Auch Congstar und Vodafone wollen DSL-Tarife drosseln

Sorgte das Thema Telekom-Drossel den Sommer über immer wieder für Gesprächsstoff, wurde es in den letzten Wochen ziemlich still um das angedachte Vorhaben der Telekom. Nun will das Nachrichtenmagazin FOCUS erfahren haben, dass auch die Telekom-Tochter Congstar ihre DSL-Tarife begrenzen will. Eine entsprechende Änderung der AGB soll 2014 erfolgen, die tatsächliche Drosselung soll dann, wie bei der Telekom, ab 2016 vollzogen werden.

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[werbung] Wie hoch die Inklusiv-Volumina allerdings sein werden, ist noch nicht bekannt. Bei der Telekom soll es bei 75 GB anfangen, allerdings ist auch dies ein Wert, der laut René Obermann 2016 noch einmal auf aktuelle Verbrauchswerte angepasst werden soll. Dass Congstar über diesen Werten liegen wird, ist eher unwahrscheinlich, schließlich ist man ja direkt mit der Telekom verbunden.

Nach der Übernahme von Kabel Deutschland soll auch Vodafone über entsprechende Pläne zur Drosselung der Anschlüsse nachdenken. Vielnutzer von Kabel Deutschland-Anschlüssen haben bereits eine Obergrenze von 10 GB/Tag, ein nicht näher benannter Unternehmenskenner meint dazu, dass Vodafone schlecht Kabel Deutschland-Kunden begrenzen könne, während die DSL-Kunden echte Flatrates haben. Vodafone selbst bestreitet solche Pläne allerdings.

Meine Meinung: Spannend wird eigentlich nur, ob Congstar auch echte Flatrates anbieten wird. Die Telekom soll dies tun, auch wenn darüber bisher nichts konkretes bekannt wurde. Sicher wird das preislich nicht so attraktiv wie bisher (falls man bei den Telekom-Preisen überhaupt von attraktiv sprechen kann), aber solange es eine Möglichkeit einer echten Flatrate gibt, stört die Drossel weniger.

Ebenfalls spannend wird noch die Geschichte mit den Diensten, die sich von der Drossel freikaufen können. Die Telekom selbst sieht dies ja als Chance, gerade für Start-Ups. Die Netzgemeinde hingegen sieht die Netzneutralität bedroht, da man denkt, dass sich nur die Dienste freikaufen können, die es sich auch leisten können.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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45 Kommentare

  1. War doch klar, dass das Modell Nachahmer findet. Da hilft nur: Anbieter wechseln und sich das nicht gefallen lassen (wie auch bei Strom- oder Gasanbietern)!

    • …wenn der Wechsel bei Festnetz/DSL nur so einfach wäre, wie beispielsweise den Stromanbieter zu wechseln… wenn ich da an meinen Wechsel von Vodafone zur Telekom denke, bei dem einfach alles seitens Telekom/Vodafone schief ging und fast ein halbes Jahr gedauert hat, nein danke…

  2. Ich freue mich auf einen Shitstorm wenn die Drossel durchgesetzt wird. Das wir ein FEST! 🙂

  3. Klar für die Hard-Core Sauger ist das ein Problem – für die Mehrzahl der Nutzer kann es möglicherweise, wie für Wenig-Telefonierer – auch preiswerter werden.

    • Preiswerter? Ich lach mich tot, Prinzip nicht verstanden? Da wird nix billiger, das sind mindestens die alten Tarife die gedeckelt werden. Und echte Flatrates werden teuere neue Tarife. Schau dir die Telekom-Tarife an, die alten wie immer nur mit der 75 GB Begrenzung, jetzt schon. Als ob die uns was schenken würden und nicht die Chance auf weitere Abzocke nutzen…

  4. Na toll. In meiner Heimat findet man nur Telekom, Congstar und Vodafone (Kabel Deutschland ist dank schlechtem Ausbaus praktisch nicht verfügbar).
    Ich werde das (vermutlich wohl auch nur noch momentan) ungedrosselte KabelBW vermissen, wenn ich hier wegziehe, nächstes Jahr :/

  5. Ein Glück, dass ich morgen von Vodafone weggehe (wenn hoffentlich alles glatt geht). 😉

    So bin ich aus dem Scheiss raus. War klar, dass die da alle umfallen nach und nach. Is ne gute zusätzliche Geldquelle. Ich finde nur, dass sie das dann nicht mehr als Flatrate verkaufen dürfen sollten. (Übrigens genauso bei mobilen „Flatrates“).

