ruhestandsregelungen usw. abgebaut werden, muss man aber auch wissen, dass dies nur die Werke in Deutschland betrifft! Das sind die mit den höchsten Kosten an Gehältern, Strom usw… In Ungarn z.B. wo die dicken SUVs gebaut werden brummt es.

  6. Ach, immer diese E-Fuel oder Brennstoffzellen Experten in den Kommentaren. E-Fuel ist derzeit einfach eine Phantasie, zumindest wenn man diese Umweltschonend gewinnen will. Und Brennstoffzellen haben zwei große Probleme… Brennstoffzellen sind verdammt teuer, Autos kosten ab 80.000 Euro und werden in der Zukunft auch immer deutlich teuer sein als ein Batterie-E-Auto. Zudem benötigt eine Brennstoffzelle ein vielfaches an Energie als ein normales E-Auto und das macht es uninteressant wenn man auf 100km zb das dreifache bezahlen muss.

    Und mal sehn wann die Leute das Thema mit dem Laden nicht mehr als Problem ansehen, denn ist wird kein problem sein. Der Durchschnittsfahrer eines E-Autos wird sein Auto 1-2x in der Woche laden und das zB beim Supermarkt, bei der Arbeit oder sonst wo. Notfalls 20min an der Schnellladesäule oder über Nacht an der Wallbox zuhause.

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