Artikel 13: Uploadfilter erklärt

Meine Meinung zu Artikel 13 und Uploadfiltern ist bekannt. Wer sich etwas im Internet bewegt, der hat vielleicht das Thema mitbekommen. Allerdings ist es so, dass es sicher noch einige gibt, die nicht wissen, was auf sie zukommt. „Huch“ – plötzlich ist da ein Internet, welches gar nicht mehr so schön ist wie früher. Große Überraschung dann. Falls ihr solche Leute kennt, dann weist sie doch mal auf das Video von Alexander Lehmann hin. Der hat sich in den vergangenen Jahren sehr oft mit guten Erklärbärvideos für netzpolitische Themen einen Namen gemacht und auch die vier Minuten zum Uploadfilter sind sehenswert für Internetnutzer, die bislang vielleicht keinen Schimmer haben, was da auf uns zukommt.

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Video-Link: https://youtu.be/X9SVf57ii1w

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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17 Kommentare

  1. Danke! Warum entwickelt die EU die Uploadfilter [Gremium (Richter, Blogger, Journalisten … ) +EU-Kommission] nicht selbst & warum stellt dann die EU nicht diese Server in Eigenregie an den Backbone-Knotenpunkten in Europa auf?

    Warum finanzieren nicht Gema & VG Wort den Algorithmus für den Schutz für das Urheberrecht selbst?

    Wir als junges Startup müssen unsere Idee ja auch selber schützen und finanzieren. Durch Patentanträge und durch kostspielige Anwaltskanzleien die uns dann vor Gericht vertreten …

  2. Danke für den Hinweis. Allerdings weiß ich schon vor dem Schauen, was für eine Intention ich bei einer Spezialisierung auf „netzpolitischen Themen“ zu erwarten habe. Und gerade das ist natürlich für eine unpolitische Erklärung ein no-go. Ich earte dann doch lieber auf Die Sendung mit der Maus 😉

  3. Ich würde tatsächlich gern mal einen Befürworter dieser Idee hören, weil ich einfach nicht verstehe, was man mit dieser Sache zu erreichen hofft. Es ist doch zu klar, dass hiermit kein Medienmogul oder gar Urheber einen Cent verdienen wird. Eher weniger durch verringerte Reichweite der Inhalte.
    Insofern kann man das eigentlich nur als Aufbau einer Zensur-Infrastruktur sehen. Oder welche Argumente verwenden die Jasager?

    • Ich denke mal, dass irgendein Rechteinhaber der Meinung ist, dass er durch das aktuelle System Geld verliert (da es ja auch tatsächlich Raubkopien gibt, auch wenn ich meine Zweifel habe, dass diese dadurch eingeschränkt werden) und hat dies den entsprechenden Politikern auch so erklärt.

      • Problem ist das damit erst recht Raukopien auftauchen und sich die Leute vermehrt dem zuwenden. Das bedenken nur die Idioten nicht. Dazu wird pauschal alles als Illegal abgestempelt, Schuldig bis die Unschuld bewiesen ist. Darauf hin wird es eh noch Verfahren geben bis das tatsächlich kommt. Da man Pauschal alle Nutzer als Schuldig abstempelt und das ist Rechtswiedrig. Man muss es nur mal vor dem EU Gerichten entsprechend Begründen, schon fällt wieder ein dämlicher Kostenschwerer Unsinn wieder von der Unrechtskarte der EU.
        Langsam bekommt man das Gefühl das die Stasi, Kommunisten & Nazianhänger in der EU an der Macht sind und es schlimmer den je kommen wird. Sehen wir ja in diversen Ländern ja schon längst, Türkei, Russland, Syrien, nahe Osten, Indien, … immer mehr Zensur immer mehr überwachung der Bürger durch den Staat. Wer schützt noch die Bürger vom eigenen Staat? Wer überwacht die Bewacher?

  4. Ich würde gerne dagegen stimmen, aber was kann ich tun? Der Link im Video führt zu nichts

  5. Danke für dieses sehr gute Video. Jetzt habe ich erst richtig begriffen was die Politiker wirklich wollen.

  6. Danke fürs Erwähnen, Caschy!

  7. Auch mit dem Uploadfilter wird es Gewinner geben, vermutlich Lobbyisten und die politisch Immunen Politiker.

  8. Das Traurige daran ist ja echt, dass Politiker echt nicht mehr wissen, dass sie VOLKSVERTRETER sind. Da wird intern debattiert, statt mit dem Volk. So kann das auch nicht funktionieren.
    Mich würde mal eine breite Meinung der von Herrn Seibert (Regierungssprecher: https://www.youtube.com/watch?v=xSW28i5v0wg) so gern erwähnten Kreativen, also der tatsächlich Kunstschaffenden, und nicht die der dämliche Verwerter, interessieren. Sehen die ihre Werke wirklich dermaßen bedroht? Wie sieht es hier mit der Meinung deutscher Musikinterpreten aus? Gerne mal Meinungen dazu von den alten Hasen wie Nena, Herbert Grönemeyer, oder Lena Meyer-Landrut und anderer jüngerer Künstler. Sehen die sich arg bedroht in ihrem kulturellen Erbe mit dem aktuellen System? Oder machen die auch mit 12 statt 19 Raubkopien pro einem ihrer Songs weiter? Geht es denen um den Spaß an ihrem Tun oder doch eher ums Geld, wie den Verlagen, die ja auch furchtbar am Hungertuch nagen, weil Ad-Blocker noch nicht verboten sind und das Leistungsschutzrecht sie auch nur gerade so vor dem Hungertod bewahren kann?