    Was nicht voll-flat ist, sollte auch nicht als solches bezeichnet werden dürfen.

  6. Hallo Vodafone. Ich bin zu euch gewechselt weil ihr nicht drosselt. Kommt es jedoch so weit könnt ihr gar nicht du schnell drosseln wie ihr meine Kündigung im Postfach habt.
    Ich lasse mir diese Scheißen nicht gefallen, auch wenn mich eine Volumenobergrenze nicht betrifft.

  7. @Anette: Es wurde dutzende Male vorgerechnet, dass (bei den derzeitigen Trafficgrenzen) keineswegs nur Hardcore-Sauger von der Drosselung betroffen sind, sondern auch ziemlich durchschnittliche Nutzer. In der Regel wird ein DSL-Anschluss von mehreren Personen genutzt, etwa innerhalb der Familie oder der Wohngemeinschaft.

  8. @Anette: wenn Du das wirklich glaubst kann ich ohne Zweifel behaupten Du bist sehr naiv. Dir gehört der Zugang zum Netz entzogen.

  9. Das wird spaßig, wenn Youtube und Co demnächst auch 4k Videos anbieten …

  10. naja, da bleibt ja noch kabel bw… ansonsten heißt es… nicht shitstorm, eher bulletstorm 😀

  11. Rainer Zufall says:

    An meinem Heimatort haben wir ein DSL mit 768 kBit/s. Wenn der Computer rund um die Uhr durchlaufen würde, wären im Monat ca. 200 GB möglich. Ein Volumen von 70 GB wird bei normaler Nutzung somit nie erreicht werden.
    Der größte Witz sind aber nach wie vor die LTE Angebote von Telekom und Vodafone mit 10 GB Volumen. Für was brauche ich bitte 20 MBit/s, wenn ich dann nichts mehr damit machen kann?
    Der Ansatz der Bundesnetzagentur, dass LTE zuerst auf dem Land ausgebaut werden musste, war ja zu begrüßen, aber leider nicht zu Ende gedacht. Die Problematik des Internets auf dem Land muss schnellstmöglich in Angriff genommen werden. Deutschland ist hier mittlerweile ein Entwicklungsland. In der momentanen Konfiguration kann es allerdings nicht funktionieren. Entweder man belässt die Infrastruktur in den Händen des Staates, oder man zwingt die private Wirtschaft dazu.
    Sinnvoll wäre beispielsweise eine Abgabe in den großen Städten, mit der der Ausbau finanziert wrid.
    Es kann ja nicht sein, dass man in der Großstadt für 20 Euro teilweise schon ein DSL mit 50 MBit/s hinterhergeworfen bekommt und auf dem Land 35 Euro für sein Call und Surf Comfort zahlt, mit dem man nichts anfangen kann.
    Obwohl ich strikt gegen diese Volumenlimits bin, sorgt es immerhin dafür, dass die Menschen in den Städten mal auf die Thematik aufmerksam gemacht werden, wenn sie beispielsweise dann auch keine Streamingangebote mehr nutzen könen, zumindest nicht in HD 🙂

  12. Ich bin der Meinung eine Flatrate ist nur dann eine Flatrate, wenn diese unbegrenzt ist.

    Was die Drosselung angeht, die ist in Ordnung. Man kann ja keine Geschäftsmodelle vorschreiben. Dann aber als 200GB Tarif, nicht als Flatrate. Und man muss dem Kunden zeigen, wie sein aktueller Verbrauch ist.

    Was gar nicht geht ist das Freikaufen durch Dienste!

  13. Noch als kleiner Nachtrag… mit meiner 16 MBit Leitung und einer 75 GB Grenze… dann kann ich meinen Internetantschluß nur runde 10 Stunden (von rund 720 Stunden eines Monats) lang mit seiner maximalen Geschwindigkeit nutzen. Daran merkt man schon, daß solche Grenzen irgendwie an den technischen Rahmenbedingungen vorbeigehen.

