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Auch die Telekom verklagt nun die Bundesnetzagentur wegen anstehender 5G-Auktion

Noch bevor der Aufbau eines 5G-Netzes beginnen kann, wird die Bundesnetzagentur die entsprechenden Frequenzen noch zu Beginn des jungen Jahres versteigern. Bei den drei Netzbetreibern des Landes schrillen dabei die Alarmsirenen, so verklagt mittlerweile beispielsweise schon Telefònica die Bundesnetzagentur, da sie jene als nicht neutral bezeichnet. Immerhin sei der Bund ja auch ein großer Anteilseigner der Deutschen Telekom, so das Unternehmen.

Während wohl auch Vodafone rechtliche Schritte gegen die Bundesagentur prüfe, schaltet sich nun auch die Telekom mit einer eigenen Klage ein. „Die verschärften Ausbauauflagen gehen deutlich über das hinaus, was die Bundesnetzagentur zuvor selbst als zumutbar und verhältnismäßig beschrieben hat“ hieß es gegenüber der „Welt“ von der Telekom. Kern des Ganzen ist hier demnach der Plan, dass Mobilfunkkunden in dem Moment, in dem sie ein Funkloch betreten, automatisch und kostenlos in das Netz eines der anderen beiden Netzbetreiber angemeldet wird.

Die Telekom äußert nun, dass man doch sehr viel Geld für teure Mobilfunkmasten in die Hand genommen hätte und jene Kosten durch ein solches Vorhaben doch völlig entwertet würden. Als weitere Konsequenz heißt es vom Unternehmen weiter, dass dann über kurz oder lang in jedem Fall zehntausende Personalstellen bei allen Anbietern eingespart werden müssten – eine Aussage, die natürlich ein Reizthema schlechthin trifft. Fakt ist: 5G wird kommen, die Frage ist hier vielmehr, wie lange das alles am Ende dauern wird. Ob die Klagen gegen die Bundesnetzagentur wirklich Erfolg haben, wird sich zeigen. Vermutlich zögert sich der Aufbau dadurch nur wie so oft elendig hinaus.

via Spiegel 

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