
Auf der diesjährigen IFA werden nicht nur zahlreiche Gerätehersteller mit ihren neuesten Entwicklungen zu sehen sein, auch die ARD wird auf der Messe vertreten sein und dort unter anderem eine Betaversion ihrer neuen Mediathek vorstellen. Diese soll nicht nur optisch moderner daher kommen, sondern vor allem auch persönlicher werden. Voraussichtlicher Start soll dann im Spätherbst bis Winter dieses Jahres sein.
Auf den ersten Blick winkt demnach nicht nur eine neue Oberfläche, die sich der jeweiligen Plattform anpassen, und so sowohl auf Google-, als auch auf Apple-Plattformen wie ins Gesamtbild integriert wirken soll. Algorithmen und ein bis dahin aktualisierter Login-Prozess sollen außerdem dafür sorgen, dass euch die Mediathek dabei immer mal wieder persönliche Empfehlungen präsentiert. Dabei werden aber angeblich keinerlei personenbezogenen Daten ausgewertet oder weitergegeben, so Volker Herres – Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen:
Es werden keinerlei Daten mit Personenbezug ausgewertet oder gar weitergegeben. Jeder Zugriff auf unsere Webseiten und Applikationen, ebenso wie jeder Abruf von Videos, wird ausschließlich für interne statistische Zwecke sowie zur Datensicherung protokolliert. Die Speicherung der Zugriffe gewährleistet die Stabilität und Betriebssicherheit der Systeme. Unsere Programmempfehlungen finden über Clusterbildung bestimmter Nutzungsszenarien statt. Wir berücksichtigen hier also die Präferenzen verschiedener Nutzer, aber auch die Nutzungssituationen (z.B. mobil oder am Smart TV). Wichtig bleibt dabei auch immer eine Mischung aus redaktioneller Empfehlung und Algorithmen, um Filterblasen zu vermeiden.
Des Weiteren erklärt Herres im Interview mit Medienpolitik.net, dass neben der ARD-Mediathek weiterhin DasErste.de, Tagesschau.de und Sportschau.de als eigene Plattformen für die unterschiedlichen Themenbereiche erhalten bleiben. Auf die Frage, ob auch bei der ARD in Zukunft einzelne Programme noch vor ihrer TV-Ausstrahlung bereits in die Mediathek gestellt würden, entgegnet dieser:
Eventserien, aber auch viele Dokumentationen stellen wir, vorausgesetzt die Rechte erlauben dies, vorab in unsere Mediathek, um größte Aufmerksamkeit für diese Programme zu erzielen. Bei der Fiktion hoffen wir, dass die Serie schon vor der Ausstrahlung in sozialen Netzwerken, bei Meinungsbildnern ein Thema wird und damit noch mehr Publikum zur TV-Premiere versammelt. Bei Dokumentationen wollen wir mit der Verfügbarkeit im Netz dem Publikum zeitunabhängiges Sehen von relevanten Themen ermöglichen.