  14. @Rainer Zufall:
    Dann aber bitte auch eine Zwangsabgabe auf Mieten in Dörfern um die in der Stadt zu subventionieren. Kann ja dann auch nicht sein…

  15. Geil, erst übernimmt man einen Konkurrenten und dann kann man ja auch drosseln. Viel Auswahlmöglichkeiten hat man als Verbraucher ja inzwischen nicht mehr.

  16. Wir (vierköpfige Familie) nagen am Ende des Monats an den 200GB. Es ist mir ein Rätsel, wie wir mit 75GB auskommen sollen… Congstar war eigentlich eine super Alternative, da es bei uns nur Telekomleitungen gibt, doch jetzt…

  17. In einem Wort: Scheiße

  18. Nicht wirklich überraschend.

  19. ich bin da nich so im thema. aber vllt sollte man mal uns unwissende aufklären. egal was stimmt von dem was gesagt wird und was nur marketing ist. städte sind gut erschlossen. ist es nicht so dass viele user das netz langsamer machen? ich habe telekom und kriege 6000 obwohl ich für 16000 zahle. ich bekomme auch nur 6000 statt 3000 weil ich permanent die telekom angerufen habe und nach ram gefragt habe. die schweine hatte nichma den anstand den kunden zu informieren. ich habe seit januar 50iger kabel bei unitymedia.was macht denn nu die geschwindigkeit aus beim anbieter. die telekom behauptet ich kann kein schnelleres dsl bekommen weil die technik nicht mitmacht. zu weit vom verteiler weg. ist dem definitiv so oder würde ich schnelleres internet haben wenn ich alleine am kabel hänge? angeblich kann ich bei unitymedia auch 100er internet haben. was waere wenn meine ganzes dorf nur unitymedia hat. geht dann bei mir auch die leitung in die knie? is meine geschwindigkeit von verhalten meiner nachbarn abhängig? angenommen alle saugen um mich rum, ist dann mein netz langsam? wie funktioniert das eigentlich mit den knoten punkten? wieviele gibt es? wem gehören sie? ich wohne auch aufm land. kleines dorf. hatte bis vor 3jahren noch 300KB/s aufa telekom leitung. ich kann verstehen dass nich weiter ausgebaut wird von der unternehmensseite her. bis sich das rentabliert hat vergeht einfach zuviel zeit. ich hab gelesen die telekom muss für jedes mb geld bezahlen. an wen? ist das wartung,instandsetzung etc oder sind das die knotenpunkte? hat jemand eine idee wo man das nachlesen kann? wo ist peter lustig der mir das internet wie es heute ist erklärt?

  20. Also trotz viel Surfen, Dropbox-Sync (da liegen aktuell knapp 50 GB, die mehr oder weniger oft aktualisiert werden), viel Youtube (meist in HD) und zwei weiteren Personen im Haushalt komme ich NIE (gemessen über das letzte Jahr) über 75 GB (Summe Up/Down, gemessen mit der FritzBox) mit meinem VDSL50.
    Okay, HD-Filme streame ich nicht, sondern leih mir die BD aus, das find ich einfach praktischer und ist meistens nicht teurer…man muss nur nen Tag vorausplanen 🙂
    Irgendwie muss das Netz ja finanziert werden und dank massenweise sinnlosem Streaming (Spotify und Konsorten) verstopfen sowohl mobiles als auch DSL-Netz. Jedes halbwegs aktuelle Handy hat mindestens 16GB Speicher und kann somit genug Musik für mehrere Tage mitführen, wieso muss ich das also von nem Server streamen?! Komfortabel klar, aber der zusätzliche Datenverkehr muss dann halt bezahlt werden.
    Die Netzbetreiber haben in ihren früheren Kalkulationen sicher nicht mit einem dermaßen starken Anstieg des Datenverkehrs gerechnet und müssen nun umdenken.
    Es schimpft sich immer leicht auf die Telekom, die ja für recht wenig Geld ihre DSL-/GF-Leitungen den Mitbewerbern öffnen muss – welche meines Wissens nach meist keine eigenen Leitungen unterhalten müssen, in Neue investieren oder sonstige Investments in Deutschland tätigen. Wenn der dicke Helmut nicht unbedingt die Telekom hätte privatisieren müssen wäre das vielleicht anders gelaufen, aber nun ist das mal so und das Unternehmen muss rentabel arbeiten – dazu ist es gegenüber seinen Aktionären verpflichtet…die wollen ja auch Geld verdienen.
    Ich bin keineswegs der größte Telekom-Freund, aber bisher 0,0 Probleme (im Gegensatz zu 1&1, O2, etc.) und stabile, schnelle Verbindungen per DSL und auch mobil (Congstar).
    Dass die Vielnutzer – und dazu zähle ich auch die Streaming-Kunden, nicht nur Filesharer – jetzt gezielt an den Kosten stärker beteiligt werden und dies nicht auf alle Kunden abgewälzt wird, kann ich nur begrüßen.