    Der Koalitionsvertrag scheint in dem Bereich jedenfalls auch „Kreativen“ Satirikern in Berlin zum Opfer gefallen zu sein. Vielleicht hat Böhmermann da wieder was gedreht. Oder russische Hacker haben die EU-Wahl beeinflusst. Die haben einfach auf den Servern im Worddokument des Vertrags ein paar Stellen geändert. Oder der Mond stand ungünstig.

    Freie Meinung wird immer weniger frei sein. Ich weiß nicht, ob ich meinem Sohn für seine Zukunft wünschen soll, dass alles in die Binsen geht und er Teil eines vernünftigen Wiederaufbaus werden darf, oder ob das lieber erst passieren sollte, wenn er in hohem Alter verstorben ist. So oder so ist das – und diese Debatte ist nur ein kleiner Teil der aktuellen politischen Situation hier und in der EU – keine Zukunft, die ich mir für meine Kinder und deren Kinder wünsche.

    Ich werde jedenfalls meine Meinung immer sagen.

  9. Michael Springer says:

    Warum wird in dem Video YT als reiner Service Provider wie ein Telekommunikations Unternehmen dargestellt? Keiner kann einen Telefonanschluss ohne einen Vertrag haben bei dem Name, Anschrift … bekannt ist, aber trotzdem soll YT weiter anbieten dürfen das man ungestraft das Urheberrecht verletzen kann, solange die Videos eine bestimmte Länge nicht überschreiten. Die Providerhaftung sollte einfach nur für anonym hochgeladene Daten gelten.

    • Beides sind Dienstleister, weil sie keine materiellen Güter verkaufen. Einen Waffenhersteller verklagt man ja auch nicht auf Völkermord, weil seine Waffen im Krieg verwendet werden.

      Bisher war es immer so, dass der Täter bestraft wurde… Hiermit würde sich das eben ändern.

  10. Vielleicht sollte man sich auch einmal die Argumente der Gegenseite durchlesen, bevor man sich eine endgültige Meinung bildet. Heute war ein Artikel mit Interview in der Welt, siehe

    https://www.welt.de/kultur/medien/article189419561/Upload-Filter-Artikel-13-unterdrueckt-keine-Meinungen.html

    Wenn ich das richtig verstehe, werden die „großen“ Seiten eher wenige Probleme bekommen, da sie entsprechende Verträge mit den Verwertungsgesellschaften abgeschlossen haben oder abschließen werden. Ob Blogs wirklich nicht betroffen sind, wage ich allerdings stark zu bezweifeln!

  11. Sir Duke: das ist Großen und Ganzen schon sehr richtig, ja.

    Es geht nicht darum, dass die sogenannten „Raubkopien“ eingedämmt werden. Das ist bei Youtube schon lange möglich und wird auch u.a. durch die Nutzung von Content ID praktiziert. Das bedeutet, dass Inhalte, die in der Datenbank registriert sind und nicht freigegeben sind nicht hochgeladen werden können.
    Vielmehr geht es darum, dass ein Unternehmen wie YouTube / Google durch die hochgeladenen Videos Geld verdient, indem sie Werbung schalten und YouTuber verdienen natürlich auch daran mit. Oft sind in diesen Videos auch Inhalte anderer Urheber zu finden, sei es Musik, Videos, etc… Die Urheber deren Werke nun in Videos genutzt werden, werden aber nicht daran beteiligt, dass man ihre Werke verwendet und sie monetarisiert. YouTube zieht sich sanft aus der Affäre und sagt: wir sind kein TV Sender, sprich, wir können nicht dafür haftbar gemacht werden, was bei uns hochgeladen wird. Wir bieten nur die Plattform an.
    Damit liegt der Schwarze Peter bei den Usern. Das scheint vielen YouTubern überhaupt nicht bewusst zu sein.
    Somit können sie auch für die verwendeten Fremdinhalte haftbar gemacht werden. Würde die Plattform Lizenzgebühren zahlen, wäre der User aus dem Schneider. Und genau dass (Lizenzgebühren zahlen) will Google natürlich nicht, deswegen kommt ihr der massive Rückhalt der User absolut gelegen. Wohlweislich, dass der User für alle Fremdinhalte haften muss… Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

    Bei TV Sendern ist es übrigens usus, dass diese Lizenzen von den entsprechenden Verwertungsgesellschaften erwerben, um Inhalte nutzen zu dürfen. Klappt seit Jahrzenten und alle sind glücklich.

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