AT&T bastelt am ultimativen Anti-Piracy-System

Raubkopierer und Filesharer könnten in Zukunft schwer in ihrem Hobby gestört werden. Zumindest, wenn es nach AT&T geht. Der amerikanische Telekommunikationsanbieter hat ein Patent, mit dem es ermöglicht wird, Dateien, die ein Copyright verletzen zu erkennen und dann entsprechend zu handeln.

att-piratebuster
Die Datenströme werden mit einer Copyright-Datenbank abgeglichen. Wird ein illegaler Download erkannt, können Maßnahmen ergriffen werden, wie beispielsweise den Download abzubrechen oder gleich den Account zu sperren. Die Quelle der Datei spielt dabei keine Rolle.

[werbung] Es gibt bisher allerdings noch keine Hinweise darauf, dass AT&T diese Möglichkeit auch in der Praxis einsetzen wird. Auch ist fraglich, wie sich das mit dem hochaktuellen Thema Datenschutz verhält. Die Idee, auf diese Weise illegale Downloads einzudämmen ist dennoch nicht verkehrt. Würde es Euch stören, wenn Euer Traffic auf diese Weise überwacht würde und die Maßnahmen zur Unterbindung getroffen würden?

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*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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27 Kommentare

  1. nein sascha, die idee ist verkehrt.

  2. @Brater: Keine Sorge, das wird nicht mehr lange dauern bis das kommt. Denn technisch ist das heute schon machbar.

    Was du leider vergisst, wir haben JETZT schon eine flächendeckende Überwachung. Und bei den Mautstationen die nur LKWs überwachen sollen, bin ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher ob die nicht auch alle PKWs überwachen – zutrauen würde ich es dennen.

    Ich war vor ca. 15 Jahren einer der ersten mit Internetanschluss hier in der Gegend, habe mich viel mit dem Internet beschäftigt. Davon bin ich längst kuriert, und bedaure die Menschen die heute nicht mehr ohne ihr Smartphone können. Zumal ich seit einiger Zeit schon zu der Erkenntnis gekommen bin, weniger Technik ist mehr. Ist zwar alles nützlich, aber letzendlich kann das Zeug je nach Auslegungssache auch gegen einen verwendet werden und man weiß nie 100% wer zugriff auf irgendwelche Sachen hat.

  3. Für so ziemlich jedes Gift gibt es ein Gegengift. Auch der Schutz von AT&T wird nicht lange durchhalten, sobald er „auf dem Markt“ ist. Schon ganz Andere haben Millionen in Schutzmechanismen gepumpt, die dann teils wenige Tage später umgangen oder gänzlich entfernt werden konnten.

    Die Industrie scheint immer noch nicht verstanden zu haben, wie man die Zahl der illegalen Up-/Downloads runterfährt.

    Das zeigt sich derzeit insbesondere auf dem E-Book Markt. E-Books die fast so viel kosten wie Druckausgaben, dazu oft noch schlechte Konvertierung und natürlich DRM, damit die Kunden das erworbene E-Book bloß nicht weitergeben können. Jeder Käufer ist halt auch ein potentieller Krimineller 😉

    Wen wundert es da, wenn diverse Seiten höhere Download-Zahlen verzeichnen als die Großen wie Amazon, Libri oder Thalia?

    „Würde es Euch stören, wenn Euer Traffic auf diese Weise überwacht würde und die Maßnahmen zur Unterbindung getroffen würden?“

    Stört mich ebenso wenig wie NSA, Prism, BND und Bundestrojaner. Ich meine, ich habe ja nichts zu verbergen! Und genau aus dem Grund lasse ich auch morgens immer die Klotür beim Stuhlgang auf. Ich habe ja nichts zu verbergen, außer einer Kackwurst und ein bißchen Privatsphäre 😉

  4. erinnert mich sehr stark an Max Payne…das war vor einiger Zeit ein kleiner Skandal weil die Steam Version mit einer gecrackten Version gemacht wurde…ich glaube sie haben vergessen eine .nfo Datei zu löschen oder sowas…und genau so stell ich mir das vor…ich kaufe und lade etwas bei Steam (oder itunes oder sonstwas) da ist eine .nfo datei bei die ganz ganz böse nix aussagt aber da ist…und zack 1 Woche i-net Sperre….schöne neue Welt…

  5. Ziemlich hirnrissig, was da AT&T als „Patent“ anmeldet,

    wie schon mehrere hier geschrieben haben, ist das kein „Content-Schutz“.Den Payload verschlüsseln und fertig, sei es ein verschlüsslter VPN-Kanal oder der Einsatz von SSL, um mal zwei Möglichkeiten zu nennen und der selbe Content sieht jedesmal anders aus. Und schon war es das mit abgleichen von Hashwerten in einer DB.

    VG
    Sven

  6. Wer will, der kommt um diese Methode einfach herum, sei es VPN, TrueCrypt, Verschlüsselung mit Pseudorandom Data jeglicher Art. Wie hier schon erwähnt wurde, nur Streaming dürfte davon betroffen sein und ich denke das es auch Black-/Whitelistings gibt welche Seiten erlaubt sind (Netflix, Amazon Cloud Player, Spotify usw.) und welche DPI erhalten (sämtliche OCHs ohne Streaming Angebot.).

    Im Endeffekt wird das nur zu einem Boom der VPN Anschlüsse führen, der Trend in dem Bereich geht eh immer weiter nach oben in den letzten Jahren, es gibt ne Menge neuer Anbieter auf dem Markt, darunter auch ein paar Kleine feine, ich selber hab auch einen, den ich fast zu 99% der Zeit (Ausser auf einigen deutschen Blogs.) benutze und ich hab ne gute Auswahl an Server im Ausland, auch in eher liberalen/“rechtsfreien“ Räumen wie Russland, Ungarn, Teschechien, Malaysia, Singapoure. ^^

    Das ganze Abhördebakel zur Zeit ist eh so ne Sache, vor Jahren als Room641A und Echelon bekannt wurden, war es nur nen kurzes Medienecho, jetzt wirds schön ausgetretten und aufgebauscht, das wir schon seit Jahren überwacht werden ist nichts neues und wir Bürger stehen eh unter Generalverdacht.

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