  21. finde ich gut die argumentation von hautschi. ich glaube einfach wir alle fürchten uns vor den einbußen die wir haben wenn das internet immer neue angebote hat und wir entweder abgehängt werden oder teuer dafür zahlen müssen. wenn 4k streaming anfängt und sich entsprechend die fernseher vebreitet haben werden 75gb nicht mehr ausreichen. und ich habe mir gerade ein video angesehen von google fiber. wenn ich sehe dass die ein 1080p film ohne buffern streamen muss ich ehrlich gesagt fragen was an dem bd ausleihen noch praktischer sein soll. klar verstopfen neue dienste die leitungen. und ja, man muss nich alles streamen. hätten die anbieter vor 15jahren das potenzial erkannt und da schon massiv ausgebaut dann würde wir die diskussion nicht führen über whitespots auf dem land oder drosselung. wenn mich mein verständnis von wirtschäft nicht trügt dann kann ich verstehen wenn die jetzt bei bestehender nachfrage drosseln und service einschränken. ich frage mich was immer gemeint ist wenn gesagt wird man solle einfach wechseln. die mit den verträgen sollten sonderkündigungsrecht bekommen. frage ist nur wohin man dann wechselt. und nach und nach werden alle ausgelastet sein an kunden und ebenfalls drosseln. was mich eher stört ist dass man scheinbar nicht 12x75gb im jahr zur verfügung hat und das volumen nutzen kann wie man will. wenn sich doch alle aufregen könnte die telekom ja vielleicht auch mal 2 tarife anbieten. die gedrosselten zahlen dann auch bsw 30% mehr. oder alle zahlen weniger und man kann sich upgrade kaufen sollte es nicht reihen im monat. geht beim handy ja auch. warum ist die telekom so unflexibel im umgang mit den kunden?

  22. @Rainer Zufall

    jaja die Müncher, Berliner, Hamburger und co haben es schon gut. Da haben die ne 50mbit Leitung in ihren 40m² Wohnung für die sie gut 1000€ zahlen. Nicht so wie die armen Dorfbewohner die in ihrer 90m² für 600€ bei lumpigen 16mbit sitzen müssen. Buhuu

    Ich versteh die problematik eh nicht. Da wir hier doch die Wirtschaftsweisen und Netzwerkexperten von Deutschland haben, warum macht ihr nicht nen eigenen Provider auf? So mit 500mbit, ohne Drosselung, verfügbar in jedem Kuhdorf von Deutschland für sagen wir mal nen 10er.. wäre doch voll easy. Und ihr macht nen riesen Reibach. Und da ja dann jeder von euch einen Lambo fährt, kriegt man bestimmt beim Versicherer einen Gruppentarif der noch mal Geld spart.

    Oh, euch fehlt das Startkapital? Kein Problem. Seedmatch, Kickstarter, Indiegogo und co. Und ruckzuck habt ihr das zusammen.

  23. Solange die Tarife nicht als „Flatrate“ beworben werden, finde ich es absolut ok. Bei Strom/Wasser wird ja auch nach Verbrauch bezahlt.

  24. trolololol. regt euch alle so unnötig auf. einfach mal 5€ mehr bezahlen für IPTV und dabei genießen, nicht gedrosselt zu werden.

  25. Rainer Zufall says:

    @FlyingT
    Selten so einen Schmarren gelesen.
    Da das Internet in der heutigen Zeit nunmal sehr wichtig ist und immer wichtiger wird, ist es unausweichlich, hier auf dem Land zu investieren. Und was zum Teufel soll bitte der Vergleich mit den Mietpreisen?
    Gerade die Tatsache, dass es auf dem Land kein ordentliches Internet gibt, trägt doch mit dazu bei, dass immer mehr Menschen in die Städte ziehen.

  26. @DSL:
    So wie ich das verstehe, ist es (vor allem) bei Funk-Lösungen so, dass viele Kunden das Netz bzw die Verbindung langsamer machen. Der Erst freut sich noch, wie schnell das alles ist, kommen dann immer mehr hinzu, dann sinkt die für den Einzelnen verfügbare Geschwindigkeit. Obwohl die Netzbetreiber mit Verweis auf LTE ein Gesetz zum verpflichtenden Ausbau des Netzes abwenden konnten ist LTE in meinen Augen deshalb keine Alternative zum Draht (sinkendes Tempo bei steigenden Nutzerzahlen, Drosselung be bestimmten Datenvolumen, teurer)

    Bei Draht-Lösungen ist das meiner Meinung nach nicht so bzw. nicht in dem Ausmaß – da hat ja jeder Kunde praktisch seinen „eigene Draht“. Bei Drahtlösungen spielt dann wirklich die Entfernung zum Verteiler/Knotenpunkt eine Rolle. Je weiter weg man ist, um so größer praktisch der elektrische Widerstand bzw. die Dämpfung.
    Hinzu kommt noch, dass die Telekom vor vielen Jahren wohl mal begonnen hat, dünner Leitungen zu verlegen – das war, als man noch ISDN bevorzugt hat und an DSL noch nicht zu denken war. Damals hat das Kupfer und somit Geld gespart – heute verhindert das höheres Tempo.

    Mit den anderen Anbietern ist das immer so eine Sache. Im Nachbarort haben die zunächst auch immer das Blaue vom Himmel versprochen während die Telekom nur 768 angeboten hat. Bei den anderen war höheres Tempo angeblich immer keine Problem – irgendwann kam dann doch immer ein Brief, dass eine genauere Prüfung ergeben hätte, dass es leider doch nicht schneller geht.

    Die Telekom und andere kann ich zum Teil verstehen: baut man mit viel Geld das Netz aus, kommt prompt die Konkurrenz und schnappt einem die Kunden weg. Gerade der Ex-Monopolist muß die Leitungen ja zur Verfügung stellen. Keine Ahnung, ob die Preise dafür kostendeckend sind. Vielleicht wäre eine Lösung, das ein Anbieter, der ein Gebiet erschließt, für diese Gegend einen bestimmten Zeitraum als eine Art Investitionsschutz ein Monopol haben darf. Entweder, die Leute dort wollen DSL oder sie wollen keins….

    Der Vorschlag, dass die in den Städten mehr bezahlen, um das Land zu subventionieren ist schon ein wenig naiv – wie schon einige erwähnt haben, müßten dann die auf dem Land die höheren Mieten in der Stadt subventionieren o.ä. – Kette ohne Ende. Außerdem zwingt einen ja niemand auf dem Land zu leben. 🙂
    Die Frage ist dann vielmehr, ob solche Infrastruktur in private Hände gehört. DSL ist mittlerweile fast so wichtig wie Strom, Gas und Wasser-Anschluss.
    Da wurden entspr. staatliche Betriebe erst mit viel TamTam privatisiert, dann regt man sich darüber auf, dass diese wirtschaftlich arbeiten und baut eine riesige Verwaltungs- und Kontrollbehörde Namens Bundesnetzagentur auf, die nur kostet.

  27. @Rainer Zufall

    „Und was zum Teufel soll bitte der Vergleich mit den Mietpreisen?
    Gerade die Tatsache, dass es auf dem Land kein ordentliches Internet gibt, trägt doch mit dazu bei, dass immer mehr Menschen in die Städte ziehen.“

    Nicht dein ernst oder? Die verfügbare DSL Geschwindigkeit wird für gewöhnlich nicht in Immobilienanzeigen erwähnt, daher wird sie nicht entscheident sein. Desweiteren richtet sich der Preis einer Immobilie ( ob jetzt Miete oder Kauf) nach den Eigenschaften und der Infrastruktur der Lage. Wenn man also aufs günstige Land zieht muss man damit rechnen das es dort negative Punkte gibt. Der Dörfler ist also bereit für einen riesen Batzen Geld auf gewisse Dinge zu verzichten.

    Dann fällt ihm auf das langsames Internet doof ist, und hätte gerne das die Allgemeinheit dafür bezahlt. Seinen Batzen Geld möchte er natürlich für sich behalten.

    Nehmen wir doch mal die Region München: in München kosten die Mieten/Kaufpreise knapp 100% mehr als 50Km ausserhalb Müchens. Wenn jetzt das Internet einen so großen Einfluss auf die Attraktivität einer Immobilie hat, und alle Dörfler gerne schnelles Internet haben wollen, könnte man eine Intressengemeinschaftgründen. Man erhebt einen „Internetgebühr“ die sagen wir mal 50% der Miete monatlich /des Kaufpreises einmalig ist und überweisst diese der Telekom. Die Telekom wäre sicherlich schon morgen mit nem Bagger vorort.

  28. @dischue: ohne viel Worte zu verschwenden: ZUSTIMMUNG!

  29. In unserer 3er WG haben wir am Monatsende immer rund 1400GB Verbrauch bei DSL 50.000 stehen. So ne drosselung würde uns echt ausbremsen…

  30. @Joshi

    Oder einfach Kontigent dazukaufen. Wie sollte ne WG mit xfachen Volumen den selben Preis wie ein Single Haushalt zahen?

  31. Habe grade mal auf meiner fritzbox nachgeschaut, habe diesen Monat 145gb verbraucht, davor den Monat 150,davor 100gb. Am Netz sind ein smart TV, 4 Android Geräte, ein pc ,eine ps3 eine PS vita und ein 3DS. Der traffic kommt durch streamen und legalen downloads zusammen. (zB steam, PlayStation network, Google music, YouTube ect pp)

    Ich habe 150mbit bei Unitymedia und bin froh dass dort (noch) nicht gedrosselt wird. Sonst sind solche Tarife bzw Geschwindigkeiten einfach unsinnig wenn man diese nicht richtig nutzen kann.siehe zB LTE.

  32. Das war absolut abzusehen, dass die Provider ALLE noch nachziehen… Bis auf wenige Ausnahmen hat man überall so’ne dumme Drosselung :/

  33. Ein Wechsel vom Anbieter A zu B läuft ohne Ausfall. Schaut Euch dazu mal die letzte TKG Reform an. Einfach dem neuen Anbieter über den Anbieterwechsel informieren. Der und der alte Anbieter muss sicherstellen, dass die Ausfallzeit weniger als einen Tag ist. Schafft es der neue Anbieter nicht den Anschluss zu übernehmen, !muss! der alte Anbieter den Anschluss weiterführen…ein Anbieter führt den Anschluss kostenfrei weiter…ob das generell so ist, bitte selbst nachlesen…das ganze für max. 30 Tage. Lange genug um im Fall der Fälle das BNetzA Eskalationsformular auszufüllen. Die BNetzA eskaliert dann mit Androhung einer Strafe (100000€ pro Anschluss) für Euch. Danach geht alles ganz schnell ;).

  34. @Lars:
    Leider sieht die Realität trotz Regelung meistens anders aus. Ich musste damals 4 Wochen ohne DSL rumsitzen, weil Telekom es nicht geschafft hat VDSL einrichten zu lassen. Das ist in etwa so wie die Unternehmen verpflichtet sind deine Daten zu löschen, nachdem kein Vertrag mehr besteht… „verpflichtet sind“…

  35. Hoschi oben hat gesagt das Die Vielnutzer und die Streamer mehr zur Kasse gebeten werden und somit Ihren Trafik den sie erzeugen Zahlen sollen.
    Das ist leider nicht richtig. genau diese dienste Werden ja an die telekom Zahlen und somit von der Sperre gar nicht betroffen sein. Wenn diese Aktion also tatsächlich etwas mit der Belastung der Netzte zu tun hätte müsste man genau diese dienste ausbremsen. es geht einzig und allein darum zu kontrollieren welche Dienste im Netzt genutzt werden und welche nicht. Es geht darum neue und Innovative firmen von den Nutzern fern zu halten weil man selber nicht die Kraft hat mit diesen mitzuhalten und Sie zu kontrollieren.

  36. Marijo Bernardic says:

    Im Rahmen meiner MBA-Abschlussarbeit mache ich zur Zeit zu diesem Thema eine Online-Umfrage. Würde mich über Ihre Teilnahme sehr freuen:

    https://docs.google.com/forms/d/1NzZUvLhh278jDoSlI9OqMU4yWUSnPNHaz7fzCikNBeM/viewform

    Vielen Dank im Voraus.

    Viele Grüße
    Marijo

  37. Wenn die Drosselung bei der Telekom in irgendeiner Form kommen sollte, werden fast alle anderen Anbieter nachziehen. Am Ende werden auch die Bedingungen für Wiederverkäufer angepasst und dann werden fast alle ähnliche Paketgestaltungen haben. Ist eigentlich auch logisch, denn warum sollten die Anbieter die neue Möglichkeit der Preusgestaltung nicht für neue Pakete nutzen.

    Gruss,
    Jens

  38. Leute .. hier geht es doch nicht rein um die Telekom! Das ist eine Grundsatzentscheidung! Die Frage lautet für mich: Mit welchem Recht möchte die Telekom das Volumen einschränken?
    Im Mobilfunkbereich habe ich damit überhaupt kein Problem! Die Funkzellen haben gewisse Kapazitätsgrenzen, welche durchaus erreichbar sind.
    Im Kabelbereich? Sorry, da halte ich die Argumentation der Telekom für absoluten Schwachsinn!

    Sie wollen bestrafen weil ich zu viele Youtube Videos geschaut habe? Würde die Telekom die Google Dienste in ihren Paketen nicht anbieten würde wohl die meisten wechseln! Auf der anderen Seite steht Youtube (bzw. Google) welche durch viele Besucher auf Ihrer Seite mehr Werbeeinnahmen generieren wollen. Also wollen natürlich auch die nicht auf die Kunden der Telekom verzichten. Das ganze nennt sich „peering“, bei dem der Traffic der beiden Parteien kostenlos ausgetauscht wird. Das gilt nicht nur für Google sondern alle! Da sitzt keiner und zählt Datenpakete! Im Inland (bsp.: Maxdome & Co.) ist das ganze sogar noch einfacher, denn die sind direkt mit der Telekom verbunden!
    Bis auf nen bisschen Strom, welche die Switches unter volllast mehr verbrauchen gibt es durch Traffic KEINE MEHRKOSTEN! Schon garnicht so, das man auf solch ein Limit begrenzt wird! Und mit Netzneutralität will ich erst garnicht anfangen!

    Und das was FlyingT erzählt halte ich ebenfalls für Blödsinn! Wie du schon sagtest, bemisst sich der Wert einer Immobilie auch an der Infrastruktur. Stehen zwei gleiche Häuser nebeneinander, das eine mit einer 100 MBit Anbindung und das andere mit DSL Lite (768 kbit/s) ist wohl klar welches gefragter ist. Und Angebot und Nachfrage regelt nunmal den Preis/Wert!

    Ich kann einfach nicht verstehen wie einem dieses wichtige Thema so am Arsch vorbei gehen kann. Startup Unternehmen haben es schwieriger sich am Markt zu platzieren, weil sie sich bspw. keine bevorzugten Datenpakete bei der Telekom leisten können. Technik & Dienstleistungen Made in Germany werden noch rarer. (Aber hey, wir haben ja immernoch unsere Automobilbranche, richtig?). Ein Beispiel welches mir direkt einfallen würde wäre Soundcloud! Startup = Wenig Geld. Wenig Geld = Keine Telekom-Verträge, Keine Verträge = weniger User, weil kaum jemand seinen Traffic dafür opfern möchte, keine User = Kein Geld und keine neuen Jobs.
    Meiner Meinung nach geht das weit über dieses „Mir egal, surf ich halt weniger“ hinaus!

  39. Ist für mich völlig unverständlich. Das wäre DAS argument, um Kunden der Telekom abzuwerben. Gleichzuziehen bedeutet zwar, dem Kunden die alternative zu nehmen, aber auch einen massiven Wettbewerbsvorteil zu verspielen.

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